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Endlich! Besserungsanstalt für Sozialschmarotzer

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El Sparko
Alt 29.05.2007, 17:35   #1
Standard Endlich! Besserungsanstalt für Sozialschmarotzer

Man kennt sie ja. Die assozialen ungewaschenen Punks und Nachwuchspenner die nicht arbeiten wollen. Endlich gehts denen mal an den Kragen, weil die leben ja auch von meinem Geld:

http://www.elo-forum.net/hartz-iv/ha...070527531.html
 
 
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mizue
Alt 29.05.2007, 18:16   #2
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das zauberwort ist "motivation", nicht "zwang".

... aber irgendwann wird man das verstehen, denke ich.
 
 
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short_cut_baby
Alt 29.05.2007, 19:12   #3
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Schon allein vom Titel des Threads her erinnert es mich an etwas, dass meine Mam mir aus der guten alten DDR erzählt hat: Da gabs anschienend was ähnliches, Leute wurden zur Arbeit "erzogen" sozusagen oder so etwas in der Art... Aus ihrem Schwager ist ein ganz ordentlicher Mann geworden mit Arbeit etc. Vorher kam er aus sehr krassen Familienverhältnissen und war vom sozialen Status her so hoch wie ne Kanalratte...
 
 
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El Sparko
Alt 29.05.2007, 19:35   #4
Standard

ja von der guten ddr können wir wohl noch viel lernen. da gabs dieses sozialschmarotzertum nicht.
 
 
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Jumpy
Alt 29.05.2007, 19:58   #5
Standard

Geile Sache, es wurde auch langsam Zeit, dass man die Samthandschuhe auszieht und etwas unternimmt.

Der Anfang vom Ende der Sozialschmarotzer
 
 
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maaw
Alt 29.05.2007, 20:28   #6
Standard

Schwachsinn...
Damit passiert genau das Gegenteil. Es wird mehr Linke geben, Leute die Hass auf den Staat schieben und Molotovs beim G8 werfen werden. Und welche die sich gegen das Wirtschaftssystem mit Zwangsarbeit stellen werden.

btw: Nein, ich bin nicht arbeitslos. Ich meine damit nur das das auf jeden Fall der falsche Weg ist.

Zitat von Die Ärzte
Gewalt erzeugt Gegengewalt, hat man dir das nicht erklärt?
 
 
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doomhammer
Alt 29.05.2007, 20:40   #7
Standard

Kasernierung heisst in meinem Sprachgebrauch was anderes als "daheim" wohnen und morgends bzw. mittags im betreuten Wohnen für sozial Schwache aufzutauchen.
Wenn schon, denn schon.
Ich hatte in der Richtung mal die Idee des Prinzip Bootcamp: Drei Monate lang so durch den Dreck gezogen werden, bis die Delinquenten froh darüber sind, nur 10 Stunden am Tag arbeiten zu müssen und bis morgends um sieben schlafen zu dürfen. Rückfälle bzw. renitente Pesonen eben wieder drei Monate durch den Dreck ziehen.
Alternativ dazu könnte man Arbeiten, die niemand gerne macht als "Druckmittel" gebrauchen. Kanäle reinigen, Feldarbeit oder andere Arbeit mit hoher körperlicher Belastung und/oder hohem Ekelpegel. Das ganze so lange, bis man sich entscheidet, eine Ausbildung zu beginnen bzw. zu arbeiten - bei Rückfall direkt wieder in das Arbeitskommando.
 
 
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michaelg
Alt 29.05.2007, 21:16   #8
Standard

Bist du noch ganz gesund?

Was für ein hirnkranker Unsinn, so etwas hält doch keiner Verfassungsprüfung stand. Einfach nur erbärmlich. Das scheitert sofort u.a. an Art. 11 und 12 GG und steht in keiner Verhältnismäßigkeit zum vermeintlichen Zweck zumal die vorgeschlagene Lösung auch völlig ungeignet ist.

Meine Güte und dann wird hier auch noch geschrieben "bis man sich entscheidet, eine Ausbildung zu beginne, bzw. zu arbeiten". Das würde selbst dann nicht funktionieren, wenn man diese Art von Zwang versuchen würde (zur Erinnerung: Ausbildungsplätze oder Arbeitsplätze können nur dann belegt werden, wenn diese vorhanden sind).

Ich glaub ich spinne. Dass so etwas scheinbar ernsthaft diskutiert, mehr noch geplant wird..., sorry aber wenn ich mir das versuche ernsthaft vorzustellen, fühlt es sich an, als explodiere etwas in meinem Kopf.

