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Heroinentzug

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Sivar
Alt 21.01.2007, 19:51   #51
Standard

Also ich in meiner laienhaften Position als Nie-Heroin-genommen-Habender (wasn Wort ) behaupte mal, dass über 90% des Entzugs im Kopf stattfindet. Drogen sind in erster Linie doch "Werkzeuge", die auf die Psyche wirken. Entspannung, Sorglosigkeit, Lebensmut, usw sind doch alles Dinge, die im Kopf entstehen. Und es ist ja auch bei vielen Nicht-Abhängigen so, dass sich schwere psychische Probleme mehr oder weniger direkt auf den Körper auswirken. Ich sag nur Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Herpes, Asthmaanfälle, Magengeschwür bzw allgemeine Verdauungsprobleme, Muskelverspannung, Kopfschmerzen... für alles ist die Ursache "Psyche" oft direkt verantwortlich.

Dann zu den Schmerzen... es ist doch so, dass durch Heroin (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) die allgemeine körperliche Empfindung stark herabgesetzt wird. Man versetzt sich durch die Drogen in eine Art Trance, in der man zumindest für eine Weile höchstens noch die Hälfte von dem mitbekommt, was um einen herum konkret passiert. Man ist weniger berührungsempfindlich, ist weniger in der Lage, allgemein auf äusserliche Reize zu reagieren bzw die überhaupt erst im Kopf zu verarbeiten bzw wahrzunehmen, man hüllt sich irgendwie "in Watte". Das ist natürlich wunderbar, um Probleme vorübergehend zu vergessen, aber zieht einen natürlich im Laufe der Zeit nach unten. Man braucht immer mehr, um den gewünschten Zustand zu erreichen, etc pp, und irgendwann (bei Heroin schon nach sehr kurzer Zeit) erreicht man MIT dem Stoff nichtmal mehr den relativ angenehmen Zustand, den man hatte, bevor man mit den Drogen angefangen hat. Weil sich aber die Probleme jedesmal nach Drogenapplikation subjektiv verringern, gibt man der Droge auch nicht die Schuld, bzw will sich nicht eingestehen, dass sie das (Haupt-)Problem ist.

Zurück zu den Schmerzen... wenn man nun also auf Entzug ist, erreicht man nach kurzer Zeit schon seine NORMALE Empfindungsfähigkeit zurück, die man aber monate-(jahre-)lang künstlich unterdrückt hatte. Daher empfindet man EIGENTLICH NORMALE Empfindungen gleich als viel viel intensiver, als sie für gesunde Menschen sind, weil sich das Gehirn erst wieder an einen anderen Normalzustand gewöhnen muss. Man kann das gut damit vergleichen, dass man 3 Tage am Stück im Dunkeln verbracht hat, und dann von einer Sekunde auf die andere in den prallen Sonnenschein katapultiert wird. Es tut weh in den Augen, man ist unendlich geblendet, will nur zurück in die Dunkelheit... aber würde man eine Weile warten, würde man sich auch an das Licht gewöhnen, und auf einmal ist auch der Sonnenschein viel angenehmer als die ständige Dunkelheit.

Natürlich ist der Mechanismus bei der Pupillenverengung wesentlich einfacher als der ganze Mechanismus beim Drogenentzug, aber im Grunde findet dasselbe statt - nur intensiver und langsamer. Und beim Entzug ist es auch weitaus schwerer, daran zu glauben, dass es besser wird, als beim Wechsel von Dunkelheit in den Sonnenschein, da einen die Droge im Laufe der Zeit auch psychisch fertiggemacht hat.
 
 
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sorgenkind86
Alt 21.01.2007, 20:16   #52
Daumen hoch

Hi Sivar,
also ich biin sehr faul wenns ums lesen geht aber umsomehr ich dein Beitrag gelesen habe umsomehr hat es mich interessiert und gefallen.

Also eigentlich kann mann nicht viles mit dem Entzug vergleichen wie Omirats beitrag mit dem Eisenmangel aber jetzt mal ganz im ernst, dieser Vergleich von dir, mit der Sonne der war echt Super, hat mir richtig gefallen.
Also denkst du echt die schmerzen und so sind Kopfsache?
Dann müsste dieser Entzug echt zu besiegen sein wobei mann das menschliche Gehirn nicht unterschätzen sollte was es einem für Streiche spielen kann.
Aber echt mein respckt du verstehst echt viel über dieses Thema, wobei du selber nicht abhängig bist (gott sei dank).

