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Memento

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Luke Slater
Alt 03.09.2002, 01:35   #1
Standard Memento

Hi,

hab mir gerade den Film "Memento" reingezogen, übrigens auf anraten einiger Boardmitglieder. War echt ein super fetter Film, einer der besten und abgedrehtesten Storys die ich bis jetzt gesehen habe. Irgendwie hab ich aber in dem ganzen Wirwar jetzt den eigentlichen Sinn des Film oder seine Aussage nicht verstanden. War wohl ein bisschen müde. Kann mich einer da aufklären...

Film unbedingt ansehen, so einen habt ihr bestimmt noch nicht gesehen !!!
 
 
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daRaider
Alt 03.09.2002, 01:41   #2
Standard

Sinn/Aussage?

ich mein wenn ich dir jetzt die story erklären würde, die du wohl verstanden hast, dann würde das gegenüber den leuten die den film noch nicht gesehen haben nicht gerade fair sein...

als aussage käme für mich eben "traue niemandem" in frage... aber vielleicht ist hier jemand erleuchteter als ich und kann dir weiterhelfen...
 
 
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Jason
Alt 03.09.2002, 06:56   #3
Standard

WER DEN FILM NOCH NICHT GESEHEN HAT MEINEN THREAD BITTE NICHT LESEN
_
























wenn du den Film nicht gesehen hast und hier angelangt bist, bist du selber schuld. Es geht los

Also ich fang erstmal damit an wie der Film funktioniert.

Es gibt die Farb- und die Schwarz Weiss Szenen. Stell dir ein Buch mit sagen wir mal 20 Kapiteln vor. Der Film fängt mit Kapitel 20 an (Farbszene), danach kommt ein Schnitt und man ist in Kapitel 1 angekommen (Schwarz-Weiss). Danach kommt Kapitel 19 (Farbe), dann Kapitel 2 (Schwarz-Weiss) usw. bis sich Schwarz-Weiss und Farbe bei sagen wir mal Kapitel 10 treffen. Wäre dann die Szene wo Lenny den Freund von Natalie tötet.

So was ist mit Natalie? Natalie verarscht Lenny nach Strich und Faden weil er ihren Freund umgebracht hat und in seinen Klamotten und Auto durch die gegend fährt. Gibt ja auch eine Szene wo sie am Müllcontainer vor der Kneipe steht und ihn zuerst für ihren Freund hält, aber dann doch meint, dass sie ihn nur verwechselt hat.

Teddy ist meiner Meinung nach der einzigsten, den Lenny trauen kann. Aber Lenny hält Teddy für die einzigste Person dem er nicht trauen kann.

Sammy's Geschichte: Ob es Sammy Jankis nun gab oder nicht weiß ich selber nicht so genau. Fakt ist, dass Sammy's Geschichte alleine die Story von Lenny und seiner Frau ist. Wie Teddy am Ende das Filmes sagt: Sammy hatte keine Frau! Deine Frau hatte Diabetis und die Frau ist auch nicht bei einem Überfall gestorben. Sie liegt im Koma weil Lenny sie ins Koma gespritzt hat (was für ein Satz <lol>). Der Überfall hat statt gefunden, daher auch Lennys "Zustand", wie er es gerne beschreibt, nur den hat die Frau überlebt.

Naja, ich denke das war das wichtigste. Wenn du noch Fragen hast, frag mich
 
 
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Patrice
Alt 03.09.2002, 11:54   #4
Standard

Ich habe ihn auch gesehen und fand ihn ziemlich gut! Aber sehr anstrengend da mitzukommen. Zumindest beim ersten mal

Ich denke die Überraschung im Film kommt davon, dass der Kerl niemandem traut, und am Ende ist er selbst der einzige, dem man nicht trauen konnte.
 
 
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Luke Slater
Alt 04.09.2002, 00:56   #5
Standard

Original geschrieben von Jason

Also ich fang erstmal damit an wie der Film funktioniert.

