Da wir diese suspekte Rauch/Teer Sache ja nun geklärt hätten, könnte ich ja eigentlich auch noch was zum eigentlichen Thema sagen..
Zitat von kRu3m31 Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie mein Blick war, als mir ein Bekannter das >Rauchen< von Blättern des Stechapfels (Datura) empfohlen hat um meine Beschwerden bezüglich meines Asthmas zu lindern.
Nach einigen Recherchen stellte sich, was ich zuerst als lächerlich empfand, als gar nicht mal so abwegig dar. Zwar kann der Konsum der Pflanze, welcher Teile ist nicht explizit beschrieben, auch zu üblen psychosen Psychosen führen, jedoch ist auch von der Verwendung als "Tabak" in sogenannten Asthmazigaretten die Rede, die vor garnicht allzu langer Zeit angeblich sogar in der Apotheke verkauft wurden.
Mit Sicherheit ist der Rauchgenuss als "Heilung", da ja nicht einmal klar ist, inwiefern sich eine Besserung einstellen könnte, viel zu riskannt.
Trotz alldem wollte ich mal wissen wie ihr darüber denkt
Ja davon dass es viel zu riskant ist kannst du ausgehen, selbst wenn sich eine Besserung einstellen würde.
Atropin ist wohl das bekannteste der Alkaloide, die dieses und andere Nachtschattengewächse enthalten, aber bei Leibe nicht das einzige.
Atropin wird nun zwar durchaus auch in der heutigen Medizin eingesetzt, aber soweit ich weiß nicht gerade bei Asthma..
Und egal ob Blätter, Blüten, Früchte oder gar Wurzeln, alles davon enthält diese Alkaloide bzw. Giftstoffe. Zwar theoretisch in unterschiedlich hoher Menge, aber der Wirkstoffgehalt lässt sich hier sowieso nicht annähernd genau abschätzen und schwankt selbst innerhalb der selben Pflanzenteile (also z.B. Blättern oder Blüten) um mehrere 100 Prozent, was eine wirkliche oder gar richtige Dosierung ziemlich unmöglich macht. Das ganze kann durchaus auch durch das Rauchen aufgenommen werden. Was aber eigentlich wohl gerade wenn man gegen Asthma vorgehen wollen würde, nun nicht unbedingt die sinnvollste Methode wäre..
Ich will mich auch nicht großartig über die übermäßig langanhaltende halluzinogene Wirkung, Krämpfe, extreme Übelkeit, totale Filmrisse oder spätestens bei zu hoher Dosierung auch den Tod durch Atemdepression, äußern. Das kann man ja auf verschiedenen ausführlichen Seiten gut nachlesen.
Jedenfalls war diese Empfehlung absoluter Bullshit.
Da kann man auch daran glauben wie man will, Placebo-Effekt hin oder her, das ist dieses Risiko hier niemals wert.
Ich hab mir jetzt nur sehr wenig über die sogenannten "Asthmazigaretten" angeschaut, jedenfalls wurde wohl ziemlich darauf geachtet, nicht zu viel von dem Stechapfelkram dort mit "einzubauen". Dass man das aber dennoch zurecht irgendwann vom Markt nahm, ist wohl nur eine Frage der Zeit gewesen.
Es kann ja nun aber durchaus sein, dass 1 oder 2 Alkaloide unter den vielen des Stechapfels irgendwie gut gegen Asthma sind.
Eventuell wurde das ja auch schon in der medizinischen Forschung untersucht, isoliert und später in Arneimitteln eingesetzt oder gleich zu einem effektiveren Wirkstoff weiterverarbeitet. Wäre ja nun auch nicht das erste Medikament, das in irgendeiner Form von Nachtschattengewächsen abstammt.
Jedenfalls kannst du über soetwas ruhig mal mit deinem Arzt reden, vielleicht ergibt sich ja doch irgendwas..