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rezeptfreies mittel gegen deprissionen

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yö lintu
Alt 11.04.2007, 22:45   #1
Standard rezeptfreies mittel gegen deprissionen

hi! ich frage hier für einen guten freund, der an deprissionen leidet. er möchte irgendwas machen, möchte aber NOCH NICHT zum psycharter, weil die ärzte seine eltern informieren müssten und das möchte er nicht. anti-deprissiva gibt es aber nur mit rezept.

ich wollt nun ma fragen ob jemand von mitteln weiß (müssen ja nicht nur medizinischer art sein), die er nehmen könnte.

danke schonmal im voraus. auch in seinem namen.
 
 
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Sidolin
Alt 11.04.2007, 23:05   #2
Standard

Mein Vater hatte Depressionen, und damit ist wirklich nicht zu spaßen. Besonders mit irgendwelchen Antidepressiva, die machen sehr leicht abhängig und von daher ist es sicher sinnvoll dass es da nichts wirksames rezeptfrei gibt. Damit würde ich auch nicht experimentieren.

Ich glaube es führt kein Weg daran vorbei eine Therapie anzufangen, und da ists wie immer, umso früher desto besser, dass er selbst etwas tun will ist aber das beste was sein kann! Ich bin mir sicher es gibt da eine Möglichkeit das zu regeln, aber bitte mit ärztlicher Aufsicht. Vielleicht Selbsthilfegruppen, dass es da Leute gibt die Erfahrung haben und helfen können?
 
 
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Reh
Alt 11.04.2007, 23:14   #3
Standard

Rezeptfreie Antidepressiva gibt es in der Apotheke, dort bekommt man auch Auskunft über die mögliche Auswahl, Nebenwirkungen usw. Davon ist allerdings abzuraten, weil Antidepressiva das eigentliche Problem nicht lösen, sondern nur überdecken, indem sie das Nervensystem hemmen. Statt sich einer Scheinlösung hinzugeben, sollte sich dein Freund mit den Ursachen seiner Depression auseinandersetzen. Nur wenn er die Ursachen des Problems kennt, kann er sie bekämpfen.
 
 
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Ænema
Alt 11.04.2007, 23:14   #4
Standard

Wie sehen die Depressionen denn aus?
Der sofortige Griff zu Anti-Depressiva wäre ein bisschen voreilig, ausserdem ist damit auch nicht zu spaßen. Derartige Mittel sind nicht ohne Grund rezeptpflichtig. Es gibt natürlich noch Mittel aus der Naturheilkunde, aber die haben wohl eher mäßigen Erfolg (Johanniskrauttropfen etc. pp). Das einzige rezeptfreie Mittel, dass ich kennen würde, wäre wohl reden. Zumal der erste Weg nicht unbedingt über den Psychiater führen muss. Der Hausarzt kann auch durchaus in Notsituationen helfen und als Ansprechpartner dienen. Da muss es nicht mal unbedingt sein, dass irgendwer informiert wird.
 
 
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asdf
Alt 11.04.2007, 23:17   #5
Standard

Also über das Abhängigkeitpotential von Antidepressiva kann man schon geteilter Meinung sein.
Besonders Abhängig im herkömmlichen Sinne macht der Großteil wohl eher nicht.
Wenn man etwas eben langfristig nehmen muss und es hilft, gewöhnt sich der Köper sicherlich daran, und man kann das ganze nicht von heute auf morgen absetzen, sondern muss langsam runterdosieren. Aber das sollte es dann auch weitgehend gewesen sein.

Wie auch immer, sich selbst irgendwie irgendwelche Antidepressiva zu verschaffen macht ziemlich wenig Sinn. Da gibts so einiges zur Auswahl und die sollte wenn, dann jemand der sich damit auskennt treffen. Zumal es durchaus ziemlich ungute Wechselwirkungen geben kann, über die man Bescheid wissen sollte.