Und falls du dich schlau gemacht hast um helfen zu können oder weil dich unsere probleme interessieren, dann doppelter respekt (hehe)

Danke für dein informativen und aufschlussreichen Beitraghat echt geholfen mein Freund.

MFG
 
 
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Sivar
Alt 21.01.2007, 21:05   #53
Standard

Denke, Sorgenkind, aber ich muss doch schon wieder ein bisschen was Längeres schreiben...

Also es ist ja so mit den Schmerzen... wenn jemand auf Schmerzen wartet, oder der festen Überzeugung ist, dass etwas wehtun wird, dann wird er diese Schmerzen auch spüren. Die Intensität ist also eine Frage des Kopfes, da bin ich mir sicher. Weiterhin... es kommt sehr drauf an, wie man mit Schmerzen umgeht, wenn man sie tatsächlich hat. Wenn man von der Sonne geblendet ist, weiss man, dass es bald vorbeigeht, blinzelt ein bisschen, aber anstatt Angst davor zu haben, freut man sich auf den Sonnenschein. Deswegen, also weil man den Gewinn an Lebensqualität direkt "vor Augen hat", kommt einem die Umgewöhnungsphase weitaus weniger schlimm vor.

Streiche während des Entzugs kann einem das Gehirn natürlich immer spielen, gerade bei einer die Psyche so stark verändernden Droge wie Heroin. Man könnte zB denken, dass das Leben ohne die Droge nie wieder lebenswert sein kann, weil man das Gefühl hat, auf etwas zu verzichten, und weil es einem gerade etwas dreckig geht. Die Wahrheit ist aber, dass man MIT der Droge auf etwas verzichtet, nämlich Lebensqualität, Achtung und Respekt vor sich selber, normale menschliche Empfindungen, usw... das ist etwas, was man sich sehr bewusst machen sollte, bevor man einen Entzug beginnt, damit man sich das in schlechten Zeiten wieder vor Augen halten kann. Man sollte sich auch daran erinnern, wie schlecht es einem MIT Heroin ging, und sich fragen, ob man so die restlichen Jahre seines Lebens (die wahrscheinlich weitaus weniger sein werden als ohne Heroin) verbringen, oder ob man lieber sein Leben in Freiheit leben möchte.

Ich behaupte mal weiterhin, dass der Entzug rein körperlich betrachtet nicht schlimmer als ne Grippe ist... der Unterschied ist bloss, dass man vor dem Entzug viel mehr Angst hat. Bei der Grippe weiss man ganz sicher, dass sie irgendwann vorbei ist, beim Entzug macht man sich dagegen grosse Sorgen, wie man überleben soll, bzw ob man das Leben je wieder lebenswert finden kann.

Allerdings raubt einem Heroin auch alle Energie, jeden Mut, jegliches Vertrauen in sich selbst, die/den/das man braucht, um mit seinen normalen Problemen, die übrigens jeder Mensch mehr oder weniger hat, fertig zu werden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Heroin langfristig nicht nur die Probleme NICHT verdrängt (wegen des Gewöhnungseffekts, man braucht immer mehr, und irgendwann bedeutet Mehr=Tod), sondern es raubt einem auch komplett die natürliche Fähigkeit, mit Problemen umzugehen und sie zu überwinden. Wenn man Probleme nicht angeht, holen sie einen immer wieder ein, und sie werden jedes Mal schlimmer... insofern ist Heroin eine Flucht, die man nicht gewinnen kann, die einen sogar wortwörtlich umbringt. Angriff war schon immer die beste Verteidigung, vor allem wenn der Rückzug vom Gegner ausgenutzt wird, weiter aufzurüsten .

Doch obwohl das alles so einfach klingt, würde ich dir dringend empfehlen, einen stationären Entzug zu machen. Dort erhältst du wahrscheinlich psychologische Unterstützung, dir wird gut vor Augen gehalten, was die Droge mit Menschen anrichtet, und du hast zumindest für die erste Zeit einen festen Tagesablauf, nach dem du leben kannst und der dir über die Anfangszeit hinweghilft bzw dich von den Schmerzen etc ablenkt.

