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27.03.2003, 18:30
# 10 Original geschrieben von overdose Ok Ok...haut mich, verpöhnt mich, lacht mich aus...aber was ist SETI?!?! ich habe mich mal schlau gemacht, und folgendes gefunden: Was ist Seti@Home
SETI ist ein Projekt der NASA zur Erforschung des Weltraums auf der Suche nach Außerirdischer Intelligenz. Dabei tastet das Teleskop in Arecibo (Puerto Rico) den gesamten nördlichen Himmelsbereich nach elektromagnetischen Signalen ab. Diese Signale werden dann auf gewisse Regelmäßigkeiten, ihre Stärke und viele andere physikalische Eigenschaften überprüft. Ist ein Signal von Interesse wird seine Herkunft berechnet und diese Stelle im All näher unter die Lupe genommen. Dabei erhoffen sich die Wissenschaftler nicht nur die Entdeckung Außerirdischen Lebens, sondern erfahren auch eine Menge über die Entstehung des Weltalls und der physikalischen Vorgänge da draußen.
Die Berechnung der Signale und deren Überprüfung auf bestimmte Signalmuster erfordert eine gigantische Rechenleistung, die selbst der schnellste Computer der Welt nicht annähernd in einer brauchbaren Zeit schafft. Dieses Problem vor Augen, machten sich ein paar Programmierer und Astrophysiker der Universität Berkeley an die Arbeit und schufen das Projekt SETI@HOME. Die Grundidee war es, die auf privaten Rechnern reichlich ungenützte Rechenzeit zu nutzen und zu einem riesigen Rechner zusammenzuschalten um so die nötigen Berechnungen in kürzester Zeit zu vollziehen. Ein weiterer Aspekt dieser Überlegungen ist natürlich ein finanzieller. Die Kosten eines Superrechners der dem entsprechen würde, was derzeit für Seti verfügbar ist, würden eine unvorstellbare Summe erreichen welche die Universität Berkeley niemals aufbringen könnte.
Wie funktioniert Seti@Home
Für Seti@Home gibt es die entsprechende ClientSoftware für alle gängigen Betriebsysteme und Prozessoren. Diese muss auf dem jeweiligen Rechner installiert sein. Weiterhin notwendig ist die Möglichkeit des Rechners in gewissen Abständen Zugriff auf´s Internet zu haben. Der ganze Vorgang vollzieht sich so: vom Seti@Home-Server saugst du dir eine WU (Workunit - so werden die Signalpakete genannt die an den User nach Hause geschickt werden) diese WU ist immer 354 KByte groß, dauert also mit dem langsamsten Modem höchstens 5 min
jetzt wird von der ClientSoftware die WU berechnet (crunchen), das kann Offline passieren, da dazu keine Internetverbindung nötig ist.
nach vollendeter Berechnung (mein 1,33GHz Athlon mit SDRAM und Win98SE benötigt für eine WU ca. 6-7 Stunden) werden die gefundenen Signale an den Seti-Server zurückgesendet, dabei werden Daten von ca. 10-20 KByte übermittelt.
Die Software verursacht bei der Berechnung einer WU eine 100%ige Auslastung des Prozessors, das würde natürlich die weitere Arbeit mit dem PC unmöglich machen, also wurde die Software so programmiert, das nur freie Rechenzeit verwendet wird. Die Arbeit an deinem PC wird also in keiner Weise behindert. Der einzige Effekt ist eine Verlängerung der Rechenzeit, wenn nebenbei noch andere Sachen laufen, außer SETI.
Systemanforderungen
Prozessor: 386er oder höher, es werden auch viele andere Prozessoren wie z.B. Alpha und PowerPC unterstützt
Speicher: 16MB RAM, ca. 1 MB Platz auf der Festplatte
Betriebssystem: derzeit werden alle gängigen Windows Betriebssystem ab Windows 95, Linux, Unix, MacOS und viele andere Systeme unterstützt, wichtig ist eigentlich nur ein Netzwerkfähiges OS mit Internetzugang
Sinnvolles Crunchen erreicht man aber erst ab einem Prozessor mit ca. 400MHz. Mit entscheidend für die Rechenzeit ist neben der Prozessorgeschwindigkeit (nicht zu verwechseln mit dessen Taktfrequenz) die Geschwindigkeit des RAM bzw. des Frontsidebus und der auf dem Mainboard verwendete Chipsatz. Sehr gute Ergebnisse erhält man mit DDR-RAM oder Rambus Speicher und einem Intel oder VIA266(A) Chipsatz. Darüber hinaus spielt das Betriebsystem eine entscheidene Rolle. In der Regel sind Unix/Linux basierende Clients oft um einige Prozent flotter als Windows basierende Clients. Den Clienten kannst du dir hier herunterladen |
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