Meine Fresse, wo sind wir denn? Es sollte jedem klar sein, dass so ein Vorhaben in der Bundesrepublik ein nicht zu rechtfertigendes, sinnfreies freiheits- und somit menschenfeindliches Verbrechen wäre.
 
 
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mizue
Alt 29.05.2007, 21:24   #9
Standard

ich geh mal davon aus, dass der großteil der leute hier das alles eher ironisch, überzogen sarkastisch meint.

ich allerdings habe nicht ironisch gemeint, was ich geschrieben habe... solche ideen sind schwachsinn. was "junge erwachsene" brauchen ist motivation, etwas positives und nicht den hammer, der ständig drauf haut. die probleme sitzen oft tief, da nützt erpressung herzlich wenig, macht eher noch mehr kaputt.
 
 
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Anthroxx
Alt 31.05.2007, 14:59   #10
Standard

hmm ich seh das anders.
wenn man in jungen jahren nicht von sich aus motiviert ist, wann dann?
irgendwann hört es auch mal auf leuten den arsch nach zu tragen.

zwangsmaßnahmen werden in meinen augen aber auch nichts bringen.den meisten leuten muss man mit kürzungen in ihre tasche greifen, vielleicht kriegen sie dann den arsch hoch.
 
 
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Felicitas
Alt 31.05.2007, 15:10   #11
Standard

Zitat von mizue
was "junge erwachsene" brauchen ist motivation, etwas positives
und wie könntest dir das konkret vorstellen? ich mein wie motiviert man menschen die einfach nicht wollen? die kurz gesagt "keinen bock haben"?

kann man da von staatsseite aus motivieren, oder liegt das nicht eigentlich eher auf der seite der familie? liegt die verantwortung da nicht bei den eltern seinem kind gewisse werte zu vermitteln, es zu motivieren, ihm rückhalt zu geben?

und wie erklärt man eltern, die selber unmotiviert sind, aufgegeben haben oder vllt auch unwillig sind oder wirklich pech hatten, dass sie ein pflicht ihrem kind gegenüber haben es trotzdem zu einem motiviertem menschen zu erziehen? wie erklärt man das ganze auf türkisch?

was ich glaube beobachtet zu haben ist, dass kinder viel von ihren eltern übernehmen, dahingehend wie sie ihre berufliche zukunft gestalten. oft sieht man auch die entwicklung dass kinder "mehr wollen" als ihre eltern. aber woher kommt das dass jmd aus einer eher sozial schwachen familie, wo die elter kaum deutsch sprechen, keine ausbildung haben und sich mit gelegenheitsjobs durchbringen dann entscheidet doch eine ausbildung zu machen oder zu studieren (beispielsweise). wenn man herausfindet warum diese kinder motiviert sind, kann man vllt auch wege finden andere zu motivieren.

wie auch immer, zwang ist wohl wirklich nicht der richtige weg für langfristigen erfolg. wieviele gibt es jetzt schon die es einen scheiss dreck interessiert dass ihnen hartz4 gekürzt wird wenn sie nicht zu den terminen erscheinen und diverse tätigkeiten zur jobfindung nachweisen können? ich hatte damals ein gespräch mit meiner betreuerin vom sozialamt. sie hat auch bestätigt dass sie quasi machen können was sie wollen, wenn der einfluss der familie derart stark ist und dieser einfluss so aussieht dass er eben nicht in richtung motivation geht, sondern vllt in die richtung "kassier hartz 4 und arbeite schwarz nebenbei". was willst machen? wie sollen diese betreuer 15 jahre aufwärts versaute erziehung gut machen?

im ürbigen hab ich neulich mal einen bericht gesehen über diese bootcamps. da haben menschen gesprochen die drin waren, also nicht als wärter oder so, sondern eben als "häftling". die meisten von denen landen am ende dann doch wieder im knast. erfolg gibts wenn überhaupt nur kurzfristig oder selten. oftmals wächst die wut die sie in sich tragen während der wochen im bootcamp sogar.

was ich allerdings auch glaube ist, dass ein bisschen mehr disziplien zB in der schule keinem schaden kann. ich könnt jetzt lang und breit anfangen über vorteile des ddr schulssystems zu reden und dabei natürlich die nachteile vernachlässigen , aber es gab einige im prinzip gute sachen, die dem heutigen schulsystem ganz eindeutig fehlen.
 
