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Ankündigungen im Forum : Karriere und Bildung
01.12.2007 bis 01.12.2030
PP Team
01.12.2007, 01:00  
Karriere Tipp - Teil 1: Die Bewerbung

1. Bewerbungsschreiben

Ich hatte jetzt vor kurzem noch mal ein Gespräch mit einem netten jungen Herren, der einen Rat bezüglich seines Bewerbungsschreiben begehrte.

Die Art wie ich ihm sein Schreiben zerpflückt habe gefiel ihm nicht so ganz. Der Grund warum ich es getan habe lag daran, dass da einfach zu viele „Floskeln“ verwendet wurden und das ist immer wieder ein großes Manko !

Die Zusammenstellung einer Bewerbung beginnt mit dem Entwurf eines individuellen (nicht so ein gepastetes Etwas was jeder benutzt ) Anschreibens, denn der erste Eindruck zählt. Wer sich gründlich informiert, hat es leichter, das Anschreiben mit einem auf das Unternehmen zugeschnittenen Einstieg zu beginnen: „Ihr Unternehmen ist eines der erfolgreichsten in der ….. Branche. Es steht für Flexibilität, Wachstum und Kundenorientierung.“ Damit könnte man eher Aufmerksamkeit erzeugen als mit der Standardfloskel „Ich interessiere mich für die …. Branche“ gelingt so was nicht, dann sollte es so gehen: „um Ihre Marktstellung auch weiterhin ausbauen zu können, benötigen Sie engagierte und flexible Mitarbeiter. Deshalb bewerbe ich mich um einen Ausbildungsplatz etc…. / die ausgeschriebene Position, wie auch immer Das Anschreiben sollte nicht mehr als eine Seite lang sein und niemals auf der Rückseite fortgesetzt werden (Todsünde). So eine Faustregel die immer mal zur Erwähnung kommt ist: so viele Informationen wie nötig aber so knapp wie möglich.

Absolut Chancenlos sind kopierte Anschreiben mit eingesetzten Anreden und Anschriften, ein guter Personalchef sieht das an diversen Kleinigkeiten, wie z.B. Zeilenabstand, Schriftgrösse etc. Positiv empfunden wird immer ein höflicher und sachlicher Stil. Eine Begründung für das Interesse an einer Ausbildung/Arbeitsplatz in genau diesem Unternehmen sollte nicht fehlen.

Was ich immer wieder zu sehen bekommen und verstehe nicht warum das so oft praktiziert wird, ist diese unterwürfige Endung wie: Ich würde mich freuen, wenn….. (laber net, entweder du freust dich oder nicht , sondern „Ich freue mich über Ihre Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.“

2. Der Lebenslauf
Chronologisch von oben nach unten oder umgedreht?

Das ist auch so ein Streitpunkt ! Da man von links nach rechts liesst (deutsch ) und von ober nach unten, es auch erwiesen ist, dass die letzten 30 % (oder auch weniger) vom gelesenen im Gedächnis haften bleiben, ist die Antwort eigentlich klar wenn man als Personalchef weis worauf man Wert legt. Ist es dem/der Personalchef/in wichtiger zu wissen was hat er/sie gelernt oder die letzte aktuelle Situation des Bewerbers.
Ich für mich kann nur sagen, dass die letzte bzw. gegenwärtige Situation oder Tätigkeit für mich interessanter ist als der schulische Werdegang.
Viele sind auch der Meinung, wenn sie das "Bonbon" am anfang packen dann hätte man einen Vorteil. Ich sehe das anders, wenn der "Bonbon" weg ist, bleibt nur noch Langeweile.

3. Hobby
Hobbies mit in die Bewerbung aufnehmen macht wirklich nur Sinn, wenn ein Bezug zur zukünftigen Tätigkeit besteht.

z.B. Autos = KFZ -Mechtroniker, Kampfsport = Bodyguard, Mathematik = Buchhalter, Schwimmen = Bademeister etc.

Ansonnsten nur ein Lückenfüller auf dem Lebenslauf !

