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ökologischer leben

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emarzog
Alt 13.03.2008, 21:33   #1
Standard ökologischer leben

Hallo,
ich überlege mir seit langem ökologischer zu leben. Dazu gehört natürlich sich zu informieren, deswegen habe ich mal einbisschen was zusammengestellt.

Ernährung:
Natürlich sollte mensch, wenn mensch ökologisch leben will, sich ökologisch ernähren. Ich habe also vor nur noch im Bioladen einzukaufen. Auch will ich darauf achten hauptsächlich regionale Produkte zu kaufen.
Außerdem denke ich, dass auch vegan sein was mit Ökologie zu tun hat. Nach www.veganismus.de ist "die Tierhaltung Hauptursache für Treibhauseffekt und Waldsterben", schädigt "durch Gülle das Grundwasser eklatant" und zerstört "Ökosysteme". Ich habe auch mal gelesen, dass ein vielfaches von Nahrung benötigt wird, als mensch durch tierische Produkte gewinnt. Das würde also bedeuten, dass mensch für vegane Ernährung nur einen Bruchteil der Anbauflächen benötigt.
Mehrwegflachen für Getränke tragen ja sicherlich zum Umweltschut bei, aber gibt es auch Mehrweg für andere Produkte? Falls kein Mehrwegprodukt existiert, was ist dann besser Glas oder Tetra Pak?
Mensch kann ja zum Beispiel Joghurt einfach selber herstellen, so ensteht kein Müll durch Verpackung und es gibt auch keinen Transportweg. Was kann mensch noch selber herstellen, vielleicht sogar einfacher als mensch denkt?
Nahrung selber anbauen ist sicherlich auch eine tolle Sache.

Kleidung:
Leder ist ja schonmal nicht vegan, aber was wird ökologischer hergestellt Tierleder oder Kunstleder?
Was gibt es für lederfreie Schuhe und woher bekommt mensch die?
Ich habe mal gelernt, dass die Baumwollproduktion eine ökologische Katastrophe ist. Was wisst ihr dazu?
Was gibt es denn für Alternativen? Hanf?

Hygiene:
Hygieneprodukte sind ja allgemein vegan. Gibt es da Ausnahmen?
Wie ökologisch sind Hygieneprodukte?
Ich habe mir Shampoo und Duschgel ohne Parfüm von Urtekram gekauft.
Das Shampoo gefällt mir ganz gut, das Duschgel ist mir aber zu dünnflüssig.
Was gibt es da für ökoligische Alternativen? Kernseife?

Gebrauchsgegenstände:
Ich will versuchen möglichst auf Altpapier umzusteigen.
Was kann mensch sonst noch machen?

Strom und Heizung:
Stromsparen ist sicherlich ein wichtiger Punkt.
Ich mache einfach unbenutzte Geräte aus. Was kann mensch sonst noch zum Stromsparen machen?
Woher kommt mein Strom, wie kann mensch das beeinflussen?
Wir heizen mit Holz in einem Kachelofen. Ist das ökologisch sinnvoll?

Mobilität:
Ich habe vor mir wieder ein vernünftiges Fahrrad zu besorgen.
Sonst ist es sicherlich empfehlenswert mit den Öffentlichen zu fahren. Leider ist das sehr teuer.

Müll:
Die genannten Punkte dienen ja teilweise schon der Müllreduzierung.
Wie siehts mit der Mülltrennung aus?
Ich überlege mir auch einen eigenen Komposthaufen anzulegen.


Was habt ihr dazu für Meinungen, Tipps, Antworten, Links, Erfahrungen?
 
 
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tj
Alt 14.03.2008, 00:12   #2
Standard

Zitat von emarzog

Kleidung:
Leder ist ja schonmal nicht vegan, aber was wird ökologischer hergestellt Tierleder oder Kunstleder?
Was gibt es für lederfreie Schuhe und woher bekommt mensch die?
Ich habe mal gelernt, dass die Baumwollproduktion eine ökologische Katastrophe ist. Was wisst ihr dazu?
Was gibt es denn für Alternativen? Hanf?