Du solltest dir vor Augen halten, dass du MIT Droge insgesamt immer mehr verlierst (also zB an Lebensqualität), und du OHNE Droge eine Menge zu gewinnen hast. Und Agakhan hat recht, dass es dir nach nur 8 Monaten viel leichter fallen wird, davon loszukommen, als anderen, die schon jahrelang dabei sind. Der Grund ist ganz einfach: Du hast die Zeit ohne Heroin noch so gut in Erinnerung, weisst noch genau, wie du früher ohne Heroin glücklich sein und das Leben geniessen konntest, so dass dein Zustand MIT Heroin für dich noch eher der neue und ungewöhnliche ist. Du kannst einfach besser mit deinem früheren Leben OHNE Heroin vergleichen, und ich bin mir sicher, dass - wenn man dich fragen würde "Wenn du die Zeit zurückdrehen könntest, bis dahin bevor du angefangen hast... würdest du wieder anfangen?" - du mit Sicherheit "Nein, nie im Leben" sagen würdest. Deine Erinnerung an ein Leben ohne Heroin ist noch so präsent, dass es dir viel leichter fallen wird, nochmal von Neuem daran zu glauben .
 
 
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agakhan62
Alt 22.01.2007, 01:53   #54
Standard

Also Sivar,
Studierst Du solche Sachen wie Psyche oder woher kommt Dein Wissen. Hut ab für jemanden der noch nie Heroin genommen hat und soviel positives darüber schreiben kann.
Eins muß ich aber doch zurückweisen, sicher gewöhnt man sich an die Droge, aber mit Heroin kannst Du dich nicht töten, jedenfalls wenn Du immer etwas mehr nimmst, denn wie du schon erwähnt hast, der Körper gewöhnt sich an alles. Ich habe bei einem meiner Entzüge einen Tierarzt kennengelernt der sich am Tag 50 ml Methadon gespritzt hat. Ich nehme 4 mg Sobotex und das entspricht ca. knapp 3 ml Methadon. Wenn Du als normaler Mensch 4 ml Methadon nehmen würdest, würde wahrscheinlich Deine Lunge aussetzen und Du würdest sterben, aber bei den Leuten die immer mehr nehmen setzt dies aus, es sei denn man nimmt 100 Tabletten Doxipin a 100 mg, setzt sich nen Schuß mit viel Heroin und wacht dann nicht mehr auf. Das ist aber ein Suicid, und gewollt. Heroin kannst Du immer weiter erhöhen, wenn Du es Dir leisten kannst. echte abhängige warten, oder müssen die 8 Std. warten bis das Heroin nicht mehr wirkt, und wenn sie sich dann wieder Ihre normale Dosis setzen ist das wie eine Befreiung. Und ich habe noch keinen kennengelernt der sich unmengen von Heroin geben kann, denn das ist sehr teuer.....
Nochmal zu Sorgendkind, eine Entgiftung ist "NICHT" ausreichend, Du mußt sofort anschließend eine Therapie machen, ist wirklich der einzige weg wieder in Dein normales leben zurückzukommen. Wie schon erwähnt reichen da 3 Monate aus, nat. sind 6 Monate besser.....
Da ich seit ca. 30 Jahren konsumiere weiß ich überhaupt nicht mehr wie das normale Leben eigentlich ist, und wenn ich Ordnungsgänge tun muß, oder zu irgendeinem Amt muß, habe ich immer erstmal Angst davor. Was sich ja auch im Hirn abspielt.
Wie auch schon geschrieben, habe ich mich nach meiner letzten Entziehung bei meiner Mutter(Gott habe sie seelig das Sie noch lebt), 3 Monate im Keller eingeschlossen, und nach diesen 3 Monaten bin ich zum meinem Arzt, weil der Schmerz immer noch so groß war, und habe mir wieder Sobotex geben lassen. Der Unterschied zu Methadon ist, das man bei Sobotex völlig "normal" ist, während Methadon oder Polimadon sediert, d.H. dich wieder in einen breiten Zustand versetzt. Aber ganz ehrlich, ich habe mich schon oft gefragt ob ich nicht wieder auf Pola umsteigen sollte, dann würde es mir bestimmt besser gehen. Nat. habe ich auch schon daran gedacht endlich ganz Schluß zu machen, was soll das Leben noch wenn man keine Arbeit, keine cleanen Freunde und auch sonst nichts mehr hat. Ich habe das Leben 25 Jahre von der anderen Seite erlebt, ich hatte eine 1000 qm große Bäckerei mit 18 Filialen, nen 300.000 € Haus, ne Harley und nen Z3 BMW mit 320 PS und ein Wochenendhaus am Steinhudermeer mit einem Catamaran(zweirumpf segelboot)!!!!!! Ich war in ganz Europa, in Thailand,Laos und Vietnam und dann noch in Australien, im Outer Reef getaucht. Hatte ne 18 jährige Beziehung die mich wegen der Drogen verlassen hat, meine eigene Schuld, und heute hat Sie einen anderen. Dann habe ich mich auf eine Frau aus der Szene eingelassen, mit der ich 6 Jahre zusammen war und das war die reinste Katastrophe. Glücklicherweise(wenn das auch hart klingt) ist Sie vor ca. 6 Monaten gestorben, warum konnte mir kein Arzt sagen, und Sie war in vielen verschiedenen Krankenhäusern, die MHH inbegriffen. Ich habe eigentlich alles hinter mir, wozu noch dahin vegetieren und leiden ? Würde meine geliebte Mutter nicht mehr leben würde ich es bestimmt auch nicht mehr, aber das will ich Ihr nun wirklich nicht antun.
Aber Sorgenkind, denk in Deinem Alter niemals an sowas, und wenn geh sofort zum Psychater, der hilft wirklich. So, jetzt habe ich wieder so einen langen Text geschrieben, ich hoffe er hat ein wenig geholfen.
Da fällt mir noch ein das in Deinem Profil Warendorf als Ort angegeben ist, ist das das Warendorf bei Hannover ?
Nochwas, Skype mich ruhig mal an, ich habe es nicht geschafft Deinen Kontakt zu meiner Skype Liste hinzuzufügen, kam immer "Laden Sie Skype...."
Mein Name bei Skype ist agakhan1....ist nur ein Vorschlag, dann könnten wir uns mal Unterhalten, habe nen Headset und ne WebCam. Dies gilt nat. für alle anderen Leute auch, die gern mal ein wenig schnattern und nicht nur schreiben.

