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Was ist das für ne komische Krankheit?

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diecomplexezahl
Alt 21.06.2007, 13:58   #1
Standard Was ist das für ne komische Krankheit?

Hallo
Ich würd mich freuen, wenn mir hier evtl. jemand helfen könnte.

Seit ungefähr 5 wochen veränder ich mich verdammt trastisch. Folgende Symptome treten dabei auf:

-ihr kennt doc dieses Benommenheitsgefühl, dass normalerweise nach dem Schlafen auftritt- das ist weg (bzw. ich merke es nicht mehr)

-kann nicht mehr ausschlafen

-Apathie tritt jetzt andauernd auf. d.h. ich verspüre keine lust mehr zu irgendwas, gleichgültigkeit, mangelndes urteilsvermögen, libidoverlust

- leistungen lassen sehr nach

- letzte woche habe ich die leute nicht mehr erkannt, sie kamen mir alle fremd vor. mittlerweile merkt man das gar nicht mehr

- die worte, die man ausspricht kommen einem fremd vor,

- man erkennt sich nicht mehr im spiegel

-letzte woche bin ich zusammengebrochen, zappeln von beinen und armen, viel geweint dabei, reden nur noch mit erheblichen schwierigkeiten. krankenhaus für 2 tage- nichts gefunden

- hab gestern meine hände unter wirklich verdammt heißes wasser für 20 sekudnen gehalten- es war mir egeal, was ich gefühlt hab

- der charakter hat sich vollkomemn geändert

- man nimmt alles viel anders wahr- bzw. fast gar nicht mehr

- man kommt sich vor wie im film, wo man aber zuschaut. die sachen die man erlebt, vergist man irgendwie wieder, bzw. kommen einem nicht real vor

- man kommt sich vor, als ob man durch eine kleine röhre schaut, vorher hat man ein ganzes bild gehabt.

kann mir evtl. da einer weiterhelfen? würde mich freuen.

Herzliche Grüße
Lutz
 
 
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mizue
Alt 21.06.2007, 14:06   #2
Standard

geh zum arzt, aber hurtig!

klingt extrem nach was psychosomatischem.
 
 
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Felicitas
Alt 21.06.2007, 14:24   #3
Standard

^^^entweder das oder:

nimmst du irgendwelche drogen? wenn ja welche und wie oft und wieviel?

und auch dann: ab zum arzt. am besten wohl gleich zu nem neurologen.
 
 
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ophi
Alt 21.06.2007, 14:52   #4
Standard

Neurologe ist eingutes Stichwort.-Ohne dir Angst machen zu wollen : einige Symptome passen zur M.S.!
 
 
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David
Alt 21.06.2007, 20:21   #5
Standard

klingt jetzt für mich so als hättest Du zuviel gekifft.

Ansonsten, isb. bei Wahrnehmungsveränderung - stat. Abklärung in der Psychiatrie. Meistens ist es nur ein kleines durcheinander im Gehirnstoffwechsel dass durch ein einfaches Präparat behoben werden kann.
 
 
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diecomplexezahl
Alt 21.06.2007, 20:42   #6
Standard

drogen nehm ich keine(weder kiffen, noch sonst was-halt alkohol- aber das sehr sehr gering (maximal ein bier pro woche)- normalerweise bin ich relativ intelligent, und würde halt nicht in einem forum nach sowas fragen, weil das irgendwie mitleiterregend klingt, ich bin halt ziemlich verzweifelt.
also bitte nicht so auffasen, dass ich aufmerksamkeit erregen will.

Kernspintomographie, ekg, eeg, und so wurden schon gemacht. die auswertung von der kernspintomographie erfolgt noch.
danke schon mal für alle antworten!!
 
 
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Roter_Drache
Alt 21.06.2007, 21:54   #7
Standard

und weil du schon beim arzt warst sollen ein paar hobby netdoctor-googlende leute dir helfen können?

du bist ja optimstisch..
 