Was habt ihr dazu für Meinungen, Tipps, Antworten, Links, Erfahrungen?
Also zu Kleidung kann ich dir sehr gute Auskunfte geben weil ich meine Arbeit für die Uni unter anderem über das Thema der Neo-Ökologie geschrieben habe.

Auszug meiner Arbeit (Endfassung 22 Dez. 08)
Thema : Auswirkungen der Neo-Ökologie auf die Modebranche

[FONT=Verdana]Der Trend der Neo-Ökologie wird neben den Auswirkungen auf die Automobilbranche, die Produktion sämtlicher technischer Güter, sowie den Lebensmittelmarkt, auch auf die Mode- und Kosmetikbranche Einfluss nehmen. Nun stellt sich die Frage: “Wie beeinflusst die ökologische Innovation den Markt und die Produktion der Mode?“[/FONT]

[FONT=Verdana]Im Allgemeinen ist festzuhalten, dass sich der Trend wegbewegt von jeglichen chemischen Behandlungen von Stoffen und somit der gesamten Modewelt ein neues Gesicht verleiht. „Chemie ist OUT, Natur ist IN.“ Aber was heißt das jetzt genau?[/FONT]

[FONT=Verdana]Erstens könnte sich die Entwicklung in Richtung der Verarbeitung von Naturfasern wie reiner Baumwolle, Leinen und Seide verstärken und somit einen verbesserten Tragekomfort bei den Verbrauchern auslösen. Die Mode präsentiert neben ihrer neu gewonnenen Eleganz die Aufforderung dazu, die Umwelt zu schützen.[/FONT]

[FONT=Verdana]Zweitens könnten alternative Webstoffe wie Wolle, Flachs, Torf, Brennnesseln und Hanf, welche bis jetzt auf dem Markt eher in Naturläden käuflich zu erwerben waren, an Zuwachs auf dem Absatzmarkt gewinnen und so auch Einfluss auf die Kollektionen großer Designer und Modemarken nehmen.[/FONT]

[FONT=Verdana]Drittens könnte das Schönheitsgefühl und Modebewusstsein einen neuen Ruf bekommen, welcher im direkten Sinne mit Umweltschutz in Verbindung gebracht werden kann. Das heißt, die modebewussten Kunden verkörpern somit auch ein Umweltbewusstsein, welches einfach durch den Kauf unbehandelter Stoffe und Kleidungen erworben werden kann.[/FONT]

[FONT=Verdana]Viertens könnte neben dem biologischen Anbau von Obst und Gemüse auch mehr Wert auf den biologischen Anbau der Baumwolle gelegt und gleichzeitig auf weitere Kreuzungen farbiger Baumwolle verzichtet werden.[/FONT]

[FONT=Verdana]Fünftens sollten Baumwollfasern wenn möglich mit natürlichen Farbstoffen eingefärbt werden, da jede synthetische Färbung durch Rohöl Sondermüll produziert.[/FONT]

[FONT=Verdana]Sechstens gibt es bereits Pläne über die Einführung von Zertifikaten, welche zum Beispiel die Hersteller besonders ökologisch produzierter Modewaren auszeichnen und somit die Ware für den Kunden transparenter und greifbarer machen.[/FONT]

[FONT=Verdana]Siebtens wäre ein Verzicht auf maschinelle Fertigungen ein weiterer Schritt in Richtung ökologischer Mode. Da bei maschinellen Fertigungen die Faser zum Beispiel entweder mit Chlor gebleicht oder mit Kunstharz gehärtet werden, kommen sie nach der Färbung ein weiteres Mal mit Chemikalien in Berührung.[/FONT]

[FONT=Verdana]Achtens bestände die Möglichkeit, Lederwaren nicht mehr durch Chromgerbungen zu behandeln, sonder mit Gerbungen aus pflanzlichen Stoffen, was zwar wesentlich länger dauern, aber auch ein besseres Ergebnis erzielen sowie das Produkt ökologischer machen würde.[/FONT]