4. Eltern und Geschwister
Soll man die Tätigkeiten der Eltern und Geschwister mit in die Bewerbung schreiben?

Das hat sich im laufe der Zeit tatsächlich so eingebürgert. Über den Sinn kann man sich sicherlich streiten. Auch Personalchefs haben oft dieses Schubladendenken. So nach dem Schema, wer aus einem "gutem Hause" kommt hat auch eine entsprechende Erziehung genossen und ist u.U disziplinierter etc. pp. Man muss abwägen, auch hier kann natürlich der Schuss nach hinten losgehen. Ich hatte mal ein Chef, wenn der zu Beispiel gelesen hat, dass der Papa oder die Mama Beamten waren, hat der grundsätzlich gesagt: "lass die Finger von dem" der muss das Arbeiten noch erfinden , oder der Vater bei der Bundeswehr, dann : "ders gut, der kennt den Befehlston" ! Ich denke, man kann es nicht verallgemeinern, es kommt drauf an, für was man sich wo bewirbt.<br><br>
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Mit freundlichen Grüßen<br><br>

euer Postplanet Team<br><br>

Solltet ihr Fragen haben, wendet euch einfach an den jeweiligen Mitarbeiter. Welcher Mod für welchen Bereich zuständig ist könnt ihr hier herausfinden: Übersicht Forum-Mitarbeiter
 
 
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30.11.2007 bis 30.11.2030
PP Team
30.11.2007, 01:00  
Code der Zeugnissprache

§61 Bundesangestelltentarif (BAT)

(1) Bei Kündigung hat der Angestellte Anspruch auf unverzügliche Ausstellung eines vorläufigen Zeugnisses über die Art und Dauer seiner Tätigkeit. Dieses Zeugnis ist bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses sofort gegen ein endgültiges Zeugnis auszutauschen, das sich auf Antrag auch auf Führung und Leistung bezieht.

(2) Der Angestellte ist berechtigt aus triftigen Gründen auch während des Arbeitsverhältnisses ein Zeugnis zu verlangen(Zwischenzeugnis).

 

Das Zeugnis muss so formuliert sein, dass dem Beurteilten kein unverschuldeter Nachteil entsteht. Da Arbeitgeber dennoch eine Möglichkeit haben wollen eine tatsächliche Beurteilung zu erhalten, gibt es verschiede Zeugnis Codes, die man kennen sollte. Nicht selten werden Uneinigkeiten bzgl. der Beurteilung zwischen Arbeitgeber und Ex-Arbeitnehmer bis zum Arbeitsgericht getragen. Dennoch muss nicht jede Wortwahl gleich Absicht sein, oftmals wissen die Arbeitgeber selbst nicht um solche doppeldeutigen Codes und man sollte erst versuchen zu reden bevor man zum Anwalt geht.

 

Note Arbeitsleistung Arbeitsweise Verhalten Schlussformel
Sehr gut (1) Die Arbeiten wurden stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. Die Aufgaben wurden stets mit äußerster Sorgfalt und größter Genauigkeit erledigt. Das Verhalten zu Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets vorbildlich. Wir bedauern das Ausscheiden sehr und bedanken uns für die stets sehr guten Leistungen.
Gut (2) Die Arbeiten wurden zu unserer vollsten/ stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. Die Aufgaben wurden stets mit großer Sorgfalt und Genauigkeit erledigt. Das Verhalten zu Vorgesetzten und Mitarbeitern war vorbildlich. Wir bedauern das Ausscheiden und bedanken uns für sehr gute Leistungen.
Befriedigend (3) Die Arbeiten wurden zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. Die Aufgaben wurden stets mit Sorgfalt und Genauigkeit erledigt. Das Verhalten zu Vorgesetzten und Mitarbeitern war gut. Wir bedauern das Ausscheiden und danken für gute Leistungen.
Ausreichend (4) Die Arbeiten wurden zu unserer Zufriedenheit erledigt. Die Aufgaben wurden mit Sorgfalt und Genauigkeit erledigt. Das Verhalten zu Vorgesetzten und Mitarbeitern gab zu Beanstandungen keinen Anlass. Wir danken für die Mitarbeit.
Mangelhaft (5) Die Arbeiten wurden im großen und ganzen zu unserer Zufriedenheit erledigt. Die Aufgaben wurden im allgemeinen mit Sorgfalt und Genauigkeit erledigt. Das Verhalten war insgesamt angemessen. Wir danken für das Streben nach guten Leistungen.
Ungenügend (6) Er/Sie hat sich bemüht, die Arbeit zu unserer Zufriedenheit zu erledigen. Er/Sie bemühte sich, die Aufgaben sorgfältig zu erledigen. Er/Sie bemühte sich um ein gutes Verhältnis zu Vorgesetzten und Kollegen. Wir danken bei dieser Gelegenheit.