Es gibt die Farb- und die Schwarz Weiss Szenen. Stell dir ein Buch mit sagen wir mal 20 Kapiteln vor. Der Film fängt mit Kapitel 20 an (Farbszene), danach kommt ein Schnitt und man ist in Kapitel 1 angekommen (Schwarz-Weiss). Danach kommt Kapitel 19 (Farbe), dann Kapitel 2 (Schwarz-Weiss) usw. bis sich Schwarz-Weiss und Farbe bei sagen wir mal Kapitel 10 treffen. Wäre dann die Szene wo Lenny den Freund von Natalie tötet.

So was ist mit Natalie? Natalie verarscht Lenny nach Strich und Faden weil er ihren Freund umgebracht hat und in seinen Klamotten und Auto durch die gegend fährt. Gibt ja auch eine Szene wo sie am Müllcontainer vor der Kneipe steht und ihn zuerst für ihren Freund hält, aber dann doch meint, dass sie ihn nur verwechselt hat.

Teddy ist meiner Meinung nach der einzigsten, den Lenny trauen kann. Aber Lenny hält Teddy für die einzigste Person dem er nicht trauen kann.

Sammy's Geschichte: Ob es Sammy Jankis nun gab oder nicht weiß ich selber nicht so genau. Fakt ist, dass Sammy's Geschichte alleine die Story von Lenny und seiner Frau ist. Wie Teddy am Ende das Filmes sagt: Sammy hatte keine Frau! Deine Frau hatte Diabetis und die Frau ist auch nicht bei einem Überfall gestorben. Sie liegt im Koma weil Lenny sie ins Koma gespritzt hat (was für ein Satz <lol>). Der Überfall hat statt gefunden, daher auch Lennys "Zustand", wie er es gerne beschreibt, nur den hat die Frau überlebt.

Naja, ich denke das war das wichtigste. Wenn du noch Fragen hast, frag mich
ich denke das hast du sehr gut erkannt, so ähnlich hab ich es mir auch ausgemahlt. Nur das mit den Schwarz/Weis bzw. Farbkapiteln die langsam aufeinander zusteuern hab ich ehrlich gesagt nicht erkannt. Ich denke aber dafür muss man sich den Film vielleicht ein paar mal reinzogen haben.

Denke auch nicht das es Sammy Jankis jemals gegeben hat, sondern das allein in seiner Fantasie geschehen ist.
Alles in allem halt ich diesen Film für einen der anspruchsvollsten Filme die ich bis jetzt so ziemlich gesehen habe. Werd mir ihn auf jeden Fall noch einmal reinziehen und ihn genauer inspizieren...

Kennst du noch ein paar andere Filme, die im ähnlichen Stiel aufgezogen sind oder so Filma á la Magnolia.
 
 
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Jason
Alt 04.09.2002, 14:14   #6
Standard

David Lynch Filme wie Mullholland Drive und Lost Highway übertreffen Memento in dem Punkt Verwirrung noch mehr.

Wenn man es genau nimmt hat Memento an sich eine ziemlich flache Handlung, der Film zeichnet sich nur damit aus WIE er gedreht wurde
 
 
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Luke Slater
Alt 06.09.2002, 00:42   #7
Standard

MEMENTO



USA 2000
R: Christopher Nolan
B: Christopher Nolan
K: Wally Pfister
D: Guy Pearce, Carrie-Anne Moss, Joe Pantoliano, Stephen Tobolowsky
Länge: 116 Min.
Start: 13. Dezember
Verleih: Helkon (Buena Vista)
www.helkon.de



Das Spiel mit der Erzählform gehört in der Literatur beinahe zum
Alltag. Im Film, vor allem beim gängigen Kinofilm, sind die Möglichkeiten
durch veränderten Erzählmodus die herkömmliche Sicht auf die Dinge zu
variieren, auf Grund der Wahrnehmungsgrenzen des Zuschauers, wesentlich
engere Fesseln gelegt. Christopher Nolan geht mit seinem Thriller "Memento"
sicherlich an die Grenzen der Aufnahmefähigkeit des Betrachters und heimste
für seine Risikobereitschaft nicht nur allenthalben Kritikerlob ein, sondern
erzielte damit sogar einen veritablen Indiependenterfolg.

