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bedenkliche übernahme?

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Anarchnophobia
Alt 05.08.2005, 18:23   #1
Standard bedenkliche übernahme?

habs eben auf Lupuz gelesen

...das der Springer-Konzern (Bild) Pro7 und Sat 1 übernehmen will.

Damit wäre dann, laut meinem Wissensstand, der großteil der deutschen Privatsender entweder in Amerikanischer - oder in der Hand von Bild. Beides lässt mich irgendwie kotzten... man merkt ja auch schon RTL an der Berichtserstattung an in welche Richtung die Prägung gehen soll - und jetzt noch ein verdummungskanal mehr? Pro7 war/ist der einzige Symphatieträger der freien Kanäle (für mich zumindest)...

Nachrichten gugge ich ehh meistens wie gehnt auf den Öffentlichen... trotzdem... würde mich das irgendwie stören. Auch wenn Futurama auch unter springer weiterlaufen sollte...

wie seht ihr das? oder denkt ihr das letzendlich der Konzern der hinter einer mediengruppe steht nichts it der Gestaltung zu tun hat weil das "alte" team nach wie vor erhalten bleibt und nur das Geld von anderer seite kommt?
 
 
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MiKe
Alt 05.08.2005, 18:33   #2
Standard

jo, hab auch gedacht "OMG, bitte nicht...", als ich die nachricht auf lupuz gelesen hab

ich hoffe mal, die ändern nicht sehr viel an der richtung, die Pro7 eingeschlagen hat... obwohl das ja alles immer mehr richtung "trend-sendungen" geht... naja, mal abwarten
 
 
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sALDIx
Alt 05.08.2005, 18:49   #3
Standard

hyhy!

halt moment! vor 2 jahren ode ros hat doch erst nen ammi pro7 gekauft ode rirre ich da? da war denne ja die diskussion ob prosieben nahc ablauf der verträge mit dne großen filmverleier bzw. studios überhaupt noch hollywood filme zeigen wird, weil der kerle die verträge nit verlängern wollte am anfang!

oder tippe ike voll daneben!? wenn nit pro7 welcher sender wars denne?
 
 
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Sidolin
Alt 05.08.2005, 19:00   #4
Standard

Das wird das Niveau des Privatfernsehens sicher nicht heben...
Nunja, wieder ein Grund mehr, möglichst wernig Tv zu sehen.
 
 
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Raubtier
Alt 05.08.2005, 19:03   #5
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Mensch...
Ich finds doof,für mich ist Pro7 auch einer der wenigen Kanäle die ich gerne gucke.
Dann muss ich mich Sidolin wohl anschließen,ich werde wohl noch weniger fern gucken...
 
 
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Dr.Fredinger
Alt 06.08.2005, 08:11   #6
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Naja, die Frage ist wohl eher, wie sieht demnächst das Programm auf ProSieben und Sat1 aus. Weil auf Sendungen wie (IRONIE) BILD ZEITUNG AKTUELL, oder HÖRZU-FERNSEHEN kann ich getrost verzichten.
 
 
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OrionX
Alt 06.08.2005, 09:16   #7
Standard

hm...

also irgendwie übertreibt ihr grad

Wer sagt denn das sich jetzt groß was ändert? Denkt ihr der Springer Verlag krempelt die Sender jetzt radikal um? Hat da jemand was von gesagt? Nein.

Als die ProSieben/Sat1 Media AG von Haim Saban übernommen wurde hat sich auch wenig bzw gar nix geändert. Die Sender kopieren sich eh untereinander.

Beispiele:

Bianca - Wege zum Glück (Telenovela) wird vom ZDF ausgestrahlt. Kurz danach kommt Sat1 mit "Verliebt in Berlin".

Streit um 3 (ZDF) -> Richterin Barbara Salesch (Sat1) -> Das Jugendgericht (RTL) usw.

The Trip (MTV) -> Shanghai Express (RTL)

Popstars (RTL2) -> DSDS (RTL) (obwohl beide ja zusammen gehören, Kirch Media) -> Star Search (SAT1) -> Popstars II (ProSieben)

Ich will damit nur sagen das es weniger drauf ankommt wer den Sender führt, sondern mehr, welcher Programmdirektor als erstes ne gute idee hat, die die anderen kopieren können.
 