 
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Grandylein
Alt 31.05.2007, 16:49   #12
Standard

Es wird einem doch jetzt freiwillig das Geld gekürzt, wenn wer Freiwillig nicht was von der ARGE animmt

Wieviel härter wollt ihr die denn noch bestrafen, unter 25j. kann bzw. konnte auch schon vorher alles gekürzt.

Neu is' nur die Zwangsstationierung, und das man mehr denn je eine billige Arbeitskraft ist. Mal sehen wo auf Bauernhöfen oder sonstigen dafür normale Jobs wegfallen wenn man Jugendliche hat, die das machen müssen.
 
 
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mizue
Alt 31.05.2007, 18:00   #13
Standard

@feli

die frage ist "warum haben diese menschen keinen bock?", erziehung geschieht nicht nur durch die familie, sondern natürlich auch durch das große ganze drumherum: umfeld. insofern würde ich nicht sagen, dass die alleinige "verantwortung" bei der familie liegt, aber klar... ein großer teil macht die familie aus und was sie einem mit auf den weg gibt. aber auch da ist die frage "wieso ist elternteil xy auf variable art und weise gestört?".

zum thema kinder und bildungsstätten als erziehende instanz: da muss ich an ein eigenes erlebnis aus meiner frühen schulzeit denken. eine lehrerin, die mich und meinen bruder aufgrund unserer herkunft (damit auch andere sitten) benachteiligt und minder wertgeschätzt hat, obwohl wir kein großartig "auffälliges", aggressives oder sonstwie wirklich destruktives verhalten an den tag gelegt haben. so etwas prägt z.b. auch, ja!

aber da geht's um kleine kinder... kommen wir zu den großen oder zu den volljährigen. da kann man nicht wirklich sagen, dass die verantwortung für ihr befinden und ihre art mit dingen umzugehen (<--- bitte fügen sie fachwort xyz ein) bei ihren eltern liegt. die verantwortung liegt bei jeder einzelnen person. ich kann nicht zu bla und blubb hingehen und ihnen sagen "also ich hab erkannt, was an euch falsch ist, ändert das doch bitte", wenn sie das selbst aus irgendeinem grund nicht wollen ...

konkrete ideen kann ich dir nicht liefern, weil jeder fall anders aussieht. aber grundsätzlich schwirren mir so wörter, wie förderung und vertrauen im kopf herum. (und viele mehr, aber ich bin zu faul zum denken) anstatt menschen in eine form zu pressen, sollte man anerkennen, dass jeder seine eigene, individuelle form hat (also auch du und ich und bla und blubb und viele mehr).

diese zwangsverordnungen sind mir unsympathisch, weil ich nicht sehe, wie da auf das individuum eingegangen wird, damit sich wirklich etwas verändert. das individuum lernt VIELLEICHT "aha - wenn ich bla mache, dann folgt folgende konsequenz, also tu ich es demnächst vielleicht eher nicht, ich will ja nicht, dass man mir wehtut".

viel wertvoller fände ich es, wenn das individuum einen willen entwickelt... eine motivation etwas an seinem zustand zu ändern. mit freude, einem positiven gefühl. konstruktiv sozusagen. und wichtig ist dabei - denke ich -, dass sich ein individuum, ein mensch egal welcher herkunft... sich mit sich selbst gut fühlt. selbstvertrauen, selbstbewusstsein usw. usf. und da kann auch jeder bei sich selbst anfangen, wenn er das will. steuern kann man das nicht. erzwingen ist da bequemer, weil es eher funktioniert und man das so mehr oder weniger kontrollieren kann. erwünschte veränderung on time, fastfood sozusagen. aber wie verträglich fastfood ist... nunja.

tbc eventuell, mir fehlt die lust, das nun weiter auszubauen.
 
 
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Jumpy
Alt 31.05.2007, 18:17   #14
Standard

Leider ist es so, dass die meisten Menschen erst reagieren wenn es denen ans Geld geht. Anscheinend ist bei vielen die Schmerzgrenze noch nicht erreicht.
LG
Jumpy

Geändert von Jumpy (31.05.2007 um 20:22 Uhr).
 
 
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Meister_Propper
Alt 31.05.2007, 19:27   #15
Standard

ich finds auch richtig das es den pennern mal an den kragen geht.

jo stimmt in der ddr gabs die nicht, aber da gabs auch keine bananen.
 