Nicht nur, dass der Film in szenischen Schüben einen Mordfall
rückwärts erzählt, jeder neuer Schritt zurück stellt auch alles vorher
Gesehene in Frage. Leonard Shelby (Guy Pearce, der eloquente Ermittler aus
"L.A. Confidential") heißt der Held des Filmes, dem der Zuschauer auf eine
mysteriöse Motivsuche für seine Handlungsweisen folgt. Gleich zu Beginn des
Filmes wird man Zeuge eines kaltblütigen Mordes, den eben jener Leonard
Shelby an dem unglückseligen Teddy verübt. Doch die Tat wird auf der
Leinwand zurückgedreht und der eben noch zerberstende Kopf fügt sich wieder
zusammen.

Die Rolle rückwärts beginnt und katapultiert den Zuschauer schon
bald in eines ähnlichen dramatischen Zustand der Desorientierung, in dem
sich Leonard Shelby auf Grund eines Hirndefektes permanent befindet. Shelby
leidet unter einem gestörten Kurzzeitgedächtnis, das sich Begebenheiten nur
für Minuten merken kann. Um sich zu behelfen, hat der ehemalige
Versicherungsvertreter ein System von Fotografien, Karten, Notizen
entwickelt, an Hand dessen er sich durch ein Leben als Momentaufnahmen
bewegt. Die allerwichtigsten Botschaften zieren als Tattoos seinen Körper,
vorneweg der Satz, der ihn unentwegt antreibt: "Find him and kill him". Er
gilt dem Mörder seiner Frau, deren Tod jenen traumatischen Zustand bei
Shelby ausgelöst hat. Vielleicht folgen wir aber auch keinem Opfer, sondern
sind nur Zeuge, wie ein Psychopath seine Sicht der Dinge schildert. Denn
jeder neuer Schritt in die Vergangenheit stellt das zuvor Gesehene in Frage.
Die Personen, denen Leonard auf seiner Reise in die Vergangenheit begegnet,
helfen sie ihm, oder nutzen sie seinen Zustand nur aus? Gab es überhaupt
jenen Mord an Leonards Frau, oder hat Leonard am Ende sie sogar selbst
getötet? Der ständige Wechsel von Identifikation und Abscheu gegenüber dem
Protagonisten, verstärkt diesen Reiz des Ungewissen nur noch.

Christopher Nolan hegt offensichtlich ein Interesse an der
Wahrheitssuche, ohne sonderlich darauf erpicht zu sein, sie zu finden. Dem
Zuschauer bleibt da nicht anderes übrig, als ständig sämtliche Puzzleteile
neu zu ordnen. Er wird in die Reflexionen des Filmes über die
(Un)-Möglichkeiten, bei dem sich der wirkliche Spaß erst im Nachhinein
einstellt. des Erinnerns aktiv mit einbezogen. Und obwohl die
einzelnen Szenen, durch ihre klare Struktur und die schnörkellose
Inszenierung, das Memorieren erleichtern, wird das Filmeschauen mitunter zum
mühseligen Unterfangen

Wohl über keinen Film der letzten Zeit, kann man sich nach dem
Besuch des Kinos so wunderbar die Köpfe heiß reden, wie über "Memento".
 
 
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metz
Alt 13.09.2002, 13:45   #8
Standard

hab mir den jezz auch reingezogen.. geiler film
hab ihn aber nich 100% gepilt (wahrschienlich wiel ich ihn auf 2ma angeschaut hab)
aber naja.. das ebste an dem film is ja das man den nichmehrmals anschaun muss weil eh alles doppelt vorkommt
 
 
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