 
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Dr.Fredinger
Alt 06.08.2005, 09:26   #8
Standard

Deshalb steht da bei mir auch Ironie drinne, wer lesen kann ist klar im Vorteil <fg>. Ne hast schon Recht OrionX. Aber trotzdem ist eine verdummung der Medienlandschaft nicht zu übersehn (siehe z.B. Big B(ekloppter)rother),ich weis anderer sender. Hoffe mal das es unter der Regie des Springer Konzerns nicht noch schlimmer wird.
 
 
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Luchanel
Alt 06.08.2005, 12:49   #9
Standard

so eine übernahme bedeutet nicht, dass sich irgendetwas auch nur in kleinster weise verändern wird. es kommen vielleicht andere personen (nachrichten etc.) ins bild, aber das war's auch schon zum größten teil. und vielleicht ist diese übernahme auch ganz positiv, denn wenn ihr mal schaut was momentan gerade mit prosieben los ist... wiederholungen von soeben erschienenen staffeln, lauter amerikanischer serien, durch zu niedrige einschaltquoten verschiebungen in andere sendezeiten... und wo wir beim thema einschaltquoten sind: prosieben würde ohne eine übernahme den bach hinuntergehen.
und springer heißt nicht gleich bild!
aber sicher, es ist etwas suspekt was da vorgeht.
naja, abwarten!
 
 
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michaelg
Alt 06.08.2005, 18:18   #10
Standard

Das wage ich zu bezweifeln. Wenn zwei ohnehin schon enorm große und einflussreiche Medienunternehmen zusammengehen (mittelfristig ist ja die Verschmelzung geplant), dann kommen Anweisungen, Richtlinien etc, von der gleichen Zentrale. Und es sind hier ja nicht nur ein paar unbedeutsame Privatsender und Provinzzeitungen die zusammengehen.

Das heisst also, der Anteil der Bevölkerung steigt, die, wenn es beispielsweise um politisch relevante Inhalte geht, gleiches sehen und lesen. Was vorher vielleicht auch gleich war, aber nicht immer, ist es nun auf jeden Fall.

Dass Springer weit mehr macht als Bild ist bekannt, aber das ist doch deren Zugpferd und allen voran das Meinungsblatt schlechthin. Und die Macht der Medien im Sinne von Meinungsbildung ist es auch, die Bevölkerungsstimmung, da wo sie anfällig ist, zu beeinflussen. Das heisst hier jetzt natürlich nicht im Umkehrschluss, dass das was Springer&Sat1ProSieben publizieren total und 1:1 Volksmeinung wird.

Medienpropaganda in Deutschland geschieht beispielsweise in der Regel passiv, d.h. dass Informationen vorenthalten werden und nicht wie bei der eher bekannten Medienpropaganda gefälscht wird. Je weniger die Bevölkerung über Missstände informiert wird, desto geringer ist potentielle Kritik.
 
 
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Luchanel
Alt 07.08.2005, 22:45   #11
Standard

sicher, deine begründung scheint richtig zu sein. aber schaut doch alle mal her: alle, die gegen bild waren, werden auch weiterhin gegen bild sein. alle, die sich beschweren (besonders in diesem thread) kämpfen gegen diese manipultaion, die nun folgen würde. nehmt diese übernahme nicht zu ernst, und tut weiterhin dies, was ihr bisher getan habt (seriöse zeitungen lesen, nachrichten nur in den öffentlichen programmen ansehen etc.). somit gibt ihr dem "schlechten" ja gar keine chance.
dies klingt jetzt vielleicht ein bisschen markaber, aber ich finde einfach, dass solche dinge zu ernst genommen werden. was gibt ihr auf privatsender? anscheinend zu viel?!
 
 
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wAxman
Alt 08.08.2005, 17:04   #12
Standard

gut das nicht jeder so denkt wie luchanel, sonst wären in deutschland irgendwann solche beschissenen verhältnisse wie in italien.

ich gebe michaelg vollkommen recht!


das beste praktische beispiel:

Der Axel-Springer-Konzern erreichte im Jahre 1968 beeindruckende Marktanteile. Mit einem Anteil bei Tageszeitungen von 39 % und bei überregionalen Zeitungen von ungefähr 81 % wurde der Verlag von einigen, vor allem in studentischen Kreisen, als Bedrohung für die Pressefreiheit und die Freiheit der öffentlichen Meinungsbildung angesehen.

Die Berichterstattung über den Vietnamkrieg war aus Sicht studentischer Gruppen falsch und voreingenommen. Das Wort Springerpresse wurde zum negativ besetzten Schlagwort. Axel Springer, ein überzeugter Antikommunist, steigerte mit Aussprüchen wie "Man ist gegen den Kommunismus, wie man gegen Krebs ist" die Radikalisierung der Studentenbewegung zusätzlich.