[FONT=Verdana]Fazit: Diese acht Thesen sind nur Beispiele für ökologische Beeinflussungen auf den Modemarkt anhand des Trends der Neo-Ökologie. Da neben der Modebranche auch die Kosmetik- und Parfümbranche, die stark mit der Mode harmonieren und zusammenarbeiten, vom Trend betroffen sind, werden hier wohl weitere Veränderungen zu bemerken sein, wie zum Beispiel das Anhalten des Trends zu natürlichen Kosmetika. Firmenkonzepte wie Yves Rocher werden dank des neuen ökologischen Bewusstseins einen zweiten Frühling erleben und mit einem Öko-Pur Konzept Riesengewinne verzeichnen.[/FONT]
Zum Rest habe ich bis jetzt nicht wirklich viel Erfahrungen zu verkünden. Ich kaufe halt viel Bio-Getränke wie z.B. Bionade oder ab und an Bio-Brotaufstrich oder ähnliches, aber dieses eigentlich nur aus dem Grund weil es mir schmeckt und nicht aus dem ökologischen Sinn.

Ich denke schon das die Gesellschaft sich formen muss um weiterhin überleben zu können und klar wird auch hier das Thema "Öko" eine ganz wichtige Rolle spielen. Es wird aber denke ich noch länger dauern bis dies alles wirklich durchsetzbar ist.

Aber ich finde es gut, dass du die Initative ergreifen willst und selbst voll umsteigen willst. Für mich wäre dies z.B. momentan ganz ehrlich gesagt gar nicht möglich. Und die Planung und die Durchführung sind wieder zwei komplett verschiedene Schuhe. Aber die Motivation zählt ja auch schonmal

Lg
Tobi
 
 
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Reh
Alt 14.03.2008, 00:43   #3
Standard

Das wirksamste Mittel ist es, den Energieverbrauch drastisch zu reduzieren. Damit ist nicht nur die direkte Energienutzung, z.B. in Form von Strom oder Benzin gemeint, sondern auch alle Konsumgüter, da zu ihrer Herstellung ebenfalls Energie verbraucht wird.

Ebenfalls sehr wirksam wäre es, Rohstoffe effizient zu nutzen. Während z.B. traditionelle Fischer den Fang komplett verwerten, werfen Fischkutter oft 50% des Fangs wieder über Bord - natürlich sind die Fische dann schon tot. Mit solchen Methoden entziehen wir uns selbst die Nahrungsgrundlage. Aber in dieser Kette der Dämlichkeiten stehen wir am Ende und haben keinen direkten Einfluss auf die Prozesse. Wir können höchstens geschlossen die Produkte verweigern, die mit uneffektiven Mitteln erwirtschaftet werden.

Vermutlich würde aber selbst das nicht helfen. Wir würden nur eine Krise der Fischindustrie auslösen und sie würden sich versuchen zu retten, indem sie das Zeug zu Fischmehl verarbeiten und als Tierfutter verkaufen. Dann hätten wir alles nur noch schlimmer gemacht. Dann müssten wir anfangen Fleischprodukte zu boykottieren, was weitere wirtschaftliche Krisen bedeuten würde, und außerdem eine Hungersnot bei uns selbst.

Naja. Unsere realistischen Möglichkeiten, ökologisch zu leben, sind leider mies. Warten wir auf die Apokalypse, die uns zum Umdenken zwingen wird. Bis dahin balsamieren wir unsere Schuldgefühle weg. Ich fahre nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln!
 
 
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Fränze
Alt 15.03.2008, 19:59   #4
Standard

Zitat von Reh
Unsere realistischen Möglichkeiten, ökologisch zu leben, sind leider mies.
Wenn alle etwas tun, ist viel mehr erreicht, als wenn wenige alles tun.

Deshalb bin ich nicht Rehs Meinung, dass unsere Möglichkeiten mies sind. Sie sind mies, wenn wenige total ökologisch leben und wirken wollen, denn dann vergraulen sie die Mehrheit der Leut´, die sich dann aus Trotz erst recht als Umweltsäue profilieren.

Jeder sollte das tun, was er relativ mühelos machen kann: Obst und Gemüse aus der Region kaufen (z.B. keine Bio-Äpfel aus Südafrika), Stromfresser ersetzen, im Winter Pulli tragen und nicht im Shirt in der überheizten Wohnung sitzen, keine Geräte stand-by laufen lassen (außer dem Kühlschrank ), wann immer möglich öffentliche Verkehrsmitteln oder das Fahrrad benutzen, weniger Fleisch essen, sparsam mit Putzmitteln umgehen, nicht immer alles wegschmeißen und neu kaufen, nur weil eine neue Mode aufkommt.

