Ahoi!
Ich gehoer' auch zur Segelohrenfraktion.

War auch ueber 10 als man die OP Durchgefuehrt hat, anfangs wollte die Krankenkasse deswegen nix uebernehmen aber meine Hausaerztin ist einfach der Hammer und hat das durchgedrueckt bekommen.
Die Krankenkasse hat auch selbst was verschissen. Auf unsere erste Anfrage nach der Kostenuebernahme fuer die Op kam naemlich ne Absage die in etwa gelautet hat:
"Tut mir leid bla, wir koennen die Brustverkleinerung ihrer Tochter leider nicht uebernehmen."
Das hat meine Hausaerztin auch gleich genutzt um denen bei der Kasse paar verbale Ohrfeigen fuer deren Unfaehigkeit zu verpassen und bei der zweiten Anfrage waren sie dann auf einmal willig.
Erstes Ergebnis war nicht so der Hammer, ein Jahr spaeter gabs dann ne Nachkorrektur, die wir selbst gezahlt haben. Die wurde mit Lokalbetaeubung durchgefuehrt und der Doc hat auch prompt nen unbetaeubten Nerv erwischt. Den Schmerz koennt ihr euch nichtmal in euren schlimmsten Alptraeumen vorstellen.
Also ich weiss, dass diverse Schoenheits-OPs vielleicht nich so rauskommen wie im Katalog. Die Burger auf dem Werbeplakat mit denen zu vergleichen die man am Schalter tatsaechlich bekommt ist vielleicht eine ganz gute Metapher.
Meine OP hatte auch durchaus praktische Seiten. Da ich kein Gefuehl mehr in meinen Ohrenspitzen habe, kann ich da ohne zu zucken Piercings durchjagen und im Winter brauch ich auch keine Muetze.
Meine heutige Einstellung zu solchen OPs:
Wenns wirklich sein muss und man sich absolut nicht wohl fuehlt mit _was_auch_immer_, dann kann man schon was machen lassen. Aber von Kopf bis Fuss an sich rumdoktern lassen bis man in seinen Augen "perfekt" ausschaut, ist halt doch eher was fuer Gestoerte und Michael Jackson.
Aber einen richtig krassen "Schoenheitsmakel" ausbuegeln lassen, das kann man durchaus in Erwaegung ziehen ohne sich gleich Schuldgefuehle von der "Gott ist gegen SchoenheitsOPs"-Fraktion einreden zu lassen.
YouTube - Weird Al Yankovic - Like a surgeon