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Rauchen gegen Asthma?

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kRu3m31
Alt 31.10.2007, 22:58   #1
Standard Rauchen gegen Asthma?

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie mein Blick war, als mir ein Bekannter das >Rauchen< von Blättern des Stechapfels (Datura) empfohlen hat um meine Beschwerden bezüglich meines Asthmas zu lindern.

Nach einigen Recherchen stellte sich, was ich zuerst als lächerlich empfand, als gar nicht mal so abwegig dar. Zwar kann der Konsum der Pflanze, welcher Teile ist nicht explizit beschrieben, auch zu üblen psychosen Psychosen führen, jedoch ist auch von der Verwendung als "Tabak" in sogenannten Asthmazigaretten die Rede, die vor garnicht allzu langer Zeit angeblich sogar in der Apotheke verkauft wurden.

Mit Sicherheit ist der Rauchgenuss als "Heilung", da ja nicht einmal klar ist, inwiefern sich eine Besserung einstellen könnte, viel zu riskannt.
Trotz alldem wollte ich mal wissen wie ihr darüber denkt

Infos dazu findet ihr u.a. auch beim allwissenden Wikipedia;
http://de.wikipedia.org/wiki/Stech%C3%A4pfel

 
 
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OrionX
Alt 31.10.2007, 23:09   #2
Standard

solangs kein tabak ist... tabak bringt ja teerablagerungen in der lunge und verschlimmert das asthma, rauch von anderen pflanzen kann, sofern 'gesund' da auch anders wirken. theoretisch könnte es gehen.
 
 
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Extruder
Alt 31.10.2007, 23:12   #3
Standard

könnte schon sein, kommt aber drauf an.
also ich hab kein so starkes asthma und hab mit wasserdampf z.b. schon atemprobleme geschweige denn shisha- oder zigarettenrauch...

edit: ich denke auch solange es kein teer enthält sollte es zumindest nicht schaden
 
 
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Reh
Alt 31.10.2007, 23:28   #4
Standard

Wie kommt man zu der illustren Annahme, dass es nicht schaden könnte, solange kein Teer drin ist?
Aus welchem Grund wurden die Asthmazigaretten wieder vom Markt genommen?

Wenn man nicht mehrere wissenschaftliche Studien findet, sollte man vor solchen Mitteln die Finger lassen.
Es sei denn, man glaubt daran, wie die Chinesen an ihre Chinesische Medizin, dann wirkt auch Gift heilend - siehe Placebo-Effekt.
 
 
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OrionX
Alt 31.10.2007, 23:35   #5
Standard

ich hab ja auch nur theoretisch gesagt mit meinem wirklich beschränkten wissen über medizin
 
 
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asdf
Alt 31.10.2007, 23:42   #6
Standard

Jaja, das war trotzdem reichlich sinnlos..
In Zigaretten ist an sich auch kein Teer, der entsteht durch die Verbrennung. Und der kann bei der Verbrennung von anderen Dingen wohl genauso entstehen. Einfach irgendetwas zu rauchen ist, abgesehen von der Suchtproblematik, keineswegs gesünder als das zu rauchen, das dafür gezüchtet und hergestellt wird, nämlich Tabak, wohl eher im Gegenteil.
Also bitte..
 
 
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Dutch Dragon
Alt 31.10.2007, 23:52   #7
Standard

Bei Verbrennung von organischem Material entsteht immer ein Kondensatmix aus vielen hunderten Stoffen. Das is nie gesund, das einzigste was bei dem kräuterscheiss fehlt is das Nikotin, aber das is ja primär für den Organismus nich so schädlich da es gleich wieder abgebaut wird, das erzeugt nur die Sucht.
Was logisch klingt wäre das Verdampfen von Kräutern bei 200°C. Das kann uu. ne Bronchienerweiternde Wirkung haben. Aber dafür gibts ja Medikamente.
 
