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"Sicherer Chip" wird PC-User entmündigen

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Alt 26.10.2002, 11:24   #1
Standard "Sicherer Chip" wird PC-User entmündigen

"Mehr Sicherheit für den PC" versprechen die von Intel geleitete Trusted Computing Platform Alliance, kurz TCPA, und Microsofts Palladium-Initiative. Was dem Anwender als Schutz vor Viren und Würmern schmackhaft gemacht wird, zielt aber vor allem auf Raubkopien und kann auch die legale Nutzung von Dateien und Programmen erheblich einschränken.

Heutige PCs sind sicherheitstechnisch außer Stande, Dateien effektiv vor Angriffen zu schützen. Mit dem TPCA-Modell will die PC-Industrie diesen Missstand beseitigen. Die Zentrale Komponente ist ein ins Motherboard integrierter Verschlüsselungs-Chip, dessen Entwicklung bereits abgeschlossen ist. Er wacht darüber, ob an der Hardware gepfuscht, Software ohne Lizenz genutzt oder ein Dokument ohne Erlaubnis geöffnet wird.

Auf den ersten Blick erscheint diese Erweiterung der PC-Architektur als vielversprechender Weg, den PC sicherer zu machen. Doch TCPA setzt eine Zertifizierung aller Rechner-Komponenten und Programme voraus – die Kosten dafür werden die Hersteller auf die Kunden abwälzen. Zudem muss der PC bei jeder Änderung an der Hardware neu zertifiziert werden, damit der Rechner TCPA-konform bleibt.

Die Software muss ebenfalls zertifiziert werden und eicht sich bei der Installation auf den aktuellen PC. Damit verhindert TCPA den Wiederverkauf von Software, die man nicht mehr braucht – rechtlich bleibt das zulässig, doch TCPA macht es faktisch unmöglich. Damit würden die Hersteller unter dem Deckmäntelchen der besseren Sicherheit endlich das erreichen, was sie in ihren Lizenzvereinbarungen nicht geschafft haben: nämlich unübertragbare Software.

So ganz nebenher funktionieren TCPA und Palladium den PC zum "Trusted Client" für die Verwaltung digitaler Rechte (DRM) um. Die Unterhaltungsindustrie, die die Nutzung digitaler Inhalte auch nach der Übertragung auf einen fremden Rechner unter Kontrolle behalten will, sieht in den neuen Sicherheits-Konzepten die lang erhoffte Lösung gegen Raubkopien ihrer Inhalte. Für den Anwender aber trägt die vermeintliche Sicherheit einen hohen Preis: Künftig herrscht im PC nicht mehr dessen Besitzer, sondern Intel, Microsoft und die Unterhaltungsindustrie.

Über Technik und mögliche Konsequenzen von TCPA und Palladium berichtet c't in der aktuellen Ausgabe 22/02 (ab Montag im Handel). Der vollständige Artikel ist auch online verfügbar(http://www.heise.de/ct/02/22/204/). (cp/c't)
 
 
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doomhammer
Alt 26.10.2002, 13:01   #2
Standard

ja.. der gläserne user bekommt noch jemand nebenhin gestellt der sagt "das darfst du" und "das darfst du nicht".. und natürlich kommt der typ der nebendransteht von M$. ich finds einfach scheisse wenn firmen mit allen mitteln versuchen ihre software "sicher" zu machen, also nicht kopierbar bzw übertragbar. es werden eh nur par wochen vergehen bis irgendjemand rausfindet wieviel volt man an den und den anschluss von dem tollen chip reinjagen muss damit sich der verabschiedet oder wie man das teil neuflasht..

achja.. bissi eigenen text zum copy&paste wär net schlecht circa
 
 
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Matthias
Alt 26.10.2002, 13:53   #3
Standard

und was ist, wenn man einfach keine Internetverbindung mit dem PC hat?? Dann können die einen doch mal....?
 
 
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Krashok
Alt 26.10.2002, 14:05   #4
Standard

intel .. hm .. einfach amd kaufen, fertig
 
 
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Fane
Alt 26.10.2002, 15:55   #5
Standard

amd macht da auch mit , wenn ich mich ned irre
 
 
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doomhammer
Alt 26.10.2002, 15:57   #6
Standard

Zentrale Komponente ist ein ins Motherboard integrierter Verschlüsselungs-Chip
ich denk da isses egal ob man intel/amd prozis verwendet; die boardhersteller haben da das sagen bzw werden gezwungen das und das aufs board zu klatschen


und was ist, wenn man einfach keine Internetverbindung mit dem PC hat?? Dann können die einen doch mal....?
nein, da der chip ja auf dem board selber draufsitzt
 
 
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Registrierter PPler
Anonymisierungsmodus aktiv!
Alt 27.10.2002, 15:42   #7
Standard

das problem ist du bist zwar nicht gezwungen den chip zu nutzen aber die meiste software wird nur noch mit aktiviertem tcpa laufen... zudem braucht jede software die von dem chip "profitieren" will ne zertifizierung die richtig teuer ist. es wird also keine freeware mehr geben... das problem is nämlich wenn man tcpa programme verwendet dann kann man keine nicht-tcpa programme verwenden und wenn man nicht-tcpa software einsetzt läuft keine tcpa software mehr... ausserdem gibts dann eine blacklist die bestimmt software (in dem falle wohl dann edonkey, kazzaa, cracks etc.) von vorn herein blockt.
 
 
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Skyhoof
Alt 01.11.2002, 17:56   #8
Standard

oder man deaktiviert TCPA und steigt auf linux um ...
Ich sehe es schon kommen dass wenn Palladium raus kommt viele einen Pinguin im Rechner haben werden
 
 
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Khadgar
Alt 01.11.2002, 22:31   #9
Standard

Original geschrieben von [SoM]Sparkie de la Vuck!
das problem ist du bist zwar nicht gezwungen den chip zu nutzen aber die meiste software wird nur noch mit aktiviertem tcpa laufen...
Bis jemand einen Palladium-Chip emuliert und die Requests der
Anwendungen dahin umleitet *g*

Aber Linux als Alternative? Im Ernst? Konnte mich bisher niemand
von überzeugen
 
 
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