Geändert von agakhan62 (22.01.2007 um 02:07 Uhr).
 
 
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Sivar
Alt 22.01.2007, 14:01   #55
Standard

Also hmm... ich studiere definitiv keine Psychologie oder sonen Mist... ich arbeite als Produktionshelfer inner Elektrotechnik-Firma . Allerdings hab ich mich schon lange (vor allem früher) mit der menschlichen Psyche beschäftigt, und zudem viel mit Nikotinabhängigkeit. Vieles davon kann man scheinbar sehr gut auf Heroin übertragen, wenn ich eure Reaktionen so lese.

Zum Sterben von der Überdosis noch... natürlich meine ich nicht, dass ab Menge X Ende ist (ich sprach ja auch selber von Gewöhnungseffekt), sondern dass sich durch ständig steigende Drogennahme die allgemeine Lebenserwartung erheblich verringert. Nicht nur durch gestreckten oder "dreckigen" Stoff oder nen versehentlichen goldenen Schuss, sondern einfach dadurch, dass man seinen Körper und seine Seele über lange Zeit systematisch zugrunde richtet. Du wirst mir wahrscheinlich zustimmen, dass es ein Wunder ist, dass du noch am Leben bist.

Geringe Lebenserwartung schliesst in diesem Fall auch Suizid mit ein, und du erwähntest ja, dass du längst tot wärst, wäre deine Mutter schon gestorben.
 
 
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sorgenkind86
Alt 22.01.2007, 16:12   #56
Standard

Agakhan du schreibst das du darüber nachdenkst auf Polamedhon umzusteigen. Ich hätte dich für schlauer gehalten. Das wär das schlimmste was du machen kannst denn Subutex versetzt dich in einen Zustand wo du denkst du hast dir nix eingeschmissen und bist clean.
Polamedhon ist das selbe wie metha. und der Entzug ist viel viel schwieriger als von Subu. oder sogar von Heroin.