Fazit: Seinen eigenen Gesamtverbrauch drosseln. Wenn das alle tun, hat keiner ein freudloses Leben, aber der Umwelt ist gedient.
 
 
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OrionX
Alt 15.03.2008, 23:18   #5
Standard

kann mir mal jemand erklären wie es die umwelt retten kann wenn wir samt und sonders alle pflanzen futtern? natürlich bekämpft man unser co2 problemchen am besten dadurch, das man möglichst viele sauerstoff zu co2 wandler aufisst oder anzieht und co2 produzenten fröhlich am leben lässt. einseitigkeit war immer schon des rätsels lösung.

das macht soviel sinn wie den kommunismus zu bekämpfen indem man in die npd eintritt.
 
 
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Jason Evil
Alt 16.03.2008, 11:10   #6
Standard

Ich versteh die ganze Öko Kiste nicht. Hab beruflich in letzter Zeit viele Inventuren gemacht und sehr oft die Öko Regale der Supermärkte gezählt.

Was es da nicht alles gibt und dann noch zu Preisen, die sich ein normalsterblicher nicht leisten kann. Es gibt sogar Bio Katzenfutter... als wenn da nicht das gleiche drin ist wie im billigen Fraß 2 Regale drunter.

Ich glaube nicht das wir die wachsende Umwelt Katatstrophe noch kippen können. Egal ob einer vegan/ökologisch lebt oder 1000. Ich kauf weiter das Essen was für mich am günstigsten ist. Ob das nun "ökologisch-korrekt" ist oder nicht interessiert mich dabei wenig. Halte diese ganze Ökothematik eh nur für Geldmacherei. Gekauft wirds ja anscheinend ohne Ende.

Letztens im Suptermarkt hab ich eine Mutter gehört die zu ihren Kindern gesagt hat: "Nein! Wir kaufen kein Nutella, die tun da manchmal Gift rein. Lieber das Ökologische, das ist zwar teurer aber damit bleibst du Gesund." Offensichtlich steigt das "gesunde" Essen manchen zu sehr in den gesunden Menschenverstand...
 
 
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baedr
Alt 16.03.2008, 12:54   #7
Standard

Ich glaube nicht das wir die wachsende Umwelt Katatstrophe noch kippen können.
Das hört sich an, als ob irgendwann an einem bestimmten nicht abwendbaren Stichtag plötzlich eine katastrophe eintritt... Das ist natürlich Unsinn, wir werden irgendwann auf Grund des sinkenden Lebensstandards sowieso gezwungen werden, ökologischer und ökonomischer zu Leben. Alles was jetzt gemacht wird, ist ein Gewinn für das zukünftige Leben, und zögert diese Entwicklung hinaus.
Halte diese ganze Ökothematik eh nur für Geldmacherei.
jaja, sogar der Staat ist draufreingefallen, und subventioniert das...
 
 
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Reh
Alt 16.03.2008, 16:16   #8
Standard

Zitat von Fränze
Wenn alle etwas tun, ist viel mehr erreicht, als wenn wenige alles tun.
Das ist richtig. Das Problem liegt im "wenn". Ich begründe meine Meinung darauf, dass dieses positive Szenario nicht eintreten kann. Wenn es eintreten würde, würde es helfen, aber es wird meiner Meinung nach nicht eintreten. Dafür müssten wir aus freien Stücken unser komplettes gesellschaftliches System ändern, und zwar weltweit. Das ist unrealistisch. Systeme ändern sich nicht freiwillig, sie ändern sich, wenn sie aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Noch ist unser System nicht aus dem Gleichgewicht, also wird sich vorerst nichts ändern, auch wenn wir absehen können, dass es sinnvoll wäre.