 
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Manni
Alt 22.06.2007, 08:27   #8
Standard

Zitat von diecomplexezahl
Kernspintomographie, ekg, eeg, und so wurden schon gemacht. die auswertung von der kernspintomographie erfolgt noch.
danke schon mal für alle antworten!!
Wenn sich da nichts findet, würde mizues Rat befolgen und zu einem Psychologen gehen.
 
 
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reyals
Alt 22.06.2007, 13:18   #9
Standard

haben die Leute im Krankenhaus dein Blut untersucht?
Ich kenn die Symptome, bei mir war der Hämoglobinwert zu niedrig.

Man sieht halt alles ein bisschen eigenartig, dass man sich fremd anhört, kenn ich auch, ich hab die Leute net mehr gehört, alles so unwirklich...
Konzentrationsschwierigkeiten, die ewige Unausgeschlafenheit...

Weißt ob die irgenwas vom HB- oder Hämoglobinwert geredet haben da?
 
 
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poki
Alt 22.06.2007, 15:57   #10
Standard

die symptome erinnern mich stark an das Depersonalisations-Syndrom

(http://de.wikipedia.org/wiki/Depersonalisation)

nach genauem schauen lassen sich viele deiner symptome dem zuordnem.

Geändert von poki (22.06.2007 um 16:08 Uhr).
 
 
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Angel~Of~Death
Alt 22.06.2007, 17:08   #11
Standard

ist in letzter zeit oder in deinem leben irgendetwas passiert, was dich sehr mitgenommen hat, oder du immer noch zu verarbeiten hast?

hätte ansonsten auf schwerwiegende depressionen getippt, würde dir aber aufjedenfall raten mal zum psychologe zu gehen, vielleicht weiß er rat...
 
 
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diecomplexezahl
Alt 25.06.2007, 19:09   #12
Standard

die eine psychotherapeution hat auch gesagt dass eine depersonalisierrung stattfinden würde. die andere sagt, dass eine personlisierung stattfinden würde. man ich hab so keine ahnung mehr was da abgeht. cih weiß nur, dass es von tag zu tag schlimmer wird.
von tag zu tag gleite ich weg.
aber danke schonmal. die symptome treffen wirklich fast alle zu.

Geändert von diecomplexezahl (25.06.2007 um 19:47 Uhr).
 
 
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Reh
Alt 25.06.2007, 22:02   #13
Standard

Ist irgendwas passiert in dem Zeitraum, wo die Symptome begannen? Schulabschluss? Freundin verloren/gefunden? Krach mit Eltern? Neuer Beruf? Irgendwas anderes, was seelisch oder körperlich positiv oder negativ gewirkt hat? Irgendwelche Veränderungen in der Lebensführung?
 
 
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diecomplexezahl
Alt 26.06.2007, 12:31   #14
Standard

freundin bekommen- und zwar war es ein mädchen, das ich seit einem jahr wirklich liebe, aber nie geglaubt habe, dass es wirklich wird. Als sie dann auf mich zukam, kam das alles einem nicht mehr real vor.

seitdem sinkt man halt von tag zu tag mehr weg.
 
 
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Reh
Alt 26.06.2007, 16:15   #15
Standard

Wie haben die beiden Psychotherapeutinnen ihre Diagnosen begründet? Haben sie dein "Wegsinken" in Verbindung zu deiner Beziehung gebracht? Was haben sie dir außer der reinen Feststellung, dass du eine (De-)Personalisation durchmachst, mit auf den Weg gegeben?
 
 
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short_cut_baby
Alt 27.06.2007, 18:41   #16
Standard

naja so was ähnliches hatte ich auch, aber nur kurzzeitig, eben dieses keine lust mehr und kraisluaf und so weiter, pysisch wenig gefühlt und dazu kamen noch tieriwsche kopfschmerzen, kam von nem virus und hab tropfen für die durchbluttung bekommen.
 