Quelle: FINANZtest 4/97, S.70

 

 

Geschrieben... Gemeint...
Er/Sie hat die ihm/ihr übertragenen Arbeiten zu unserer vollsten/äußersten Zufriedenheit ausgeführt. sehr gute Leistung
... hat die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. gute Leistung
... stets zu unserer Zufriedenheit... befriedigende Leistung
... zu unserer Zufriedenheit... ausreichende Leistung
... im großen und ganzen zu unserer Zufriedenheit... mangelhafte Leistung
... hat sich bemüht, Aufgaben zu unserer Zufriedenheit auszuführen... ungenügende Leistung
... hat unseren Erwartungen entsprochen... schlecht
... hat selbstständig und ideenreich gearbeitet... gut
... hat alle Aufgaben ordnungsgemäß erledigt... arbeitet ohne Eigeninitiative
... hat stets in jeder Hinsicht und in allerbester Weise entsprochen... sehr gute Beurteilung
... im Kollegenkreis galt er als toleranter und engagierter Mitarbeiter... für die Vorgesetzten ein schwerer Brocken
Er/Sie war immer mit Interesse bei der Arbeit. Man kann ihn/sie brauchen, aber nicht viel erwarten.
Er/Sie zeigte für seine/ihre Arbeit Verständnis faul
Durch seine/ihre Geselligkeit trug er/sie immer wieder zur Verbesserung des Betriebsklimas bei. neigt zu Alkoholgenuß
Für die Belange der Belegschaft bewies er/sie stets großes Einfühlungsvermögen. sucht Sexkontakte mit Kollegen/innen
Mit seinen Vorgesetzten ist er/sie immer gut ausgekommen. passt sich allen Anweisungen an.
Wir haben uns in (gegenseitigem) Einvernehmen getrennt. ihm/ihr wurde gekündigt. (ohne "gegenseitig" = fristlos)
Wir wünschen ihm/ihr für den weiteren Berufsweg alles Gute. er/sie war gut
Wir bedauern sein/ihr Ausscheiden und wünschen ihm/ihr für alle weiteren beruflichen Entscheidungen das Beste. sehr guter Mitarbeiter

(nach H.G. Dachrodt, a.a.O.)



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Mit freundlichen Grüßen

euer Postplanet Team

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30.11.2007 bis 30.11.2030
PP Team
30.11.2007, 01:00  
Karriere Tipp - Teil 2: Das Vorstellungsgespräch

Vorwort
1. Sinn und Ziel eines Vorstellungsgesprächs
2. Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch
2.1 Kleidung und Äußeres
2.2. Unterlagen und Materialien zum Mitbringen
2.3. Pünktlichkeit
2.4. Informationsstand überprüfen
2.5. Ganz kurz vor dem Gespräch
3. Verhalten während des Vorstellungsgesprächs
4. Fragen zum Vorstellungsgespräch
4.1. Fragen zu deinem Wissensstand
4.2. Fragen zu deiner Persönlichkeit
4.3. Fragen zur Wahl des Unternehmens
4.4. Weitere Beispiele für Fragen, die einem Bewerber um eine Ausbildungsstelle gerne gestellt werden
4.5. Welche Fragen darf der Arbeitgeber Dir stellen und welche nicht?
4.6. Fragen, die Du stellen kannst

Vorwort
Nach dem Abschicken der Bewerbungsunterlagen beginnt die Zeit des Bangens und Hoffens sowie das aufgeregte tägliche Durchsuchen der Post nach Antworten Reaktionen der Unternehmen. Dann liegt sie endlich da im Briefkasten – die erste Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

Viele reagieren erst mit einem Freudenschrei, dann aber schnell mit Aufregung und wachsender Panik. „Was soll ich nur anziehen?", "Was werden die mich denn alles fragen?", "Wie läuft denn so ein Vorstellungsgespräch überhaupt ab?