Zitat von OrionX
kann mir mal jemand erklären wie es die umwelt retten kann wenn wir samt und sonders alle pflanzen futtern?
Wenn du 1 Kilo Pflanzen futterst, dann futterst du die Energiemenge von 1 Kilo Pflanzen. Wenn du ein Kilo Pflanzenfresser (z.B. Kuh) futterst, dann futterst du die Energie von mindestens 10 Kilo Pflanzen, weil maximal 10% der Nahrungsenergie in Körpermaterie umgewandelt werden können. Wenn du einen Pflanzenfresser-Fresser futterst (z.B. Wolf), dann futterst du die Energie von mindestens 100 kg Pflanzen.
Je höher dein Nahrungsmittel in der Nahrungskette steht, desto mehr Energie musste dafür aufgewendet werden. Der Energieaufwand wird letztlich von Pflanzen gedeckt, so dass die geringste Belastung der Pflanzen dann entsteht, wenn wir uns ausschließlich von Pflanzen ernähren würden.
Wenn du also 10 Kilo Kuh verspeist und denkst, dass du damit die Pflanzenwelt und damit unsere Ressourcen geschont hast, dann hast du sie in Wirklichkeit um das zehnfache mehr belastet, als wenn du 10 Kilo Gras gefuttert hättest.
 
 
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Fränze
Alt 16.03.2008, 16:44   #9
Standard

Nur liefern 10 kg Kuh auch mehr Energie als 10 kg Pflanzen, das heißt, man futtert keine 10 kg Kuh.
Wir futtern aber zu viel Kuh, weshalb wir auch alle zu fett sind, bzw. uns das Fett künstlich abstrampeln müssen.
 
 
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Reh
Alt 16.03.2008, 17:06   #10
Standard

Das kommt auf die Pflanze an. Liefern 10 kg Weizen wirklich weniger Energie als 10 kg Fleisch? Ich würde auf das Gegenteil tippen, weil Kohlenhydrate mehr Energie enthalten als Eiweiß.

Das Fleisch, das wir konsumieren, trägt nichts zur Überfettung der Gesellschaft bei. Die Hauptursache ist Bewegungsmangel und wenn es schon um Nahrung geht, dann sind Kohlenhydrate viel besser als Dickmacher geeignet als Fleisch.
 
 
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Klebstoff
Alt 21.03.2008, 16:53   #11
Standard

Aber Kohlenhydrate sind doch nicht alles. Man braqucht doch auch Proteine, Vitamine und Mineralien. Die gibt es teils eben nur im Fleisch. Deswegen scheidet unteranderem der Weg der Vegetarismus für mich aus. Ganz abgesehen von der geschmacklichen differenz zwischen Soja- und Bratwurst.
 
 
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Fränze
Alt 22.03.2008, 20:30   #12
Standard

Fett macht fett. In Kuh ist nicht so viel Fett wie in Schwein. Viel Schwein macht auch fett, besonders, wenn es mit Kohlehydraten zusammen verzehrt wird. Am fettesten macht ein paniertes Schweinschnitzel mit fetten Pomme frites.

Dass Kohlehydrate auch dick machen, sieht man an den dicken Vegetariern, allerdings sind das oft die sogenannten "Puddingvegetarier", die viel Süßes essen.

Wir waren aber bei den ökologischen Auswirkungen des Fleischverzehrs. Die sind gewaltig. Nicht nur, dass die Kühe hinten und vorne Gase ausscheiden, sie (ver)brauchen für ihr Futter auch enorme Ackerflächen.
Deshalb ist es gesundheitlich und ökologisch sinnvoll, wenger Fleisch zu essen.
 
 
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Reh
Alt 23.03.2008, 23:38   #13
Standard

Ob es gesundheitlich sinnvoll ist, weniger Fleisch zu essen, wage ich zu bezweifeln. Die meiste Zeit der Menschheitsgeschichte war der Mensch vorwiegend Fleischfresser. Vegetarische Kost in großem Stil ist erst seit etwa 10000 Jahren aufgekommen und der Grund dafür war nicht die Überlegenheit des vegetarischen Futters, sondern die steigende Zahl der Weltbevölkerung, die es nicht mehr möglich machte, alle Menschen vorwiegend von Fleisch zu ernähren. Reine Zwangsmaßnahme also. Den frühen Bauern ging es gesundheitlich auch deutlich schlechter als ihren Vorgängern, den Jägern. Dass es uns heute gesundheitlich besser geht als den steinzeitlichen Jägern, hat andere Gründe und liegt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht daran, dass wir heute relativ wenig Fleisch essen.
 