 
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fantamaus
Alt 31.05.2007, 19:42   #16
Standard

Wer weiss, ob es produktiv ist oder nicht. Aber ich finde es gut, dass erwerbslose im Prinzip zu etwas "gezwungen" werden. Ich kann ja auch nicht entscheiden, ob ich Sozialschmarotzern nun ihre Existenz finanzieren will oder nicht.
Ich finde es gut, dass es für Menschen, die sich bemühen, zu arbeiten, und einfach keinen Job finden, staatliche Unterstützung gibt, aber Menschen, die sich um überhaupt nichts bemühen und sich mit irgendwelchen Hasstiraden auf das kapitalistische System verteidigen, verdienen es nicht, in einem Staat wie dem unseren zu leben.
Wie ich schon einmal gesagt habe: Man sollte sie in irgend ein Drittweltland abschieben und dafür Menschen hierherholen, die willig sind zu arbeiten und sich ihre Existenz selber zu verdienen.

Was ich mich ebenfalls frage: Warum schaffen es fast alle Studenten, neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, ich zum Beispiel verdiene im Service mein Geld, während andere Menschen das Gefühl haben, es sei richtig, dass sie überhaupt nichts machen und sich vom Staat das Geld in den Arsch schieben lassen.
Das sind genau diese Menschen, die keinen blassen Schimmer haben, wie unser System funktioniert.
 
 
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OrionX
Alt 31.05.2007, 19:49   #17
Standard

Einen haken gibts da Fanta. Wie entscheidest du, ob jemand Bock hat oder nicht? Wenn jemand 3 mal 1 Stelle zum Spargelstechen (eine drecksarbeit) ablehnt, weil er Dipl. Ing. Physik ist, hat er dann keinen bock?

Ich sag ganz offen: Es bringt nichts wenn ein Jugendlicher eine Ausbildung machen MUSS zu der er keine Neigung hat. Dann ist er nicht gut in dem Job, dann ist er auch nich sozialproduktiv. Wirklich sozial ungerecht ist es, das du bei einer zweitausbildung, bei der du von deinen eltern getrennt wohnst, im schnitt weniger geld hast als ein Hartz IV empfänger, und auch keinen anspruch auf mehr hast. Egal ob du leistungen in der erstausbildung empfangen hast oder nicht. Und dieses "Schicksal" steht dann unter anderem den Jugendlichen bevor, die eine erstausbildung machen müssen zu der sie keine neigung haben.

Klar, Sozialschmarotzer müsste man wirklich an die arbeit kriegen, aber wie gesagt, wie entscheidest du wer einer ist und wer nicht? (assie mal ausgenommen)
 
 
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Krashok
Alt 31.05.2007, 19:59   #18
Standard

jo stimmt in der ddr gabs die nicht, aber da gabs auch keine bananen.
stimmt so gar nicht ..aber in der ddr wurde man auch mal weggesperrt wenn man gegen das system protestiert hat
 
 
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Bodo
Alt 31.05.2007, 21:00   #19
Standard

Ich hab das nich so ganz verstanden glaub ich. Die müssen sich da melden und dann da den Tag verbringen oder wie? Werden die denn da beschäftigt, also hamm die da Arbeit bzw. werden da geschult oder sowas? Oder wird denen einfach für die Zeit tagsüber vorgeschrieben wo sie sich aufzuhalten haben und das wars?
 
 
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David
Alt 05.06.2007, 01:27   #20
Standard

Vielleicht könnte man dann ja da den G8-Zaun recyclen.

Hartz4 ist doch eh bescheuert. Sanktionen über Sanktionen, statt den jungen Leuten wirklich zu helfen.

Ist ja allgemein bekannt dass die Ämter die Arbeitslosigkeit nur verwalten und nicht beseitigen.
Wie der Artikel schon besagt, das ganze hinzustellen ist absurd, bringt nichts und ist viel zu teuer.

Ich bin ja eigentlich pro Hartz 4 - 350€ im Monat reichen mir. Als Bafög-Bezieher krieg ich weniger.
 
 
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michaelg
Alt 05.06.2007, 01:50   #21
Standard

Zitat von fantamaus
Wer weiss, ob es produktiv ist oder nicht. Aber ich finde es gut, dass erwerbslose im Prinzip zu etwas "gezwungen" werden.
Sagt eigentlich irgendjemandem das Wort Zwangsarbeit noch etwas?
Ich finde die Diskussion um Sozialschmarotzer ohnehin immer gänzlich verlogen. Damit lässt sich immer gut gegen Sozialleistung argumentieren und dass Arbeit sich wieder lohnen muss etc, weil es ja so "ungerecht" ist, wenn jemand etwas bekommt, obwohl er nichts leistet.
Klar gibt es Sozialschmarotzer, aber wieviele? Und in welchem Maß schaden sie unserem Sozialsystem? Ab wann ist man Schmarotzer und nicht mehr Bedürftiger - reicht es schon langfristig erwerbslos zu sein (Hier wird ja auch so getan, als wenn es für jeden eine Arbeit gäbe), oder muss man absichtlich erwerbslos sein (Ein hochrangiges Recht auf diese Freiheit gibt es) oder erst wenn man auch noch trickst und den Sozialstaat so richtig ausnimmt ?