Die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch beweist immerhin, dass das Unternehmen wirklich Interesse an DIR hat. Die erste Hürde der schriftlichen Bewerbung hast du also erfolgreich gemeistert. Jetzt kommt es darauf an, dass du dich auf die nächste Hürde – das Vorstellungsgespräch – gut vorbereitest. Und zwar sowohl mental als auch inhaltlich. Mit der Einladung hast Du die angestrebte Stelle nämlich noch lange nicht „in der Tasche“ – jetzt musst Du dich in einem ernsthaften Konkurrenzkampf gegen die besten Mitbewerber durchsetzen!

1. Sinn und Ziel eines Vorstellungsgesprächs
Der Gesprächspartner auf der Arbeitgeberseite will den richtigen Mitarbeiter für die zu besetzende (Ausbildungs-) Stelle finden, die aufgrund deines Könnens, deiner Motivation und deiner Teamfähigkeiten in das Unternehmen und auf die Stelle passen kann. Er muss zu diesem Zweck die fachliche und persönliche Qualifikation der Bewerber herausfinden und beurteilen. Grundinformationen zu deiner fachlichen Qualifikation hat er schon aus deinen Bewerbungsunterlagen erhalten und anscheinend für gut oder zumindest ausreichend befunden. Im Vorstellungsgespräch wird vorwiegend der persönliche Eindruck, den du machst im Vordergrund stehen.

Du hast natürlich auch ein Ziel: Du willst noch einmal im persönlichen Kontakt endgültig für dich klären, ob du die (Ausbildungs-)Stelle bei diesem Unternehmen wirklich haben willst (z.B. ob du fair und menschlich behandelt wirst und das Gefühl hast, bestens auf den späteren Beruf vorbereitet zu werden). Und wenn Du das mit einem klaren „Ja!“ beantworten kannst, dann willst Du, dass dein Gesprächspartner auf Arbeitgeberseite so von Dir beeindruckt ist, dass er Dir die Stelle anbietet.

2. Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch
Auch wenn Du ein ganz spontaner Typ bist solltest Du in ein Vorstellungsgespräch nicht einfach ohne Vorüberlegungen „hineinspringen“ und dich darauf verlassen, dass schon alles gut laufen wird. Zu einigen wichtigen Punkten musst Du Vorüberlegungen anstellen:

2.1 Kleidung und Äußeres
Der erste Eindruck, den Dein Gegenüber von Dir gewinnt ist enorm wichtig. Auch von Deiner Kleidung werden Rückschlüsse gezogen, wie Du dich in der Arbeit verhalten würdest. Solltest Grundsätzlich bei dem Vorstellungsgespräch Kleidung tragen, die dem Beruf und der Branche angepasst ist - im Zweifelsfall eher etwas konservativer als zu leger. Bei einer Bank sind nach wie vor Anzug und Krawatte angesagt, bei einer Werbeagentur darf es auch ein wenig farbenfroher und modisch-ausgeflippter sein. Die Kleidung muss sauber und ordentlich sein, die Schuhe müssen frisch geputzt sein (Portiers und Personalchefs sind dafür bekannt, dass sie immer einen Blick auf die Schuhe werfen). Freizeitkleidung wie ausgebleichte Jeans oder Turnschuhe werden Dich als Person wirken lassen, als ob Du den Job nicht besonders ernst nimmst und können Dir sofort Minuspunkte einbringen.
Mütze abnehmen, möglichst keine Sportschuhe anziehen und die Augen nicht hinter einer Sonnenbrille verstecken! Dafür aber ruhig mal ein Rock, Krawatte, Sakko - seriös und schick anziehen!
Junge Frauen sollten ihre körperlichen Reize nicht zu offen zur Schau stellen – also kein bauchfreies Top, keine durchsichtige Bluse ohne BH darunter und kein Minirock, der 30 cm über den Knien endet!
Viele Personalfachleute – ob weiblich oder männlich - reagieren darauf ablehnend.
Frisch gewaschene Haare und saubere Fingernägel sollten eine Selbstverständlichkeit sein – in jedem Beruf! Mit Make-Up und Schmuck lieber dezent und sparsam umgehen als zu dick aufzutragen. Auf Piercings im Gesicht reagieren übrigens auch recht viele Personalfachleute eher allergisch.