 
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Felicitas
Alt 27.06.2007, 20:26   #17
Standard

Zitat von reyals
Man sieht halt alles ein bisschen eigenartig, dass man sich fremd anhört, kenn ich auch, ich hab die Leute net mehr gehört, alles so unwirklich...
Konzentrationsschwierigkeiten, die ewige Unausgeschlafenheit...
das, finde ich, solltest du vllt mal weiter verfolgen, bevor du dich auf dieses psychische problem versteifst das noch von keinem facharzt (also psychiater oder neurologe) bestätigt wurde. und du solltest heilfroh sein wenn ein neurologe nichts auffälliges gefunden hat. irgendwelche über- oder unterproduktionen oder mehr oder weniger vorhandene hormone, vitamine was auch immer, lassen sich leichter behandeln als irgendeine störung vom kopf.

ich mein ich will nicht anzweifeln was die psychologen da gesagt haben, aber schon dass sich 2 komplett widersprechen find ich sehr seltsam und schon von daher würd ichs anzweifeln. und wovor ich wirklich warnen will ist diese selbstdiagnose, auch wenn dich erst die psychologen darauf gebracht haben. durchs internet zu stöbern und dann nach krankheit xy zu suchen die genau die symptome hat und sich dann selbst krankheit xy zu attestieren halte ich für äußerst unklug ums mal vorsichtig zu formulieren. man neigt dazu sich dann darauf zu versteifen, weil man froh ist das das "was da los ist" einen namen bekommen hat, aber man verliert auch n bissl den blick für andere sachen und vorallem bringt einem der name der krankheit xy erst mal nicht viel um sich selbst zu helfen. und so oft ergibt man sich dann seiner selbstdiagnose. mir würden btw spontan noch 2-3 andere psychische störungen einfallen die passen könnten, bla. so kommt man nicht weiter.

was mich mal noch interessieren würde ist, ob es phasenweise auftritt und schwankt. ob du auch mal gute "klare" phasen hast in denen alles "normal" ist. und wann die sind. und, wenn du bemerkst dass du gerade "nicht da bist", kannst du dich dann zwingen kurz "aufzuwachen"? oder merkst du es gar nicht in dem moment sondern erst wieder in momenten in denen du klar bist?

wenn es auch gute phasen gibt, kann man vllt herausfinden was in denen anders ist als in anderen phasen und man kann dann vllt darauf hinarbeiten diese zu verlängern, bewusster zu erleben und dadurch sie auch auf den tag hinweg zu verlängern.
 
 
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Reh
Alt 28.06.2007, 17:30   #18
Standard

Zitat von felicitas
mir würden btw spontan noch 2-3 andere psychische störungen einfallen die passen könnten, bla. so kommt man nicht weiter.
Ernsthaftes Interesse: Welche 2-3 andere Störungen fallen dir ein?
Und wie kommt man weiter?
 
 
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diecomplexezahl
Alt 29.06.2007, 08:38   #19
Standard

klare phasen kommen so gut wie keine mehr auf.
was halt von tag zu tag leider stärker wird, ist, dass man bezug zu allen möglichen dingen verliert. bzw. dass man "dümmer" wird. Man kann nicht mehr wirklich das machen, was man früher machen konnte (und zwar so richtig gut).
Man hat das gefühl, dass ein großes gewicht auf dem kopf liegt, dass es erschwert zu denken. Mittlerweile kommen nun auch kopfschmerzen dazu, die ich noich nie in dieser art hatte. sie beschweren einen das denken unheimlich.
heute hab ich die nächste sitzung, muss mals chauen wie es verläuft.

danke schonmal für eure antworten udn für die veschiedenen blickrichtungen. die helfen mir sehr weiter. DANKE
 
 
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Sivar
Alt 01.07.2007, 21:18   #20
Standard

edit: Vorsicht... ellenlanger Text!

Also ich hatte vor gut 2 Monaten etwas, das in dieselbe Richtung ging... wobei ich aber nicht all deine Symptome hatte, und auch nicht in der Intensität, die es anscheinend bei dir hat. Es wurde allerdings auch nach ein paar Tagen schlimmer, und ich wusste, dass man schulmedizinisch sowieso nix feststellen würde. Frag nicht, warum ich das wusste... aber es war mir halt intuitiv klar (vermutlich, weil ich unbewusst schon längst den/die Auslöser erkannt hatte).