Mensch Leute, Arbeitslosengeld 2 ist doch kein Zuckerschlecken. Peinliche Vermögensoffenlegung, Fremdbestimmung der Wohnungsgröße etc. etc. Und außerdem sind mit dem Alg2 wesentliche Elemente eines Zwangssystems doch bereits umgesetzt (Fördern/Fordern, z.B. Sanktionen wie Leistungskürzungen).
Natürlich kennt jeder die Bilder von Heinz, 48, erwerbslos aus Bottrop-Kirchhellen, der gar nicht arbeiten will. Couch Sofa Bier Zigaretten - Das ist auch nicht schön.
Doch Langzeitsarbeitslose bekommt man meist nur wieder in schlechtere Arbeitsverhältnisse eingegliedert, wenn überhaupt. Wieviele, vor allem von den älteren Arbeitern, kommen denn da schon wieder raus aus der Hartz Geschichte?

Zitat von fantamaus
Was ich mich ebenfalls frage: Warum schaffen es fast alle Studenten, neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, ich zum Beispiel verdiene im Service mein Geld, während andere Menschen das Gefühl haben, es sei richtig, dass sie überhaupt nichts machen und sich vom Staat das Geld in den Arsch schieben lassen.
Das sind genau diese Menschen, die keinen blassen Schimmer haben, wie unser System funktioniert.
Gegenfrage, warum studieren diese Stunden, die nebenbei noch arbeiten in der Regel länger, als die die es nicht tun? Natürlich ist es richtig, nichts daneben zu machen. Sie machen ja nicht nichts, sondern studieren (oder eben nicht).
 
 
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Felicitas
Alt 05.06.2007, 10:05   #22
Standard

manch einer kann sich das studium ohne nebenbei zu arbeiten aber nicht leisten. btw. bin ich atm zum beispiel schon rein theoretisch UNTER meiner regelstudienzeit (weil zwischenprüfung 1-2 semester vor dem soll), trotz arbeit nebenbei.
 
 
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Ephestia
Alt 05.06.2007, 10:18   #23
Standard

Irgendwie finde ich es ein wenig vermessen, alle über einen Kamm zu scheren. Klar gibt es Sozialschmarotzer und Leute, die überhaupt keinen Bock haben irgendwas zu machen, aber ich behaupte, das ist eine Minderheit.
fantamaus, ich glaube, du hast noch nicht wirklich viel mitbekommen von der Knappheit der Arbeitsplätze, schließlich steckst du noch im Studium. Aber ich habe es bei vielen Freunden mitbekommen: Gutes Studium, tolle Ausbildung, beste Kontakte und trotzdem kein Job, weil keine Stelle frei ist.
Und hättest du Lust, nach deinem Studium putzen zu gehen, weil in deiner Berufssparte keine Jobs angeboten werden? Klar ist man frustriert, wenn keine Perspektiven und Alternativen geboten werden und ich finde es ein wenig engstirnig, alle als unwillig hinzustellen.
(Kirchhellen ist eigentlich ne recht gute Wohngegend, nehmt doch für Vergleiche lieber Gelsenkirchen-Horst )

feli, das ist schön, dass du das so hinbekommst. Aber ich denke michaelg wollte eher die Tatsache kritisieren, dass man überhaupt nebenher arbeiten muss, um sich sein Studium zu finanzieren!

Geändert von Felicitas (05.06.2007 um 10:28 Uhr).
 
 
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Felicitas
Alt 05.06.2007, 10:29   #24
Standard

ka. _so_ hab ich ihn nicht verstanden. eher dass man ja nur neben dem studium arbeitet um sich n bissl mehr luxus zu gönnen und das ja auch sein lassen könnte.

man MUSS nicht nebenher arbeiten, man kann auch so nen klasse bildungskredit aufnehmen
 
 
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Ghelli
Alt 05.06.2007, 10:41   #25
Standard

Zitat von El Sparko
ja von der guten ddr können wir wohl noch viel lernen.
Dann zieh dir doch "Deine" Mauer wieder hoch.
Total lächerlich.
 
 
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