2.2. Unterlagen und Materialien zum Mitbringen
Überlege und stelle frühzeitig zusammen, was Du alles zum Gespräch mitnehmen willest. Hier eine kleine Checkliste, die Du beliebig ergänzen Kannst:

[ ] Einladungsschreiben zum Vorstellungsgespräch
[ ] Telefonnummer des Personalbüros und Name des Ansprechpartners falls Du von unterwegs anrufen müssen (Unfall, Stau usw.)
[ ] Kopien Deiner Bewerbungsunterlagen
[ ] Liste Deiner Fragen an die Firma
[ ] Evtl. (geforderte) Arbeitsproben (Zeichnungen, Fotos u.ä.)
[ ] Notizblock und Kugelschreiber
[ ] ...
[ ] ...

2.3. Pünktlichkeit
Pünktlichkeit ist nicht nur die Höflichkeit der Könige, sondern ein absolutes MUSS bei einem Vorstellungsgespräch! Es gibt kaum eine Entschuldigung bzw. Ausrede für ein „Zuspätkommen“, die voll akzeptiert wird. Entweder startest Du schon mit einem dicken Minuspunkt behaftet in das eigentliche Gespräch oder musst u.U gleich wieder auf dem Absatz umkehren, weil ein anderer Bewerber dran ist und die Firma ihren straffen Zeitplan einhalten will.
  • Evtl. den Wecker stellen, um nur ja nicht zu verschlafen
  • Check die Verkehrsverbindung und kalkuliere großzügig, wie lange du bis zu dem Unternehmen brauchen wirst. Baue eine Pufferzeit für Unvorhergesehenes dazu (Stau, Verspätungen der öffentlichen Verkehrsmittel usw.)
  • Nimm Dir vor, mindestens eine viertel Stunde vor dem Termin bei der Firma einzutreffen. Abgehetzt, nassgeschwitzt, zerzaust und völlig außer Atem in letzter Sekunde noch pünktlich einzutreffen macht auch nicht gerade den besten Eindruck und ist für einen selbst auch schrecklich stressig.
  • Im Notfall, wenn Du trotz aller Zeitpuffer nicht pünktlich sein kannst (Autopanne, Unfall u.ä.), unbedingt bei der Firma anrufen!


2.4. Informationsstand überprüfen (und notfalls verbessern)
Du bewirbst dich für einen bestimmten Beruf in einem bestimmten Unternehmen. Sowohl mit dem Beruf, als auch mit dem Unternehmen sollten Du dich gedanklich intensiv auseinandergesetzt haben und im Vorstellungsgespräch schlüssig und glaubhaft rüberbringen können, warum Du dich für diesen Beruf (diese Position) in genau dieser Firma interessieren und für geeignet hältst.
Stell Dich vor einen Spiegel und sage Dir laut die Gründe vor, warum Du dich für diesen Beruf entschieden hast, gerade solche anliegenden Aufgaben besonders interessant findest und gerade dieses Unternehmen für dich attraktiv findest. Begründe es auch, warum Du dich für den Beruf / die Position für besonders gut geeignet hältst und warum sich die Firma für Dich entscheiden soll.
Falls Dir nicht genug (oder gar keine) Argumente zu einem oder sogar mehreren dieser Punkte einfallen, ist das ein deutliches Anzeichen dafür, dass Du deinen Informationsstand über den Beruf, die eigene Person oder das Unternehmen noch einmal verbessern müsstest bevor Du dich in ein Vorstellungsgespräch stürzt.
Ziel der inhaltlichen Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch ist es, einerseits auf die möglichen Fragen Deines Gesprächspartners befriedigend antworten zu können, andererseits aber auch selbst für Dich wichtige Fragen stellen zu können. Du solltest dir unbedingt eine Liste mit Fragen erarbeiten, die Du selbst stellen möchtest.
Es kann sehr hilfreich sein, wenn Du einige Situationen oder auch ganze Vorstellungsgespräche in einer Art Rollenspiel vorab ausprobierst und dich von den Mitspielern oder Zuschauern eine Rückmeldung geben lässt. Viele Lehrer üben das mit ihren Schülern - die Berufsberatung und etliche andere Institutionen und sogar Firmen (vor allem Banken und Sozialversicherungen) bieten auch immer wieder Bewerbungsseminare an.

