Eigentlich ist die Intention hinter der Einfuehrung des Bachelors,
deutsche Studienabschluesse mit internationalen (insbesondere USA)
kompatibel zu machen.
Der Bachelor im US-System ist ein vierjaehriger Studiengang, der an die
High School anschliesst. Ein High-School-Abscluss wird nach zwoelf
Jahren erreicht (im Unterschied zu i.a. 13 in Deutschland), und den
einjaehrigen Unterschied merkt man auch. Demzufolge werden hier auf den
Universitaeten in den ersten 1-2 Jahren auch Inhalte unterrichtet, die
man in Deutschland auf dem Gymnasium findet, was etwa ein Jahr vom
eigentlichen Studium abschoepft. Bleiben drei Jahre.
Ein Bachelor ist effektiv also in etwa Vordiplom plus ein Jahr
Hauptstudium (siehe auch die informelle Uebereinkunft zwischen
Deutschland und den USA, die irgendwo auf
http://www.daad.de/
rumschwirrt).
Was bringt uns nun der Bachelor?
* Erst mal mehr internationale Studenten, die an einem Abschluss
interessiert sind, den man auch sonstwo in der Welt versteht. Das ist
eine schlichte Notwendigkeit, um mit anderen Industrienationen
konkurrieren zu koennen. Gegenwaertig ziehen die USA die Masse aller
qualifizierten Studenten aus dem Ausland an (mit Abstand).
* Zweitens erlaubt er deutschen Studenten, ohne grosse Probleme zum
Beispiel zu einem Masters-Studiengang in den USA ueberzuwechseln. Das
ist auch so schon genug Papierkrieg, ohne dass man erst irgendwelche
Aequivalenz von Studieninhalten nachweisen muss.
Der Bachelor ist in Deutschland ein berufsqualifizierender Abschluss und
liegt unterhalb des FH-Abschlusses.
Der Masters entspricht in etwa dem Dip.-Ing./Inf. (wobei deutsche Unis
den Masters etwas unterhalb sehen).
Aber: bei allem hängt der Wert des Bachelor/Master immer von der
Akkreditierung ab.