oh das schöne schöne thema. gut dass entgegen der obersten temporalen direktive doch noch jemand da ausgegraben hat. dann werd ich wohl auch m al ein wenig absenfen:
-Star Trek: Raumschiff Enterprise (Originalserie)
Für viele von uns wohl eine art Kindheitsbegleitung, und das sicherlich ein wenig generationenübergreifend. Ich weis nicht woher die Faszination damals gekommen ist aber ich glaub schon vor meiner Schulzeit war ich einfach verrückt nach Enterprise. Einmal die Woche, ich glaub Samstags um 17:00 Uhr ist es gekommen und man kannte keiner der Folgen (auch wenns alles sicher die 2. oder 3. wiederholung war)
Naja die Filme fand ich damals natürlich auch sehr gut, jetzt so im Nachinein betrachtet sind sie mir zu groß und auftragend - Hollywoodartig. Ich mag die alte Serie einfach, als der Antrieb noch ein "Soul Antrieb" (korrigiert mich, ich bin nicht Trekkie genug um das richtig schreiben zu können, ich kann nichtmal klingonisch *g*) war und auch den Erfinder des Antriebs, diesen "cockrain" (lautschrift...) findet man bereits in der Ur-Serie vor.
Von den Filmen her gefällt mir eigentlich 2-3 am besten.
-Star Trek: The nex Generation:
Als das hier ausgestrahlt wurde, war ich enttäuscht. Es war für mein damaliges Alter einfach nicht gedacht. Der Humor blieb mir verschlossen und alles war einfach nur... Steril. Das alte charmante "dreckige" von Kirk, Pille und co. war nicht mehr gegeben.
Heute gefällts mir natürlich schon ganz gut und man hat ja auch dort jede Folge bereits 3-4mal im TV gesehen ohne jemals wirklich wegzuzappen. Damals wars aber einfach nicht meins. Es ist also nicht meine Lieblingsserie.
Der erste Kontakt ist natürlich ein sehr guter Film - das bleibt ausser Frage.
-Star Trek: Deep Space Nine:
Da wurde ich zum zweiten mal enttäuscht. Ich hab mir damals bei Erstausstrahlung den 2 Stunden Pilotfilm (gefühlte Länge) reingezogen und es wurde
noch langweiliger als schon bei TNG. Die Statik einer Raumstation wirft ein paar Probleme auf. Man kann nicht einfach ein neues Weltraumobermonster kreieren und auf ein Raumschiff loslassen - die Station ist immer am selben Platz.
Ja ich hör euch schon aufschreiben, das würde alles nicht stimmen. JA. Ich glaub so nach der ersten oder zweiten Staffel DS9 wird das ganze sehr sehr interessant und spätestens als das Dominion ins Spiel kommt geht die Sause richtig los. Leider hat Sat1 irgendwann beschlossen die interessanten DS9-Folgen einfach Samstags vormittags zu zeigen, wo ich einfach NULL Chance hatte mitzubekommen wie der Krieg ausgeht... Ich hoffe Kabel 1 wird nach Voyager ganz schnell zu DS9 übergehen. Nochmal alle TNG-Staffeln überleb ich nicht.
-Star Trek: Voyager:
Hier wurde oft erwähnt eine Frau als Captain oder die fixierung auf Moralische Werte würde Voyager die Seele nehmen... Dem kann ich nicht zustimmen. Die Serie gefällt mir durchgängig. Allein der Doktor oder das Zusammenspiel von Tuvok und Neelix machts sehr amüsant. Dass ab und an die Borg auftauchen und sogar Q erscheint, machts eigentlich zu nem würdigen Nachfolger von TNG. Leute springt über euren Schatten und lasst euch unterhalten.
-Star Trek: Enterprise:
Wie schon bei den meisten anderen "neuen" Serien stand ich auch Enterprise wieder sehr skeptisch gegenüber. Mich störte z.B. dass die Erde so schnell ein voll ausgereiftes Warp-Schiff bauen konnte, das sogar im "rauen Weltraum" weitestgehend gut bestehen kann. Aber sobald man sich 1-2 Folgen angesehen hat, schliest man die Charaktere ins Herz. Ich mag den Schauspieler von Captain Archer sowieso, weil ich mich noch an die Serie "Zurück in die Vergangenheit" erinnere.
Mit all dieser Technik, die ein wenig an das 21. Jahrhundert erinnert (TFT-Bildschirme) und ein wenig an die Ur-Serie (Wissenschaftsoffizier-Guckrohr *g*) und
ohne eine Föderation und vorallem auch ohne fixierung auf moralische Werte oder Direktiven, handelt die Crew und vorallem der Captain oft sehr interessant. Das menschliche steht hier viel mehr im Vordergrund und es macht einen heiden Spaß sich das anzusehen. Ich verstehe die amerikanischen Fans nicht, die die Serie mangels Einschaltquoten sterben liesen. Mir macht es mehr Spaß ein Warp-5 Schiff ohne Traktorstrahlen, Replikatoren und Holo-Deck Spielzeug in einen aussichtslosen Kampf fliegen zu sehen, als das nächste neue "Superklasse"-Föderationsschiff mit Multiphasen-Schilden und nem ganzen Katalog an Direktiven... Lediglich den Abstecher in die Vergangenheit zu den Nazis hätten sie sich sparen können. Das Thema ist nun wirklich ausgelutscht. Ich glaube mittlerweile jeden Sciene Fiction Serie hat eine eigene Theorie, warum die Nazis Aliens sind, oder von Aliens kontrolliert wurden.
Zum Schluß möchte ich etwas darstellen, was für
mich die wichtigste Botschaft von Star Trek darstellt:
Die Welt, oder eigentlich das Universum der "Föderation" stellt einen zusammenschluß verschiedenster Spezies und Lebensformen, sowie derer Planeten dar. Sozusagen ziehen alle "Rassen" an einem Strang. Es gibt kein Geld und jeder tut den Job, für den er geeignet ist. Ein sehr dankbares Leben. Die Botschaft wird vorallem immer durch die Crew der einzelnen Serien dargestellt, angefangen bei der Ur-Serie: eine Schwarze, ein Russe, ein Asiate und ein Ausserirdischer - gleichberechtigt auf der Brücke des mächtigsten Raumschiffs der Erde. Bei TNG haben wir einen Blinden, eine weibliche Doktorin (eigentlich 2), einen Roboter, einen (schwulen) Captain ohne Haare und einen komplexbehafteten ersten Offizier (fragt euch mal warum er sich einen Bart wachsen lies) und den ehemaligen Todfeind, einen Klingonen. Deep Space Nine geht einen Schritt weiter und lässt sogar einen Schwarzen (mit Glatze *g*) Captain sein... und am Ende schafft es bei Voyager sogar eine Frau auf den Chefsessel. Nicht zu schweigen von Indianern, Vulkaniern, Asiaten... das Übliche. Ein Blick in die "Enterprise" Crew zeigt, dass sich dieser "Multi-Kulti"-Gedanke auch bei der letzten Serie fortsetzt.
Wenn sich jetzt jemand fragt warum ich mich so sehr auf "Rassen" fixiere, überlegt mal in welcher Zeit die Ur-Serie geschaffen wurde. Es war durchaus
nicht üblich z.B. Schwarze in solchen Rollen auftreten zu lassen und mit Russland befand man sich im kalten Krieg...
Das Thema Geld wird übrigens in Deep Space Nine sehr gut thematisiert, hier trifft immer wieder die Gier der Ferengi auf das "kein Geld" Prinzip der Föderation. Zählt mal wie oft der Ausdruck "Goldgepresstes Latinum" vorkommt.