Du solltest dadurch nicht zu einem Schauspieler werden, der seinen Text auswendig lernt. Du kannst dabei sehr gut lernen, schlimme grundsätzliche Fehler zu vermeiden und mehr Ruhe und Sicherheit für die Ernstsituation eines echten Vorstellungsgesprächs zu erwerben.

2.5. Ganz kurz vor dem Gespräch
Du bist (pünktlich) bei dem Unternehmen angekommen. Kontrolliere (im Waschraum der Toilette) noch einmal dein Aussehen (und nimm spätestens jetzt den Kaugummi aus dem Mund).
Am Empfang und/oder im Vorzimmer zeigst Du freundlich dein Einladungsschreiben. Falls Du noch warten musst, dann mach es geduldig. Nerven die Sekretärin nicht – sie könnte sich sonst beim Chef über Dich beschweren!

3. Verhalten während des Vorstellungsgesprächs
Auch Personalfachleute sind nur Menschen – sie verlassen sich bei der Beurteilung eines Bewerbers auf alle möglichen Arten von Signalen und Informationen die sie erhalten und beobachten. Neben berufsrelevanten Informationen werden auch das Aussehen, die Körpersprache und die Ausstrahlung des Bewerbers bei der Beurteilung in der Regel berücksichtigt.
Gib dich möglichst natürlich und verstellen dich nicht. Halte dich aber unbedingt an die üblichen Höflichkeitsregeln, die für ein erstes (geschäftliches) Gespräch zwischen Menschen gelten. Auf einige Dinge solltest Du besonders achten:

  • Selbstbewusst anklopfen (weder an die Tür hämmern, noch so leise klopfen, dass es innen kaum gehört werden kann).
  • Erst nach Aufforderung den Raum betreten.
  • Stellen dich mit Deinem vollen Namen vor (Hans Mustermann).
  • Händedruck: nicht aufdrängen, wenn Dir nicht die Hand entgegengestreckt wird. Nicht jeder Mensch gibt gerne die Hand – vor allem nicht aufgeregten Bewerbern, deren Hand vielleicht schweißnass oder eiskalt vor lauter Nervosität ist. Streckt man Dir die Hand entgegen, solltest Du mit einem kräftigen Händedruck reagieren. Nicht übertreiben und die Hand gleich zerquetschen! Aber auch nicht zu lasch und schlapp –das wird leicht als Willensschwäche und Labilität ausgelegt!
  • Nimm erst nach Aufforderung durch deinen Gesprächspartner Platz.
  • Achte bei der Vorstellung auf den Namen deines Gesprächspartners und präge ihn dir ein. Falls du den Namen nicht verstanden haben, frag sofort nach. Im Laufe des Gespräches solltest du dein Gegenüber dann mehrmals mit seinem Namen korrekt ansprechen (das ist eine persönliche Bestätigung und Rhetorisch gewandt).
  • Eine evtl. angebotene Zigarette solltest du lieber höflich ablehnen – auch unter Stress nicht vom Nikotin abhängig zu sein, kommt gut rüber. Auf gar keinen Fall solltest du von dir aus fragen, ob du rauchen darfst oder sogar ungefragt eine anzünden!
  • Ein angebotenes (alkoholfreies!) Getränk dagegen kannst du ohne Zögern annehmen.
  • Deine Sitzhaltung sollte entspannt sein – weder zu steif noch zu lässig. Ruhig auf der gesamten Sitzfläche sitzen – nicht auf der äußersten Kante sitzen oder gar mit dem Stuhl wippen!
  • Vermeide auch zu starkes Zurücklehnen und das Verschränken der Arme (Abwehrhaltung)
  • Unsicherheitsgesten wirken ähnlich ungünstig: nicht unruhig auf dem Sitz herumrutschen, nicht mit den Fingern im Gesicht herumfummeln oder am Hinterkopf kratzen!
  • Während des Gespräches viel Blickkontakt mit deinem Gesprächspartner halten. Häufiges Wegschauen signalisiert Desinteresse und wirkt ausweichend. Den Blick ständig auf den Boden oder den eigenen Schoß richten wirkt verschlossen und gehemmt. Aber verfalle auch nicht in ein aufdringliches Anstarren.
  • Als Bewerber solltest Du nicht versuchen, den Gesprächsablauf zu dominieren. Lass es ruhig von Deinem Gegenüber führen.
  • Sei während des gesamten Gesprächs aufmerksam und freundlich.
  • Lass erkennen, dass Du gut zuhören und genau verstehst, was im Gesprächsverlauf gesagt wird. Wenn Du etwas nicht verstanden hast, frag höflich nach. Dein Gegenüber soll nie den Eindruck haben, dass er/sie an Dir vorbeiredet.
  • Sprich weder zu schnell, noch zu langsam (bei Aufregung verhaspelt man sich leicht und zieht das Sprechtempo zu stark an).
  • Versuch sachlich zu bleiben (keine übertriebenen Gefühlsausbrüche) und Deine Sprache zu kontrollieren - meide Szenesprache, Kraftausdrücke und Fremdwörter, deren Bedeutung Du nicht genau kennst.


