Zitat von mizue was "junge erwachsene" brauchen ist motivation, etwas positives
und wie könntest dir das konkret vorstellen? ich mein wie motiviert man menschen die einfach nicht wollen? die kurz gesagt "keinen bock haben"?
kann man da von staatsseite aus motivieren, oder liegt das nicht eigentlich eher auf der seite der familie? liegt die verantwortung da nicht bei den eltern seinem kind gewisse werte zu vermitteln, es zu motivieren, ihm rückhalt zu geben?
und wie erklärt man eltern, die selber unmotiviert sind, aufgegeben haben oder vllt auch unwillig sind oder wirklich pech hatten, dass sie ein pflicht ihrem kind gegenüber haben es trotzdem zu einem motiviertem menschen zu erziehen? wie erklärt man das ganze auf türkisch?
was ich glaube beobachtet zu haben ist, dass kinder viel von ihren eltern übernehmen, dahingehend wie sie ihre berufliche zukunft gestalten. oft sieht man auch die entwicklung dass kinder "mehr wollen" als ihre eltern. aber woher kommt das dass jmd aus einer eher sozial schwachen familie, wo die elter kaum deutsch sprechen, keine ausbildung haben und sich mit gelegenheitsjobs durchbringen dann entscheidet doch eine ausbildung zu machen oder zu studieren (beispielsweise). wenn man herausfindet warum diese kinder motiviert sind, kann man vllt auch wege finden andere zu motivieren.
wie auch immer, zwang ist wohl wirklich nicht der richtige weg für langfristigen erfolg. wieviele gibt es jetzt schon die es einen scheiss dreck interessiert dass ihnen hartz4 gekürzt wird wenn sie nicht zu den terminen erscheinen und diverse tätigkeiten zur jobfindung nachweisen können? ich hatte damals ein gespräch mit meiner betreuerin vom sozialamt. sie hat auch bestätigt dass sie quasi machen können was sie wollen, wenn der einfluss der familie derart stark ist und dieser einfluss so aussieht dass er eben nicht in richtung motivation geht, sondern vllt in die richtung "kassier hartz 4 und arbeite schwarz nebenbei". was willst machen? wie sollen diese betreuer 15 jahre aufwärts versaute erziehung gut machen?
im ürbigen hab ich neulich mal einen bericht gesehen über diese bootcamps. da haben menschen gesprochen die drin waren, also nicht als wärter oder so, sondern eben als "häftling". die meisten von denen landen am ende dann doch wieder im knast. erfolg gibts wenn überhaupt nur kurzfristig oder selten. oftmals wächst die wut die sie in sich tragen während der wochen im bootcamp sogar.
was ich allerdings auch glaube ist, dass ein bisschen mehr disziplien zB in der schule keinem schaden kann. ich könnt jetzt lang und breit anfangen über vorteile des ddr schulssystems zu reden und dabei natürlich die nachteile vernachlässigen

, aber es gab einige im prinzip gute sachen, die dem heutigen schulsystem ganz eindeutig fehlen.