Ansonsten is die übliche pflanzliche Komponente, die bei solchen Fragen angeführt wird, Johanniskraut. Gibts wohl rezeptfrei in Apotheken. Niemals konsumiert, aber besser was harmloses ohne Ahnung testen als irgendwelche rezeptpflichtigen Serotoninwiederaufnahmehemmer oder trizyklische Antidepressiva ohne ärztliche Anleitung.


Wobei ich mich doch frage, ob es nicht auch für Minderjährige ein Patientengeheimnis gibt.
Ich denke doch schon.
Wie wäre es, einfach mal den Hausarzt aufzusuchen und ihn diesbetreffend und wegen den Depressionen zu befragen.
Das wird wohl kaum weitergegeben werden.
Aber es ist es so oder so sinnvoller zum richtigen Arzt zu gehen, ob die Eltern was erfahren oder nicht..
 
 
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reyals
Alt 11.04.2007, 23:25   #6
Standard

Aufmerksame Eltern bekommen davon ohnehin mit, also so ist es nicht.
Vielleicht ist es auch einfach so ne Phase. Ich hab das auch manchmal, das geht so ein zwei Monate wenns hochkommt.
Wart mal ab und red mit ihm.
 
 
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yö lintu
Alt 11.04.2007, 23:45   #7
Standard

danke schon mal für die schnellen antworten.

er will ja in eine behandlung aber erst wenn er 18 is (das wäre im dez.). und soweit ich das beurteilen kann von seinen berichten sind die depris extrem.. er hat total oft nervenzusammenbrüche und selbstmordgedanken. ich werd ihm aber mal eure tipps durchgeben. zZ hilft es ihm schon etwas, wenn er jemanden zu reden hat. nur möchte er die "anfälle"(bin nciht sicher ob das das richtige wort ist) etwas vermindern.
 
 
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reyals
Alt 11.04.2007, 23:54   #8
Standard

dann sei für ihn da und unternimm was mit ihm. Und versuch herauszufinden, warum er so down ist. Daran kann man unter Umständen schon ne Menge drehen.
 
 
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yö lintu
Alt 11.04.2007, 23:58   #9
Standard

ich bin ja schön ständig am reden. unternehmen is nur etwas schwer. er wohnt bei berlin. ein punkto in sachen fertig-machen is der vater...komischer kauz..

hab eben nochmal mit ihm telefoniert. er wird sich bei der hausärztin ma umhörn und auch ein danke schön an euch
 
 
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Felicitas
Alt 12.04.2007, 00:23   #10
Standard

Zitat von yö lintu
er hat total oft nervenzusammenbrüche und selbstmordgedanken.
ok. würde er das als minderjähriger einem hausarzt erzählen, müsste dieser die eltern informieren. spätestens wenn etwas mit "suizid" fällt ist er in der informationspflicht.

allg würde ich natürlich abraten sich da den eltern nicht zu offenbaren, aber ich kann es mehr als nachvollziehen wenn man es nicht will. wenn er also die kraft hat bis dezember durchzuhalten, dann soll ers von mir aus machen. sinnvoll ists wohl eher nicht, aber ich verstehs.

an rezeptfreien mitteln wirst nur was auf naturbasis finden, was da johanniskraut wäre. aber selbst da wird die apothekerin wohl nachhaken, also sollte er sich ne story einfallen lassen wie "jo die sind für meine mutter" - irgendwie sowas.

das ist jetzt alles moralisch nicht vertretbar, ich wills nur noch mal betonen, aber da ich verständnis habe, schreib ichs halt trotzdem.

an "richtige" antidepressiva wird er wohl nicht so leicht kommen und das ist auch gut so, s. asdf's post.