Bevor es losging, kamen aber erstmal paar kleinere Hörstürze. Nach dem letzten bin ich sogar zum Arzt gegangen (normalerweise würde ich nie zum Arzt gehen), der nichts feststellen konnte, mir aber durchblutungsfördernde Tabletten verschrieben hat. Ich also angefangen, das Zeug zu nehmen (auch eigentlich total gegen meinen Instinkt), und nach 3 Tagen ging es dann richtig los. Der Hörsturz war zwar weg (subjektiv), aber plötzlich wurde mir während der Arbeit schwindelig, und ne Minute später etwa hatte ich nen sehr seltsamen Schmerz im Kopf, durch den ich fast kollabiert wäre. Emotional war das für mich, als wäre im Kopf irgendeine Barriere, eine Schutzmauer der Stärke, oder wie auch immer man das nennen will, innerhalb einer Sekunde niedergerissen worden. Ich war wie benommen und musste mich arg zusammenreissen, um nicht auf der Stelle loszuheulen, was aber nur einige Minuten angehalten hat. Während ich also draussen hinter der Firma auf ner Bank sass, kamen plötzlich Emotionen über Dinge hoch, die mich zwar in gewisser Weise belastet haben, aber objektiv gesehen eigentlich nicht soo wild sind, zB dass es in meinem Leben nicht vernünftig voran geht (ewiges Warten auf nen Studienplatz, schon seit Jahren), oder über meine extrem energieraubenden Arbeitskollegen, in deren Gegenwart ich mich quasi immer zusammenreissen musste um ihnen nicht die Meinung zu sagen.

Das ganze dauerte ungefähr 10 Minuten, und danach waren erstens die Symptome weg, und zweitens war ich RICHTIG befreit und gelöst. Mit anderen Worten: Selbst wenn diese Probleme nicht die Ursache waren, hat mir dieser "Stich" im Kopf und das Fallen der Barriere erheblich geholfen. Am selben Tag bin ich auch zur Vernunft gekommen und hab gegen die Empfehlung des Arztes aufgehört, diese durchblutungsfördernden Medikamente zu nehmen. Kurze Zeit später lief auch mein Vertrag in der Firma aus und ich hab das Angebot (man könnte es fast schon betteln nennen) zu verlängern abgelehnt.

Während ich in der Firma war, haben sich meine Alltage zunehmend so entwickelt, dass ich unausgeschlafen zur Arbeit gegangen bin, nach der Arbeit (16.30 Uhr, um 5 Uhr musste ich immer aufstehen) hundemüde war, meist aber noch nicht direkt schlafen gegangen bin, sondern mich an den Laptop gesetzt habe, um zumindest noch einige Stunden aufzubleiben. Zu anderen Dingen hätte ich sowieso nicht ansatzweise Lust gehabt, weil ich wie gesagt viel zu müde war. Meine Arbeitstage bestanden übrigens zu 95%aus Sitzen in nicht gerade ergonomischer Haltung. Am Wochenende hab ich mich dann auch kaum bewegt, weil ich mich von der Woche erholen wollte und jede körperliche Anstrengung zuviel fand. Zusammengenommen hab ich mich also fast ein halbes Jahr lang kaum bewegt.

Nun sind diese Beschwerden, diese Benommenheit, dieses Gefühl von Sich-fremd-sein aber nicht verschwunden, nachdem mein Vertrag ausgelaufen war. Mir wurde dann klar, wie wenig ich mich bewegt hatte, und fing dann an, jeden Tag zumindest ein bisschen was Anstrengendes zu machen... zB 10min Joggen oder ne gewisse Strecke schnell mit dem Fahrrad zu fahren. Auch Krafttraining mit Hanteln hab ich langsam wieder angefangen. Ich kam mir wirklich vor, als hätte ich davor in Schwerelosigkeit gelebt, denn objektiv gesehen war meine körperliche Fitness völlig miserabel, um es mal freundlich auszudrücken. Wie gesagt, ich hab mich aufgerafft, während dieser Benommenheit und nachdem ich noch nen kleinen Hörsturz hatte mit meinem Training anzufangen, weil ich von Durchblutungsstörungen ausgegangen bin als Ursache meiner körperlichen Beschwerden.