4. Fragen zum Vorstellungsgespräch
Der zeitliche Rahmen kann recht unterschiedlich sein. Je nach Unternehmen und Position liegt die Spannweite etwa zwischen 20 und 90 Minuten. Um herauszufinden, wie gut Du für die zu besetzende Stelle geeignet bist, wird Dir dein Gesprächspartner über weite Teile des Vorstellungsgesprächs Fragen stellen. Dein Gegenüber übernimmt also vorwiegend die Gesprächsführung, der Du dich ruhig anvertrauen solltest.
Meistens werden Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen gestellt:
Fragen zu Lebenslauf, Schulbildung und Berufspraxis Lücken im Lebenslauf werden ebenso gerne hinterfragt wie das Zustandekommen von Noten im Zeugnis, Lieblingsfächer und die Entwicklung der schulischen Leistungen in den letzten zwei oder drei Jahren. Du wirst aufgefordert, mehr über Deine Hobbys und Freizeitinteressen zu erzählen und ebenso über Nebenjobs oder Praktika, die du eventuell neben der Schule gemacht hast.

4.1. Fragen zu deinem Wissensstand
Wenn ein Unternehmen mehr über deine Allgemeinbildung oder Fachwissen erfahren will, als den Zeugnissen zu entnehmen ist, kann man sowas auch vorab in einem entsprechenden Test oder auch Assessment-Center abprüfen. Aber auch in einem Vorstellungsgespräch können Wissensfragen gestellt werden. Gerade Banken, Sozialversicherungen und Behörden checken gerne das Interesse an Politik und Wirtschaft ab. Vor Bewerbungsgesprächen mit solchen Unternehmen sollten Du unbedingt regelmäßig den politischen und wirtschaftlichen Teil einer (guten) Tageszeitung lesen und täglich Nachrichtensendungen verfolgen, um dich über aktuelle Probleme und Entwicklungen auf dem laufenden zu halten.

4.2. Fragen zu deiner Persönlichkeit
  • In welchem Bereich siehst Du deine besonderen Fähigkeiten?
  • Welche Aufgaben bereiten Dir Schwierigkeiten?
  • Wo siehst Du deine Stärken und wo deine Schwächen?
  • Versuche dich selbst zu beschreiben
  • Wie stehst Du zum Thema Pünktlichkeit / Ehrlichkeit / Fleiß?