Meine Freundin war auch auf Subutex, hat dann runterdosiert bis auf 1 mg, dann hatte sie einen ganz kleinen Entzug von einer Nacht und es war vorbei. Der Grund warum sie wieder angefangen hat ist ein anderer.

Also denk nicht an sowas wie suizid, auf keinen fall das einzig wahre problem was du hast, sind in meinen Augen die Benzo's.

Halt die Ohren Steif mon amie

Ps. während ich diesen Text schreibe, liege ich grad im Bett und versuche einen Entzug durchzuziehen . Es ist 15 Uhr und noch keine anzeichen vom Enzug. Hoffe ich Schaffe es. Ich denke an dein Text Sivar.

Mfg
 
 
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Sivar
Alt 22.01.2007, 18:26   #57
Standard

Noch ein Tipp... warte nicht auf die Entzugserscheinungen. Solange du wartest, wirst du dir nie sicher sein, dass du darüber hinweg bist. Statt dessen solltest du dich freuen, dass du es nicht mehr nehmen musst und lieber jeden Tag dabei zusehen, wie es dir nach und nach besser geht.

Wenn du allerdings mal nen Tiefpunkt hast, lies meinen Text ruhig noch einige Male... freut mich, dass er hilft .
 
 
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baedr
Alt 23.01.2007, 19:47   #58
Standard

Und Sorgenkind, wie siehts aus, hast du es bis jetzt geschafft?
 
 
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sorgenkind86
Alt 23.01.2007, 22:12   #59
Standard

Nein leider leider bin schwach geworden mit der ausrede das ich es in ner klinik versuchen werde. Wenn mann Geld hat und alleine ist ist es sehr sehr schwer.
Aber ich machs echt in ner klinik dann bin ich wieder der alte und fange wieder mit Sport usw. an.
Und zu sivar den tipp ab und zu deine beiträge zu lesen brauchst du mir nicht zu geben. mach ich sowieso ^^xD
 
 
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Sivar
Alt 23.01.2007, 23:24   #60
Standard

OK, warst du denn heute beim Hausarzt und hast dir ne Einweisung für sone Klinik geben lassen? Wenn nicht, mach das morgen.
 
 
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agakhan62
Alt 24.01.2007, 01:06   #61
Standard

Hi Sivar,
wenn Du wüßtest was ich mir in welchen Mengen in meiner Drogenkarriere so alles eingeworfen oder gespritz habe, dann würde es Dich noch viel mehr wundern das ich noch lebe. Aber ehrlich gesagt ist es für mich auch ein Wunder, und nachdem ich wieder eine Drogenverlagerung begangen habe, nämlich richtig zu fressen und 35 Kg zugenommen habe, jetzt viel zu hohen Blutdruck habe und fast Diabetiker geworden wäre, wobei ich nochmal eine sehr enge Kurve bekommen habe, dann müßte ich eigentlich schon tot sein. Loswerden möchte ich noch das Du diese ganzen Drogengespräche auf Nikotinsucht vergleichst, das verstehe ich wirklich nicht. Wenn man 40 Jahre raucht, und es von einem auf den anderen Tag sein läßt, dann hast Du leichte Schweißausbrüche und kannst nicht richtig schlafen, so für eine Woche, aber bei einem Heroin (oder Ersatzdrogenentzug) krümmst DU Dich und Deine Körperflüssigkeiten kommen aus allen Rohren. Das dauert so ca. 10 Tage, und das habe ich schon ein paar mal hinter mir. Aber nach den 10 Tagen ging es mir noch Monatelang sehr sehr schlecht, und das kann man doch nicht mit Nikotin vergleichen.

Hi Sorgenkind,
wie Du vielleicht weißt ist man unter Sobotex(oder Subutex, was denn nun ?) völlig normal, man hat nur keine Entzugserscheinungen, und da es mir zur Zeit nicht besonders gut geht hatte ich den Gedanken wieder auf Pola umzusteigen, damit es mir wieder besser(oder sediert) geht. Habe den Gedanken aber schon wieder zur Seite geschoben. Ich bin am runterdosieren auch bei den Benzo's, was noch schwieriger ist.

Geändert von asdf (24.01.2007 um 01:46 Uhr).
 