Rudi Dutschke organisierte Anfang 1968 studentische Protestaktionen gegen den Axel-Springer-Konzern, der seinerseits mit einer Kampagne gegen Dutschke und die studentische Bewegung antwortete. Schlagzeilen wie "Unruhestifter unter Studenten ausmerzen" und "Jetzt wird aufgeräumt" führten zu einer weiteren Eskalation, die schließlich in einem Attentat des von der Bild-Zeitung aufgehetzten Josef Bachmann auf Rudi Dutschke gipfelte.


http://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Sp...udentenunruhen



Wichtig ist so etwas im gedächnis zu behalten, und so eine übernahme kritisch zu beeugen und nicht wie luchanel mit den worten was gebt ihr auf privatsender abzutun. es geht ja nicht um mich oder um dich sondern um die breite masse und wenn diese durch ein fast MEDIEN und Presse monopol einer meinung ausgesetzt ist, dann ist das schon sehr bedenklich!


das problem ist die unwissenheit der leute wie man mit informationen umgeht und die angst vor dem unbekannten.

 
 
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El Sparko
Alt 09.08.2005, 09:14   #13
Standard

wer noch ein wenig über die historie von springer/kirch lesen möchte. telepolis hat nen artikel. weiß nicht ob der so objektiv ist aber ich fand ihn gut:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20690/1.html
 
 
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Felicitas
Alt 09.08.2005, 09:47   #14
Standard

hm....

hat eigentlich irgendeiner von euch mal auf der axelspringer seite gelesen?

da steht nämlich das axelspringer schon seit 2000 teilhaber der ProSiebenSat.1 Media Ag ist (ursprünglich 11,5% jetzt 11,9%) (ähnlich dem heise link von sparkie)

das heisst sie werden die richtung der ag schon seit 5 jahren mitbestimmen.

und letztendlich: das programm wird von der nachfrage bestimmt. wie alles auf dem markt. und scheinbar ist die zielgruppe nunmehr mittlerweile das "bild-Volk" und wenn sich damit am meisten umsatz erzielen lässt ists nur wirtschaftlich das programm weiterhin dahingehend anzupassen.

wer den trend aufmerksam verfolgt wird seit gut 10 jahren einen trend zum boulevard fernsehen mitbekommen. da sind auch die öffentl/rechtl keine ausnahme. die nachrichten auf ard/zdf sind u.U. genauso sensationsgeil wie die von prosiebensat1 oder rtl, nur das da der rahmen etwas "moderner" ist. aber wenn ich mich an die anschläge vom 11.9. erinner, haben sich die öffentlichen und die privaten in der art und seriösität der berichtserstattung nicht viel genommen. gleiches ließ sich bei "der flut" beobachten.

am ende spielt es kaum eine rolle wer der größte teilhaber einer gesellschaft ist, die nachfrage bestimmt das programm. und solange eine gewisse bevölkerungsschicht wächst, solange wird sich auch das programm darauf einstellen.

mal ehrlich: schaut man sich die einschaltquoten von politischen sendungen an und vergleicht die mit dem ganzen nachmittagsschmarrn des "unterschichtenfernsehens" wird man sehen wie wenig ergiebig das ganze noch ist.


"unterschichtenfernsehen" ist übrigens meiner meinung nach ein sehr sehr genialer begriff der die momentane situation auf den punkt trifft.


und in einer zeit wo immer mehr fernsehsender den markt bestreiten, wäre es zwar schön wenn ein sender oder eine mediengruppe einfach sagt "so schluss stop aus, wir gehen diesem trend nicht mehr hinterher sondern zurück zu anspruchsvollem tv", ist aber wenig realistsich, weil die auch gewinnerzielend arbeiten wollen, und die nachfrage schlichtweg im moment nicht in der größe da ist das es sich lohnt.

aber auch der trend wird sich irgendwann umkehren.

interessant sind in dem zusammenhang immer die mediadaten mit reichweiten und zielgruppen.

wobei da interessant ist das so einige arg gängige analysen scheinbar sponsored by springer sind....

wie auch immer, das thema ist viel zu komplex um zu sagen "das wird dann bild-tv"

schönes thema um sich stundenlang zu belesen
 
 
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Luchanel
Alt 09.08.2005, 17:15   #15
Standard

ja, die feli hat so recht...
 
 
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