4.3. Fragen zur Wahl des Unternehmens
  • Welche Vorstellungen hast Du von einer Ausbildung/Stelle in unserem Hause?
  • Wie hast Du erfahren, dass in unserem Unternehmen eine Stelle zu besetzen ist?
  • Was schätzt Du an unserem Unternehmen besonders?
  • Versuchen Sie bitte, das Unternehmen zu beschreiben, in dem Sie am liebsten arbeiten würden.


4.4. Weitere Beispiele für Fragen, die einem Bewerber um eine Ausbildungsstelle gerne gestellt werden
  • Sind Sie gerne zur Schule gegangen?
  • Wie sind Sie mit den Lehrern ausgekommen?
  • Und wie mit Ihren Mitschülern?
  • Welche Fächer haben Ihnen besonders gut bzw. schlecht gelegen? Und warum?
  • Sind Sie mit dem Zeugnis zufrieden bzw. in welchen Fächern wären Sie gern besser?
  • Warum haben Sie die Schule vorzeitig verlassen?
  • Warum wollen Sie nicht studieren?
  • Warum gerade dieser Beruf?
  • Wie lange ist das schon Ihr Wunschberuf?
  • Welche Vorstellungen (Aufgaben und Pflichten) haben Sie von der Ausbildung bei diesem Unternehmen?
  • Welche Nachteile hat Ihr Wunschberuf?
  • Welche Berufe interessieren Sie noch?
  • Woher haben Sie von der freien Ausbildungsstelle erfahren?
  • Was produziert bzw. leistet dieser Betrieb?
  • Warum haben Sie die vorherige Ausbildung abgebrochen?
  • Welche Gründe sprechen dafür, dass Sie diesmal bis zum Abschluss durchhalten?
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
  • Ach Sie lesen gern - was? Wie hat Ihnen das letzte Buch gefallen?
  • Was wollen Sie in 5 bis 10 Jahren erreicht haben?


4.5. Welche Fragen darf der Arbeitgeber Dir stellen und welche nicht?
Grundsätzlich darf einen Arbeitgeber nur interessieren, was dich für die zu besetzende Stelle qualifizieren kann. Nach Bereichen, die keine Rolle für die Stelle spielen, darf er eigentlich nicht fragen. Da bei der Einstellung von Bewerbern aber auch die Schlüsselqualifikationen eine bedeutsame Rolle spielen, darf er natürlich durchaus auch nach Ihren Freizeitaktivitäten, deinen Lesegewohnheiten und ähnlichen Dingen fragen, die auf den ersten Blick nicht direkt mit dem künftigen Beruf zu tun haben. Fragen nach Religionszugehörigkeit oder politischer Einstellung sind in der Regel nicht erlaubt und dürfen nur gestellt werden, wenn es für die Stelle doch wichtig ist (Einstellung als Lehrer bei einer katholischen Bekenntnisschule oder Einstellung als Redakteur bei einer Tageszeitung). Fragen nach einer Gewerkschaftszugehörigkeit oder danach, ob Du gleichgeschlechtliche Neigungen hast (Schwul/Lesbisch), sind generell nicht zulässig.

4.6. Fragen, die Du stellen kannst
  • Welche Abteilungen Ihres Unternehmens werde ich während meiner Ausbildung kennen lernen?
  • Wie ist der Berufsschulunterricht organisiert?
  • Besteht die Möglichkeit, nach der Ausbildung übernommen zu werden?
  • Wie lange dauert die Probezeit?
  • Welche Aufstiegschancen bestehen in Ihrem Unternehmen?
  • Wie ist die Arbeitszeit geregelt?
  • Wie viele Auszubildende stellen Sie dieses Jahr ein?

Dies sind nur einige Beispiele für Fragen, die Du stellen kannst. Natürlich sind auch Fragen zum Verdienst und/oder zu den Urlaubstagen erlaubt - es sollten aber nicht die einzigen und auch nicht die ersten sein, die Du stellst. Versuch gleich mal eigene Fragen zu formulieren.

Wir (das PP-Team) hoffen dir mit diesen Informationen behilflich gewesen zu sein und wünschen dir beim nächsten Vorstellungsgespräch viel Erfolg!

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Mit freundlichen Grüßen

euer Postplanet Team

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