 
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sorgenkind86
Alt 24.01.2007, 17:02   #62
Standard

Ja wenn du sorgen hast musst du ja nicht auf sone harte ersatzdroge umsteigen,denn wenn du kein suchtdruck hast hat das nichts mit deiner drogenabhängigkeit zutun oder nicht mit dem verlangen nach heroin zutun.
Dann machst du ja den selben fehler wieder.
Also lieber gute freunde suchen die clean sind und ne beschäftigung.

man man man jetzt gebe ich schon ratschläge.

Aber etwas interessiert mich nochmal in deinen vorherigen threads kams mir so vor das du es bedauerst das deine freundin gestorben ist das sie nur noch auf dich reagiert hat usw.. und dann schreibst du Glücklicherweise ist sie sie vor 6 monaten gestorben??

und das mit dem nikotinentzug ich glaube sivar meint den entzug im kopf.



#[Das mit dem Edit Button gilt auch für dich.]#

Geändert von asdf (24.01.2007 um 17:12 Uhr).
 
 
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Berz
Alt 27.01.2007, 17:41   #63
Standard

Wenn man 40 Jahre raucht, und es von einem auf den anderen Tag sein läßt, dann hast Du leichte Schweißausbrüche und kannst nicht richtig schlafen, so für eine Woche, aber bei einem Heroin (oder Ersatzdrogenentzug) krümmst DU Dich und Deine Körperflüssigkeiten kommen aus allen Rohren. Das dauert so ca. 10 Tage, und das habe ich schon ein paar mal hinter mir. Aber nach den 10 Tagen ging es mir noch Monatelang sehr sehr schlecht, und das kann man doch nicht mit Nikotin vergleichen.
Das kann man sehr gut vergleichen. Man kann es nichts gleichsetzen das auf keinen Fall, aber es zeigt doch schon gewisse Parallelen wenn auch die Ausmaße anders sind.
 
 
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sailor
Alt 27.01.2007, 19:09   #64
Standard

Zitat agakhan62:
...aber bei einem Heroin (oder Ersatzdrogenentzug) krümmst DU Dich und Deine Körperflüssigkeiten kommen aus allen Rohren. Das dauert so ca. 10 Tage, und das habe ich schon ein paar mal hinter mir. Aber nach den 10 Tagen ging es mir noch Monatelang sehr sehr schlecht...
Hallo agakhan!

Ich möchte Dir und allen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, mal folgendes Buch empfehlen.
18 ehemals Drogenabhängige berichten in diesem Buch davon, wie sie es durch Jesus Christus geschafft haben, von ihrer Sucht loszukommen. Damit meine ich nicht einmalig, um danach wieder rückfällig zu werden.
Ich habe es noch nicht gelesen, nur reingelesen, denke aber, daß es Dir helfen könnte.

http://asaphshop.net/nr147587/Wen-de...t-richtig-frei

Jesus Christus ist der einzige dauerhafte Weg! Lerne ihn kennen...ob mit oder ohne dieses Buch!

Gruß Sailor
 
 
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Sehr gut ?
Alt 28.01.2007, 15:00   #65
Standard

@Sailor

Und was ist mit den anderen unzähligen, ehemaligen drogenabhängigen die es ohne gsus geschafft haben ?

Jesus Christus ist der einzige dauerhafte Weg!
Genau das sehe ich nicht so.

Nicht persönlich nehmen, ich akzeptiere es wenn jemand an einer religion festhält.

@agakhan62 und sorgenkind86

Kann mich in so eine situation nicht reinversetzen, wahrscheinlich aus mangelnder erfahrung mit harten drogen.
Ich wünsch euch das ihr beide es noch schafft, von diesem zeug weg zu kommen.

Geändert von Sehr gut ? (28.01.2007 um 15:05 Uhr).
 
 
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sorgenkind86
Alt 29.01.2007, 19:38   #66
Standard

Jungs gestern und vorgestern waren die schlimmsten tage meines lebens,

Also es war Sonntag da hatte ich kein Heroin mehr, und auch kein Geld mehr da dachte ich mir o-k- dann kommt es ganz gut und ich kann am sonntag eh von niergends mehr geld bekommen also mache ich ein Entzug. Bis abends ging es mir einigermassen und ich habe bis es Abends die meiste Zeit geschlaffen natürlich war das nasenlaufen und die kälte wie beim üblichen entzug da aber eben noch nicht so schlimm. Dann wurde ich in der Nacht wach und der Horror begann ich drehte mich von einer zur anderen seite mindestens 100 mal ich fing an zu zittern und hatte schüttelfrost aber das schlimmste war die unruhe in mir meine hände fingen an zu brennen ich musste mich strecken dann wieder krümmen und die komischsten symtome, die minuten vergingen wie stunden und die Zeit wollte einfach nicht vergehen. Ich musste aufs Klo doch mir war viel zu kalt das ich 1 stunde gebraucht habe mich zu überwinden auf klo zu gehen.

