1. Bewerbungsschreiben
Ich hatte jetzt vor kurzem noch mal ein Gespräch mit einem netten jungen Herren, der einen Rat bezüglich seines Bewerbungsschreiben begehrte.
Die Art wie ich ihm sein Schreiben zerpflückt habe gefiel ihm nicht so ganz. Der Grund warum ich es getan habe lag daran, dass da einfach zu viele „Floskeln“ verwendet wurden und das ist immer wieder ein großes Manko !
Die Zusammenstellung einer Bewerbung beginnt mit dem Entwurf eines individuellen (nicht so ein gepastetes Etwas was jeder benutzt ) Anschreibens, denn der erste Eindruck zählt. Wer sich gründlich informiert, hat es leichter, das Anschreiben mit einem auf das Unternehmen zugeschnittenen Einstieg zu beginnen: „Ihr Unternehmen ist eines der erfolgreichsten in der ….. Branche. Es steht für Flexibilität, Wachstum und Kundenorientierung.“ Damit könnte man eher Aufmerksamkeit erzeugen als mit der Standardfloskel „Ich interessiere mich für die …. Branche“ gelingt so was nicht, dann sollte es so gehen: „um Ihre Marktstellung auch weiterhin ausbauen zu können, benötigen Sie engagierte und flexible Mitarbeiter. Deshalb bewerbe ich mich um einen Ausbildungsplatz etc…. / die ausgeschriebene Position, wie auch immer Das Anschreiben sollte nicht mehr als eine Seite lang sein und niemals auf der Rückseite fortgesetzt werden (Todsünde). So eine Faustregel die immer mal zur Erwähnung kommt ist: so viele Informationen wie nötig aber so knapp wie möglich.
Absolut Chancenlos sind kopierte Anschreiben mit eingesetzten Anreden und Anschriften, ein guter Personalchef sieht das an diversen Kleinigkeiten, wie z.B. Zeilenabstand, Schriftgrösse etc. Positiv empfunden wird immer ein höflicher und sachlicher Stil. Eine Begründung für das Interesse an einer Ausbildung/Arbeitsplatz in genau diesem Unternehmen sollte nicht fehlen.
Was ich immer wieder zu sehen bekommen und verstehe nicht warum das so oft praktiziert wird, ist diese unterwürfige Endung wie: Ich würde mich freuen, wenn….. (laber net, entweder du freust dich oder nicht , sondern „Ich freue mich über Ihre Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.“
2. Der Lebenslauf
Chronologisch von oben nach unten oder umgedreht?
Das ist auch so ein Streitpunkt ! Da man von links nach rechts liesst (deutsch ) und von ober nach unten, es auch erwiesen ist, dass die letzten 30 % (oder auch weniger) vom gelesenen im Gedächnis haften bleiben, ist die Antwort eigentlich klar wenn man als Personalchef weis worauf man Wert legt. Ist es dem/der Personalchef/in wichtiger zu wissen was hat er/sie gelernt oder die letzte aktuelle Situation des Bewerbers.
Ich für mich kann nur sagen, dass die letzte bzw. gegenwärtige Situation oder Tätigkeit für mich interessanter ist als der schulische Werdegang.
Viele sind auch der Meinung, wenn sie das "Bonbon" am anfang packen dann hätte man einen Vorteil. Ich sehe das anders, wenn der "Bonbon" weg ist, bleibt nur noch Langeweile.
3. Hobby
Hobbies mit in die Bewerbung aufnehmen macht wirklich nur Sinn, wenn ein Bezug zur zukünftigen Tätigkeit besteht.
z.B. Autos = KFZ -Mechtroniker, Kampfsport = Bodyguard, Mathematik = Buchhalter, Schwimmen = Bademeister etc.
Ansonnsten nur ein Lückenfüller auf dem Lebenslauf !
4. Eltern und Geschwister
Soll man die Tätigkeiten der Eltern und Geschwister mit in die Bewerbung schreiben?
Das hat sich im laufe der Zeit tatsächlich so eingebürgert. Über den Sinn kann man sich sicherlich streiten. Auch Personalchefs haben oft dieses Schubladendenken. So nach dem Schema, wer aus einem "gutem Hause" kommt hat auch eine entsprechende Erziehung genossen und ist u.U disziplinierter etc. pp. Man muss abwägen, auch hier kann natürlich der Schuss nach hinten losgehen. Ich hatte mal ein Chef, wenn der zu Beispiel gelesen hat, dass der Papa oder die Mama Beamten waren, hat der grundsätzlich gesagt: "lass die Finger von dem" der muss das Arbeiten noch erfinden , oder der Vater bei der Bundeswehr, dann : "ders gut, der kennt den Befehlston" ! Ich denke, man kann es nicht verallgemeinern, es kommt drauf an, für was man sich wo bewirbt.<br><br>
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Mit freundlichen Grüßen<br><br>
euer Postplanet Team<br><br>
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