ansonsten: sei so gut es dir möglich ist für ihn da. auch wenn es mal anstrengend wird, du nicht mehr durchblickst und vllt kein verständnis mehr hast. ein derartiger halt wie ihn eine freundschaft da bieten kann, ist absolut wichtig. und im dezember soll er dann, wenns bis dahin nicht besser wird, zum hausarzt gehen. und wenn es unerträglich wird, er spürt dass er keine kraft mehr hat, dann soll er drauf scheißen obs die eltern erfahren, denn dann gehts nur noch um ihn und darum sich selbst "zu retten". es gibt im übrigen auch anonyme beratungsstellen zu denen man sich hinbegeben kann. die unterliegen dann auch nicht der pflicht den eltern etwas mitzuteilen. musst einfach mal bei google nach seiner stadt und irgendwas in seiner nähe suchen. irgendwas mit anonym beratungsstelle depression jugendliche als stichworte. da kann er anrufen oder hingehen wenn "es nicht mehr geht".
 
 
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Pretender
Alt 12.04.2007, 00:31   #11
Standard

Wie schon erwähnt sind Anti-Depressiva nichts womit man aus Spaß an der Freude seine Laune hochschrauben sollt. Er soll sich WENN er wirklich depressiv ist (Was in viellerlei Augen heutzutage zu allem gesagt wird) soll er sich an einen Arzt/Psychater wenden.
Da helfen keine "Happy Pills".
Richtige Depressionen MÜSSEN behandelt werden und können nicht NUR mit Medikamenten bekämpft werden.

EDIT:
Es kann sein das ich voreingenommen wirk, doch mir sind halt schon viele solcher Leute über den Weg gelaufen. Bemess nach deinem eigenen Ermessen was du machst. Wie Feli schon sagte ist allein der Faktor : Zuhören
Eine sehr sehr sehr große Hilfe. Egal wie schlecht es der Person nun genau geht.
 
 
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Extruder
Alt 12.04.2007, 02:05   #12
Standard

vergiss das thema antidepressiva erstmal, das sollte ja nun der allerletze schritt sein. ich glaube es herrscht der irrglaube dass man sich ne bunte pille einschmeißt und einfach glücklich ist, da braucht es mehr zu.

außerdem fangen die meisten medikamente erst nach einigen monaten an zu wirken und haben vor allem in der zeit bevor es wirkt richtig heftige nebenwirkungen (wirklich unschön,).
vor allem aber ist es die einfachste und für einen selbst billigste lösung, weil man selber den arsch nicht hochkriegen muss und die verantwortung den ärzten und den medikamenten in die schuhe schiebt.
wie wärs z.b. mit ner menge sport? lenkt ab und macht glücklich.
 
 
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Farya
Alt 12.04.2007, 12:54   #13
Standard

ARZT! Und zwar sofort und net erst im Dezember! Egal, ob die Eltern informiert werden müssen oder nicht, ihm muss geholfen werden! Es ist sicher unangenehm am Anfang und auch werden sie ihn wohl erstmal kontrolliert auf Medikamente einstellen müssen um ihn zu stabilisieren.. erst dann beginnt die Therapie. Diese widerrum braucht Zeit, je nachdem um welche Depression es sich handelt und wie intensiv sie ist.. und wichtig: er muß sich helfen lassen wollen und mit den Therapeuten mitarbeiten und dem was sie tun vertrauen.. sonst funktioniert das nicht..

Geht er nicht, verschlimmert sich sein Zustand und die Heilung dauert um so länger.. Wenn es ganz arg kommt, muß er stationär, um stabilisiert zu werden und das ist mit Sicherheit völlig kontraproduktiv! Da es erstens sehr lange dauert in der Klinik und zweitens danach die Betroffenen der Alltag häufig wieder erschlägt und sie einen Rückfall erleiden..

Auch wenn sein Vater eigenartig ist, und es ihm sehr unangenehm ist, es ihm und seiner Mutter zu sagen, zeugt es doch von starkem Verantwortungsbewußtsein sich selbst gegenüber, wenn er zum Arzt geht! Das, und nur das, sollte er sich dabei vor Augen halten. Es geht hier einzig und allein um ihn und seine seelische Gesundheit... Gut zu vergleichen mit einer Bronchitis.. wenn die nicht richtig behandelt wird, kann sie chronisch werden und den Betroffenen ein ganzes Leben lang nachhängen.