Zum Glück bin ich jemand, der sehr schnell körperliche Fitness bis zu nem gewissen Grad aufbaut, und schon einige Tage später hatten sich diese Symptome in Luft aufgelöst. Leichtsinnig wie ich war hab ich dann Pausen eingelegt, also Tage, an denen ich dann nix gemacht und doch wieder den ganzen Tag krumm und schief aufm Sofa vorm Laptop gesessen hab. Und siehe da - nach 2 Tagen kam schon die Quittung in Form von den zu Genüge beschriebenen Symptomen. Also hab ich wieder mit dem regelmässigen Training angefangen, um zumindest auf ein gewisses niedriges Niveau zu kommen, was körperliche Fitness angeht. Das hat schätzungsweise 2 Wochen gedauert, aber mittlerweile kann ich durchaus wieder ne Woche am Stück nur vorm Laptop sitzen (was ich letzten Monat auch gemacht hab), ohne dass es mir gleich dreckig deswegen geht.

Mein Fazit ist also, dass mangelnde Bewegung zumindest die Ursache der körperlichen Beschwerden war, bzw meine sehr unausgeglichene Lebensweise über Monate hinweg. Nun hat natürlich alles seinen Ursprung in der Psyche. Ich gehe für mich persönlich davon aus, dass psychische Belastungen (und damit meine ich keine, die einer Therapie bedürften) der Grund für meine Bewegungsunlust waren, und teilweise noch sind, und gleichzeitig der Grund dafür, dass ich sehr selten Lust habe rauszugehen oder mich zu bewegen. Im Grunde sind die Emotionen, die an diesem einen Stichtag hervorgekommen sind, wahrscheinlich genau das, was im Endeffekt auch die "Faulheit" auslöst. Man kann das mit der Bewegungsunlust sogar sehr wörtlich nehmen, wenn man es auf die Psyche bezieht... nämlich dass mangelnde geistige Entfaltung ihren Ausdruck darin gefunden hat, dass ich auch körperlich immer lethargischer werde.

In gewisser Weise ist das natürlich ein Teufelskreis, denn wer erstmal schlapp ist, hat normalerweise auch keine Lust, sich zu irgendwas aufzuraffen, was das Leben verändern könnte, aber genau letzteres musste und muss ich für mich in Angriff nehmen, um auch allgemeine Lustlosigkeit an Bewegung, an anderen Menschen, am Leben, an der Liebe, etc, loszuwerden. Ich warte zwar immer noch bis Mitte August, ob ich dann endlich meinen lang ersehnten Studienplatz bekomme, bevor ich mein Leben umgestalte, aber ich weiss jetzt schon, dass wenn ich wider Erwarten keinen kriegen sollte, sich ne Menge tun wird in meinem Leben. Ich weiss zwar noch nicht genau, was, aber es läuft sicherlich auf einige verrückte Spontanideen hinaus. In jedem Fall seh ich dem Studienplatz-Bescheid positiv entgegen, denn egal wie er ausfällt, wird sich mein Leben danach drastisch ändern .

Man könnte natürlich argumentieren, es wäre dumm von mir, nicht jetzt schon mit dem Umkrempeln anzufangen, und damit läge man garnicht so verkehrt, aber ich halte mich bis dahin mit der Gewissheit über Wasser, dass ich meine Grundproblematik zumindest zum grössten Teil erkannt habe, und darüber hinaus durch regelmässige (wenn auch insgesamt immer noch nicht allzu häufige) Bewegung.