Nun habe ich wieder was genommen da es am morgen einfach nicht besser wurde.

Jetzt weiss ich das mann das mit nichts vergleichen kann diesen Entzug mit nichts. Mann fühlt sich nur noch verzweifelt und will nur noch das es morgens wird und mann sich was hohlen kann. In diesem moment denkt mann überhaupt nicht an die schlechten Zeiten der Drogensucht und die Droge kommt einen als eine sehr gute sache vor.
Und nachdem ich es wieder genommen habe denke ich mir wieder, DIESES SCHEISS ZEUG.

Heute habe ich die Klinik angerufen und mich für einen warmen Entzug auf die warteschlange setzen lassen denn ohne hilfe kann ich es nicht wieder durchstehen.
Ich dachte immer ich nehme es noch nicht so lange und habe auf die leute vertraut die sagten es sei wie eine grippe. Aber nie wieder alleine Entiehen.
Nun fühle ich mich so verzweifelt und erkenne erst in was für einer sackkasse ich bin ich könnte echt heulen wenn ich an meine schöne zeit ohne diese droge denke, ich war leistungssportlar,gross und gut gebaut nun habe ich 15 kilo abgenommen. Ihr glaubt es mir vllt. nicht aber mir kommen grad die tränen.
 
 
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Sehr gut ?
Alt 29.01.2007, 20:04   #67
Standard

Hi,
hab keine ahnung was ich dir schreiben soll, aber kopf hoch !!!
Bleib stark, und lass dich nicht hängen.
Du bist noch jung, zu jung um aufzugeben.

Blöde frage, aber wie konsumierst du das zeug ?

Ich wünsch dir alles gute !!!!!!!
 
 
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Doro6
Alt 29.01.2007, 22:24   #68
Standard

ich weis nicht-warmer entzug ist gut, aber meiner meinung nach sollte diene freundin mitmachen, denn ich denke mir, wenn du clean bist und sie noch drauf, dann stell ich mir das unmoeglich vor....wuensch dir viel kraft und dass dus schaffst
 
 
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Berz
Alt 30.01.2007, 18:28   #69
Standard

Ich hab ma ne kurze Frage: Wie könnt ihr euch das leisten? Ich mein Heroin is doch schon teuer.
 
 
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agakhan62
Alt 30.01.2007, 20:51   #70
Standard

Hallo Baerz,
LEISTEN kann sich das eigentlich sowieso keiner, es sei denn er hat einen gutbezahlten Job(so um die 3000 bis 5000€ monatl.) aber ich glaube Du meinst die Harzt4 Empfänger und Leute die eh wenig Geld haben. Da geht es eben nur Illegal, dealen oder Sachen klauen und verkaufen. Dafür gibt es ja das Methadonprogramm, damit man nicht weiter in die Kriminalität abrutscht. Ich nehme Sobotex und brauche dafür nichts zu bezahlen da ich von der Krankenkasse befreit bin. Somit habe ich keine Probleme mir unbedingt Heroin zu besorgen und vorher das Geldproblem zu erledigen.
Wenn Du noch mehr wissen willst, ich schreibe gern.
 
 
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Berz
Alt 31.01.2007, 16:16   #71
Standard

Dafür gibt es ja das Methadonprogramm, damit man nicht weiter in die Kriminalität abrutscht. [...] Somit habe ich keine Probleme mir unbedingt Heroin zu besorgen und vorher das Geldproblem zu erledigen.
Das hab ich nich verstanden, wär nett wenn du mir das nomma erklärst
 
 
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sorgenkind86
Alt 31.01.2007, 17:37   #72
Standard

Agakhan ich würde auch gerne auf subutex umsteigen aber wieviele stunden genau darf mann davor nichts konsumieren.
Manche sagen du darfst vor dem subutex einnehmen 16 std. nichts nehmen. manche 24 manch 36 wie ist es denn nun. denn wenn mann es zu früh nimmt und es schlägt nicht ein dann wirkt auch das heroin nicht mehr und mann hat ein härteren entzug.