 
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asdf
Alt 01.11.2007, 05:36   #8
Standard

Da wir diese suspekte Rauch/Teer Sache ja nun geklärt hätten, könnte ich ja eigentlich auch noch was zum eigentlichen Thema sagen..
Zitat von kRu3m31
Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie mein Blick war, als mir ein Bekannter das >Rauchen< von Blättern des Stechapfels (Datura) empfohlen hat um meine Beschwerden bezüglich meines Asthmas zu lindern.

Nach einigen Recherchen stellte sich, was ich zuerst als lächerlich empfand, als gar nicht mal so abwegig dar. Zwar kann der Konsum der Pflanze, welcher Teile ist nicht explizit beschrieben, auch zu üblen psychosen Psychosen führen, jedoch ist auch von der Verwendung als "Tabak" in sogenannten Asthmazigaretten die Rede, die vor garnicht allzu langer Zeit angeblich sogar in der Apotheke verkauft wurden.

Mit Sicherheit ist der Rauchgenuss als "Heilung", da ja nicht einmal klar ist, inwiefern sich eine Besserung einstellen könnte, viel zu riskannt.
Trotz alldem wollte ich mal wissen wie ihr darüber denkt
Ja davon dass es viel zu riskant ist kannst du ausgehen, selbst wenn sich eine Besserung einstellen würde.
Atropin ist wohl das bekannteste der Alkaloide, die dieses und andere Nachtschattengewächse enthalten, aber bei Leibe nicht das einzige.
Atropin wird nun zwar durchaus auch in der heutigen Medizin eingesetzt, aber soweit ich weiß nicht gerade bei Asthma..
Und egal ob Blätter, Blüten, Früchte oder gar Wurzeln, alles davon enthält diese Alkaloide bzw. Giftstoffe. Zwar theoretisch in unterschiedlich hoher Menge, aber der Wirkstoffgehalt lässt sich hier sowieso nicht annähernd genau abschätzen und schwankt selbst innerhalb der selben Pflanzenteile (also z.B. Blättern oder Blüten) um mehrere 100 Prozent, was eine wirkliche oder gar richtige Dosierung ziemlich unmöglich macht. Das ganze kann durchaus auch durch das Rauchen aufgenommen werden. Was aber eigentlich wohl gerade wenn man gegen Asthma vorgehen wollen würde, nun nicht unbedingt die sinnvollste Methode wäre..
Ich will mich auch nicht großartig über die übermäßig langanhaltende halluzinogene Wirkung, Krämpfe, extreme Übelkeit, totale Filmrisse oder spätestens bei zu hoher Dosierung auch den Tod durch Atemdepression, äußern. Das kann man ja auf verschiedenen ausführlichen Seiten gut nachlesen.
Jedenfalls war diese Empfehlung absoluter Bullshit.
Da kann man auch daran glauben wie man will, Placebo-Effekt hin oder her, das ist dieses Risiko hier niemals wert.

Ich hab mir jetzt nur sehr wenig über die sogenannten "Asthmazigaretten" angeschaut, jedenfalls wurde wohl ziemlich darauf geachtet, nicht zu viel von dem Stechapfelkram dort mit "einzubauen". Dass man das aber dennoch zurecht irgendwann vom Markt nahm, ist wohl nur eine Frage der Zeit gewesen.

Es kann ja nun aber durchaus sein, dass 1 oder 2 Alkaloide unter den vielen des Stechapfels irgendwie gut gegen Asthma sind.
Eventuell wurde das ja auch schon in der medizinischen Forschung untersucht, isoliert und später in Arneimitteln eingesetzt oder gleich zu einem effektiveren Wirkstoff weiterverarbeitet. Wäre ja nun auch nicht das erste Medikament, das in irgendeiner Form von Nachtschattengewächsen abstammt.

Jedenfalls kannst du über soetwas ruhig mal mit deinem Arzt reden, vielleicht ergibt sich ja doch irgendwas..
 
 
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