Ich will mir natürlich nicht rausnehmen, meine Situation jetzt komplett auf dich zu übertragen, denn dafür sind die Ursachen in der Psyche mit Sicherheit viel zu vielseitig, aber vielleicht erkennst du dich ja in der einen oder anderen Schilderung hier wieder und kannst etwas damit anfangen. Dein Zustand ist in jedem Fall "heilbar", und du hast es auch noch selber in der Hand. Es erfordert, je nachdem was evtl für Umstellungen auf dich zukommen, bestimmt mehr Mut als bei mir, aber sollten bei dir die Ursachen ähnliche sein, bist du auch schon ein Stück "tiefer gesunken" als ich vor gut 2 Monaten, und musst vielleicht drastischere Massnahmen ergreifen, dein Leben wieder lebenswert zu gestalten. Genauso wenig wie das hier alles auf dich zutrifft, hat mein Monolog hier natürlich auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn ich hab hier frei Schnauze geschrieben und bin schon froh, wenn man als Leser nen ungefähren Zusammenhang erkennt .

In diesem Sinne... alles Gute! (ich fühl mich grad, als hätte ich mich als Schwuler geoutet *lol*)
 
 
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diecomplexezahl
Alt 02.07.2007, 21:20   #21
Standard

danke sivar für diesen wirklich sehr guten beitrag (und auch allen anderen).

ihr habt mir sehr sehr viel weitergeholfen. mittlerweile ist die ursache ungefähr klar.

Der Schwarm will einen nur als Freund

dies ist eine topic, die von mir vor einem jahr geöffnet wurde. das ganze letzte jahr habe ich meine gefühle für sie unterdrückt, damit es ihr nicht unangenehm ist. ich hab mich sehr stark von mir selbst entfernt. ich bin nicht mehr dem nachgegangen was ih fühlte, weil ich es leider nicht konnte (ihr zu liebe). und jetzt ist der knoten gerissen. jetzt darf ich endlich lieben. Und das waren diese letzten 6/7 wochen, wo ich es realisiert habe. daher mein rat: (und für euch eigentlich klar, ich war einfach zu dumm, das zu verstehen) geht wirklich eurem gefühl nach. macht wirklich ds was ihr fühlt. ist bei euch höchstwahrscheinlich normal. bei mir wars nicht. ich war ein idiot. (bin es zwar immer noch, aber nicht mehr so ein großer). ich hab nur mit dem geist gelebt. war ein intellektueller, kein Mensch. also vielen vielen vielen herzlichen DANK für eure HILFE!!! ohne euch ging es mir nicht so schnell besser. DANKE!!!
 
 
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Sivar
Alt 02.07.2007, 21:57   #22
Standard

Hmm, freut mich zu hören! Mich würde jetzt aber wirklich interessieren, welchen Anteil die beiden Psychologen, zu denen du gegangen bist bzw gehst, daran haben dass es für dich aufwärts geht. Haben sie sehr dabei geholfen? Ist die (Teil-)Erkenntnis evtl sogar während einer Sitzung gekommen?
 
 
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diecomplexezahl
Alt 03.07.2007, 20:32   #23
Standard

die psycholginen haben mir ehrlich gesagt nur so weitergeolfen, dass sie mich aufgebaut haben. die ursache fiel mir nur selbst auf, als ich gemerkt hab, dass die hauptsymptome auftraten, als ich bei ihr in der nähe war. das bild zu ihr veränderte sich täglich. jeder tag war wir kein anderer davor.
mit anderen worten: ich war krank vor liebe . jetzt muss ich micht halt erstmal regenerieren. weil das unheimlich viel kraft gekostet hat. und ich eigentlich von tag zu tag ich selbst werde und dann mich erst wieder aufbauen kann.
 
 
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1, 2 oder 3
Alt 03.07.2007, 22:28   #24
Standard

erschöpfungssyndrom oder depression...

eher ersteres. wie alt bist du, wenn man fragen darf?

geh erst zum neurologen, wenn der nichts findet -> psychologe
 
 
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diecomplexezahl
Alt 04.07.2007, 12:51   #25
Standard

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