Zitat von Bodo:
...wenig Kohlenhydrate dafür viel Eiweiss.
Kohlenhydrate und Eiweiss liefern jeweils rund 4 kcal/ Gramm.
Es ist für den Körper etwas aufwendiger Eiweiß (Proteine) in Energie (Glucose) umzuwandeln, das bedeutet aber nicht, daß man zum Abnehmen mehr Eiweiß als gewöhnlich zu sich nehmen sollte.
Im Grossen und Ganzen nimmt der durchschnittliche Deutsche heute schon weit mehr Eiweiß (Proteine) zu sich als benötigt, auch für den Sport, von extremem Kraftsport oder sehr umfangreicher und kraftaufwendiger Arbeit wie etwa Baumfällarbeiten einmal abgesehen.
Was wirklich ins Gewicht fällt (im wahrsten Sinne des Wortes), das ist Fett mit 9 kcal /Gramm, es hat mehr als doppelt so viele Kalorien. Auch Alkohol hat etwa 7 kcal/ Gramm.
Wer Abnehmen möchte, sollte durchaus seine Ein- Ausfuhr- Bilanz in Bezug auf seine Energie im Lot halten.
Das bedeutet: Wer umso mehr isst (nicht Volumen-, sondern Kalorienbezogen!) der benötigt auch umso mehr Energieausfuhr durch Bewegung, Stoffwechsel.
Meines Erachtens ist Sport sehr empfehlenswert, oft tut es aber der (kostenlose) Sport im Alltag, wenn wir ihn denn nicht gerade vermeiden. Ich meine da etwa, daß wir die Fahrt zu Arbeit oder zum Einkaufen möglichst mit dem Fahrrad zurücklegen statt etwa mit dem Auto. Wie bei vielem ist die anfängliche Anstrengung dabei nur Konditionsbedingt und verbessert sich zumeist bald erheblich. Ob dies genügt ist von der Häufigkeit, dem Umfang und unserer beruflichen Tätigkeit abhängig.
Wenn Du gerne im Fitnesscenter Sport machst, dann tue das so. Ich würde Dir aber empfehlen für Deine Zielsetzung weniger auf Kraft als vielmehr auf Ausdauer zu trainieren.
Der andere, aber oft mindestens ebenso wichtige Ansatz ist aber die Kalorienzufuhr durch die Ernährung. Vorwiegend aus genannten Gründen die Kontrolle der Fettzufuhr.
Wichtig wäre es diesbezüglich, sich ernsthaft mit Ernährung auseinanderzusetzen bzw. den Nahrungsmitteln; woraus sie sich zusammensetzen, und was sie enthalten.
Früher war es normal, daß diejenigen, die Speisen zubereiteten, sich mit der Zusammensetzung von Nahrungsmitteln quasi automatisch auskannten, auch wenn sie vielleicht wenig über die Kalorien/Gramm wussten. Die Ursache war: Gerichte wurden von Grund auf aus einzelnen Komponenten zusammengesetzt zubereitet, es wurde oft zuhause geschlachtet u.s.w..
Heute ist dies nicht mehr der Fall, da viel auf Fertigprodukte zurückgegriffen wird. Ist es nicht das Schnitzel selbst, so ist es spätestens die Sauce oder das Tiefkühlgemüse, das aus der Tiefkühltruhe von Dr Oetker und Co kommt. Oft mit entsprechenden Zusätzen.
Fette verstecken sich gerne in Saucen, als Beilage im Gemüse, in Fleisch und vor allem Wurst, in Milchprodukten etc..
Besonders eben in Fertigprodukten.
Wenn Du die Möglichkeit dazu hast (günstig z.B. über die Volkshochschule etc.) dann nimm an einer spezifischen Schulung/Kurs diesbezüglich teil, oder mache einen Termin bei einem Fachmann/-frau. Wer ernsthafte Gewichtsprobleme hat, bekommt Beratung bei Diplomökotrophologen oder Diät- oder Diabetesassistenten/-beratern auch vom Arzt verschrieben. Wichtig ist, daß etwaige Kurse direkt auf die Zusammensetzung von Nahrungsmitteln eingehen als auch Beispiele für Ausgewogenes, schmackhaftes, reichliches, und trotzdem empfehlenswertes Essen liefern. Auch bezüglich der Zubereitung, idealerweise mit Praxisbezug (Kochen). Ansonsten besteht noch die Möglichkeit, daß Du Dir Fachliteratur besorgst oder im Internet recherchierst.
Das alles hört sich nach viel Arbeit an, es ist aber nicht so schlimm wie es scheint. Vor allem aber lässt sich auf diese Weise wirklich
längerfristig etwas verändern, somit rentiert sich der relative Aufwand allemal.
Das Resultat ist nicht zu wenig Essen, schlechter Geschmack, Hungergefühl, oder ein ständiges unbefriedigtes Verlangen, also im allgemeinen das, was man mit dem Begriff "Diät" verbindet, sondern reichliches und schmackhaftes Essen nur mit kontrollierter Fett- und Kalorienzufuhr.
Dabei ist man alles andere als abhängig von "Du darfst" und derartigen Herstellern. Diäten und Jojo- Effekte kann man damit getrost vergessen.
Soweit...
Edit: Siehe etwa unter:
http://www.richtigfit.de/rf/magazin/...hrungsmitteln/
und
http://www.medicoconsult.de/wiki/Zus...ng_der_Nahrung
und
http://www.acurapharm.de/tipps.htm
Edit2:
und
http://de.wikipedia.org/wiki/Ern%C3%A4hrungspyramide
Zu Kohlenhydraten (Brot, Nudeln, Reis, Zucker etc.) ist zu sagen, daß sie möglichst in Form von Stärke
mit Ballaststoffen, also den natürlichen das Korn ummantelnden Substanzen zu sich genommen werden sollten.
Die auf Wikipedia angeführte Anmerkung, daß Weißmehl und Zucker ungünstig sind, ist korrekt. Aber: Zucker ist keine Stärke (Polysacharid/Vielfachzucker) sondern ein sogenannter "Mehrfachzucker" und damit in einiger Hinsicht sowieso ungünstiger.
Beides (auch das Weißmehl, etwa der übliche Type 405/550) enthält keine/kaum Ballaststoffe mehr. Sie wurden entfernt. Die bessere Alternative wäre bei Weizenmehl der Typ 1050 oder noch besser Vollkornweizenmehl. Es enthält deutlich mehr Randstoffe des Korns. Auch für Roggenmehl gilt: Je höher die Zahl, desto besser.
Die visuelle Darstellung der (empfohlenen) Ernährung als Pyramide bedeutet nicht, daß es keine Alternativen dazu gibt. Beispielsweise wissen wir, daß sich Eskimos gänzlich anders ernährten (es oft noch tun) allerdings müssen dann auch sämtliche Umstände ihrer Lebensweise (eisige Kälte, Rohfleischesser, extreme körperliche Beanspruchung etc.) Berücksichtigung finden. Für den durchschnittlichen Deutschen ist diese Ernährung deshalb absolut nicht empfehlenswert und die Ernährungpyramide als zweckmässiger Anhalt zu betrachten.