Medikas sollten nie in Eigenregie eingenommen werden, schon gleich gar nicht Antidepressiva.. pflanzliche Mittel werden auch nicht helfen, wenn es so stark ist, wie du hier schreibst.. ER MUSS ZUM ARZT!!

F.
 
 
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Pretender
Alt 12.04.2007, 13:03   #14
Standard

Wenn mir wer sagen würd, das er sich selbst umbringen will und es auch schon versucht hat, dann würd ich nach langem hin und her sowieso net lang fackeln und bei der Polizei anrufen.
Kann man soweit diese Person einen Suizid angekündigt hat.

kA... Bei 97% der angekündigten Suizidversuche geht es nur um einen Hilfeschrei und Aufmerksamkeit.
Jeder normale Mensch der sich umbringen will und nur das im Kopf hat behält das für sich und versucht mit aller Möglichkeit zuverhindern, das andere Leute dazwischen funken.
 
 
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asdf
Alt 12.04.2007, 13:26   #15
Standard

Jojo, trotzdem wird es auch Leute geben die sich irgendwann umbringen, obwohl sie vorher mit jemandem geredet haben..

Nur ist das einzige, das hier geschrieben wurde, dass er Selbstmordgedanken hat. Von Ankündigung und fehlgeschlagenen Versuchen steht hier kein Wort.
 
 
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ice-house
Alt 13.04.2007, 08:46   #16
Standard depressionen

Könnte mir vorstellen, dass Deinem Freund wahrscheinlich auch in der Schule und/oder im Elternhaus Probleme gemacht werden (Leistungsdruck etc). Er muss wahrnehmen, dass dies aber nur ein Lebensabschnitt ist, den viele (die meisten ?) im Leben mindestens einmal durchleiden und der garantiert vorüb ergehen wird....

Zu Antidepressiva würde ich wirklich nur im allerletzten Notfall greifen (wegen der Nebenwirkungen).

Dein Freund sollte es mit folgenden Mitteln versuchen:

Viel Sonnenlicht ( auch durch Solarium)

Weniger schlafen.

Viel Sport treiben (egal welchen)

soziale Kontakte pflegen (d.h., mit anderen Menschen sprechen und beschäftigen -aber nur mit angenehmen-; nicht vor dem Internet oder PC-Spielen sitzen)

Beschäftigung mit Tieren (z.B. Hunde aus dem Tierheim ausführen).

Keine Drogen, Alkohol.

Du bist für Deinen Freund sicherlich eine große Stütze und es wäre für ihn auch hilfreich, wenn Du ihn zu den o.g. Vorschlägen animieren oder mitnehmen könntest.

Die Einnahme von Johanniskrautmitteln soll sehr hilfreich bei Depressionen sein (gibts sogar bei ALDI).

Viel Glück
 
 
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David
Alt 14.04.2007, 16:36   #17
Standard

besorg dir Tryptophan in der Apotheke, ist rezeptfrei. Abends einnehmen, da sedierende Wirkung.
 
 
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ice-house
Alt 23.04.2007, 09:16   #18
Standard

Ein hilfreiches Mittel bei Depressionen ist auch "gut und ordentlich zu essen" (man muss sich selbst und seinen Körper verwöhnen), denn: Nerven brauchen Nahrung.

Vielleicht ist deshalb eine der häufigsten Nebenwirkungen bei der Einnahme von Psychopharmaka die Gewichtszunahme.

Empfehle stattdessen regelmäßig eine komlette Tafel Nussschokolade von Milka......


"Die Kunst im Leben besteht darin, einmal mehr aufzustehen als man umgeworfen wird".
 
 
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