darf ein mädchen auch was dazu sagen?
also, die ganze burschenschaftsgeschichte wie man sie heute kennt geht zurück auf die urburschenschaft welche sich da anno 1815 in jena zusammenschloss. ursprüngliches anliegen der burschenschaften war demokratie und die einheit deutschlands.
die farben der burschenschaften waren schwarz - rot - gold - na wem kommts bekannt vor?
lasst mich nicht lügen, aber ich glaub 1819 rum zerbrach dann die urburschenschaft in die noch heute bestehenden burschenschaften teutonia, armenia und germania und kurz darauf verbündeten sich wieder verschiedene corps. blubb. egal soweit.
es gibt eigentlich nur einen schwarzen fleck in der geschichte der burschenschaften und das ist, dass viele burschenschaften sich im 3. reich den nazis anschlossen. nicht alle freilich, viele waren auch widerstandskämpfer, aber immerhin einige.
heute sind burschenaften nicht mehr wirklich von bedeutung. ich kenne persönlich einige burschenschaftler, welche der oben genannten germania angehören. das was dort heute fabriziert wird ist eigentlich ziemlich niveaulos:
elitäres gehabe durch seitenscheitel und stets mit jacket und schal gekleidet. große geheimnistuerei und wichtigteuerei. letztendlich machen die aber nur noch eines: saufen. ungelogen. es gibt ein gebäude in jena das "gehört" einer burschenschaft und am wochenende siehst du die typen nur besoffen auf dem balkon stehen und rumgröhlen. auch lassen sich rechte tendenzen mehr oder weniger deutlich bei den einzelnen erkennen.
hier in erlangen habe ich schon einige burschenschaftsgebäude von außen gesehen, aber ansonsten bekommt man nicht viel mit.
ich muss ehrlich sagen dass ich keinen einzigen kenne der durch seinen beitritt bei einer burschenschaft an sympathie gewonnen hat. eigentlich ist das nur ein großer versoffener arroganter haufen zumeist bestehend aus jura und bwl studenten.