 
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Fränze
Alt 24.03.2008, 12:13   #14
Standard

Zitat von Reh
Den frühen Bauern ging es gesundheitlich auch deutlich schlechter als ihren Vorgängern, den Jägern. Dass es uns heute gesundheitlich besser geht als den steinzeitlichen Jägern, hat andere Gründe und liegt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht daran, dass wir heute relativ wenig Fleisch essen.
Auf die Gefahr hin, wieder in ein user-vertreibendes Zwiegespräch auszuarten , antworte ich mal direkt: Wie sich jemand ernähren sollte, um gesünder zu bleiben, hängt von seinen Lebensumständen ab. Wer in den kältesten Zonen wohnt, ernährt sich auch heute so fettreich, dass es uns Westeuropäer umbringen würde. Fett liefert die meiste Energie. Die frühen Jäger hatten einen anstrengenden Job, der nicht immer von Erfolg gekrönt war. Aber wenn, dann lieferte das Ergebnis Fett und Proteine, ergänzt durch die Kohlehydrate der von den Frauen gesammelten Feld- und Waldfrüchte.
Deshalb waren die Jäger wohl gesünder als die frühen Bauern (wurden aber im Durchschnitt durch die Jagdunfälle nicht älter), die auf die ebenfalls hart erarbeiteten Feldfrüchte mehr angewiesen waren, obwohl ja zeitgleich oder sogar früher die Viehhaltung begann.

Wenn wir heute dieselben Lebensumstände hätten wie unsere frühen Vorfahren, müßten wir uns auch anders, also fettreicher, ernähren, und körperlich schwer arbeitende Menschen tun es auch. Aber wir Hirnwichser brauchen die Tierfett nicht, und wenn wir es trotzdem zu uns nehmen, verbrauchen wir es nicht, sondern setzen es am Bauch an. So viele ölhaltige Pflanzen können wir gar nicht zu uns nehmen, dass wir damit auf die Menge Fett kommen wie mit einem Braten.
 
 
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OrionX
Alt 24.03.2008, 13:38   #15
Standard

es kommt wohl auch auf den stoffwechsel des einzelnen an. man kann sich fragen ob es sinnvoll ist bei einem schnellen stoffwechsel tonnenweise pflanzliches zeug in sich reinzufuttern, oder ein gut durchgebratenes großes kalbssteak zu essen.

zudem sind "unsere Vorfahren" immer noch da. Der allergrößte der Menschen auf der erde gehört den "Farmern" an, und nur relativ wenige den alten Jägern. Und Stoffwechsel von Jägern verhalten sich anders als die der Farmer, auch ist der Lebensstil eines Jägers in der modernen gesellschaft signifikant anders als der des Farmers.

was ich damit sagen will: Man kann nicht pauschalisiert sagen das es wohl besser/gesünder sei für alle menschen dies oder jenes zu essen. Das einzige was man sagen kann ist, das die ernährung des menschen immer _ausgewogen_ sein sollte, und nie einseitig. Veganismus ist nun eine dieser einseitigeren Formen der ernährung.
 
 
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lausitzer
Alt 08.04.2008, 23:22   #16
Standard ökologisch denken heißt auch ökologisch handeln

http://myshop.2joy.com/index.php?iti...id=117&start=0

Ich weiß das ist jetzt Werbung aber wie soll man es besser beschreiben, wenn alles dasteht. Ich sag mal so wenn alle wenigtens ein wenig mehr auf die Umwelt achten würden wäre das schon gut. Leider stemmt sich die Industrie immer noch zwanghaft dagegen neue fortgeschrittenen Sachen auf den Markt zu bringen, obwohl die Technik für vieles längst da ist. Man bedenke mal was Computer heute alles können. Aber egal ob Autoindustrie oder Pharma oder Chemiekonzern, denen juckt die Umwelt nicht, Kasse machen ist die Devise, das geht ja schon jahre so und wie lang soll es noch gehen?
Schade das die Politiker auch nur Marionetten der Industriebosse sind.
So sehe ich das jedenfalls.
 
 
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