Ein Veganer könnte jetzt zum Beispiel argumentieren, dass es keinen großen Unterschied macht, ob du ein Kalb schlachtest, oder ihm die Milch der Mutter wegtrinkst.
Eine Kuh gibt sicherlich mehr Milch, als das Kalb benötigt, so ist die Milch ein sehr wertvolles Geschenk von Mutter Natur. Außerdem kann man schlecht Milch mit Fleisch vergleichen, denn der Unterschied ob man eine Kuh nur melkt oder ihr ein Bein abschneidet ist doch enorm.
Außerdem:
Andere Moralvorstellungen berechtigen noch lange nicht zum töten von Lebewesen. Ich weiß, dass NS-Vergleiche nicht gern gesehen sind, doch kann man auch den Holocaust damit rechtfertigen, dass die Nationalsozialisten eine andere Vorstellung von Moral hatten? Schließlich wurden die Juden auch als eine andere, minderwertige Rasse angesehen. Es ist auch sehr bezeichnend, dass Mastbetriebe und Schlachthöfe Ähnlichkeiten mit Konzentrationslagern haben, was sich bei einem industrialisierten Massenmord sicher nicht vermeiden lässt.
Jetzt könnte man sogar noch drüber diskutieren, ob es besser ist, ein Tier lebenslang in den Stall zu pferchen oder ihm schnell und schmerzlos mit nem Bolzenschußgerät alle folgenden Leiden zu ersparen.
Sicher, auch bei der Milch sollte man bemüht sein, diese aus akzeptablen Betrieben zu bekommen, denn ein Tier lebenslang unschuldig einzusperren ist sehr grausam. Doch sollte man sich von der Illusion befreien, die Schlachtung sei kurz und schmerzlos. Wie es der Zufall wollte, bekam ich gestern einen Rundbrief, wo jemand sehr detailliert seine Eindrücke vom Schlachthofbesuch nahe Zürich schildert und diese sind wirklich sehr erschreckend.