Meine freundin hat noch subutex zuhause aber die sind 1 jahr alt meinst du die kann mann noch nehmen oder haben die ein mindeshaltbarkeits datum?

mfg
 
 
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asdf
Alt 31.01.2007, 18:22   #73
Standard

Ich weiß ja nun nicht, ob die das bei Substitutionsmitteln irgendwie anders handhaben als sonst, aber ich glaube kaum.

1. Keine Packung mehr da?
2. Normalerweise sollte sowas verpackt schon ein paar Jahre halten. Also zumindest bei sonstigen Medikamenten und auch niederpotenten Opiaten/Opioiden wie Codein oder Tramadol.
 
 
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jessy84
Alt 12.02.2007, 23:12   #74
Standard

Hallo ihr draußen, ich habe ein riesiges problem und hoffe irgendwie auf diesem weg hilfe zu bekommen. Ich selbst habe noch keine erfahrungen mit h. Dafür hab ich seit ca. 8 monaten einen freund, der bereits seit 6 jahren drauf ist... zwei therapien bzw. entgiftungen hat er bereits erfolglos hinter sich. auch hat er sich bereits substituiern lassen zuerst auf metha und jetzt auf subotex (?) den metha-entzug hat er zum glück bereits seit der letzten entgiftung hinter sich. Und subotex schlägt bei ihm nicht an!!! Mein problem, seit gestern macht er einen kalten entzug und ich weiß nicht, wie ich ihn dabei unterstützen oder helfen kann??? er hat sich jetzt in seine wohnung eingeschlossen... kann das so funktionieren?? Leute ich wär euch wirklich dankbar LG Jessy
 
 
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agakhan62
Alt 14.02.2007, 02:26   #75
Standard

Ich weiß nicht was ich da noch erklären soll, aber ich versuche es mal.
Wenn Du auf Heroin bist, mußt Du Dir ja jeden Tag Geld "besorgen" und das heißt kriminalität, denn klauen und verkaufen ist nicht legal. Die Leute klauen sogar auf bestellung, sei es Handys , Parfüm(bis zu 100€) oder Fahrräder. Wenn man dann aber in das Methadon Programm einsteigt, brauchst man sich kein Geld mehr zu beschaffen, denn Methadon ist ein Opiat und wirkt wie Heroin. Es geht einem also gut und hat keine Sorgen mehr dir Heroin zu besorgen. Es gibt da noch einige Ausnahmen, die obendrein noch Heroin konsumieren, aber die haben sehr wenige Chancen.




Das Problrm ist, das Subutex nicht so wirkt wie Methadon, denn das sediert (macht breit) und Subutex mach Dich ganz normal, DU hast keinen affen und Du fühlst Dich ganz normal. Die Regel ist eigentlich 24 Stunden, aber ich und einige meiner Bekannten haben beim umstieg auf Subutex muß sich doch erst ein gewisser Spiegel aufbauen und das kann bis zu einer Woche dauern, nur es geht dir nicht schlecht aber auch nicht gerade TOLL, so wie es Dir beim Heroin konsum geht.
Wenn der Spiegel vom Subutex erstmal errreicht ist, kann man sogar mal einen Tag auslassen, denn die halbwertzeit ist 72 Stunden. Nur sollte man das nicht ausreizen.
Die Subutex von Deiner Freundin kannst Du ruhig nehmen, die werden nicht alt. Aber was hilft Dir eine unkontrollierte Einnahme, das bringt Dir nur etwas wenn DU eine bestimmte Menge einige Zeit zu Dir nimmst. Was ich sagen will, mal Heroin, dann wieder Methadon, und dann Subutex, das geht nicht, oder bringt nichts. Wenn Du nur die Subus von Deiner Freundin hast (ich weiß ja nicht wieviel das sind?) Dann bringt Dir das nicht viel, Du mußt zum Arzt.
ICh hoffe ich konnte Dir helfen.

Geändert von asdf (14.02.2007 um 05:38 Uhr).
 
 
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