tja lieber reh, fein hastes gemacht. erschrecken hat was mit der psyche zu tun. mach sachen. darauf wäre jeder 14-jährige teenie gekommen, aber du schaffst es das so wunderbar zu verpacken als wäre es die neuigkeit schlechthin.
@nonsurvivor:
natürlich hat reh recht und es lässt sich auf diesen wunderschönen begriff psyche zurückführen. darauf bist du aber selber schon gekommen. und was soll es auch anderes sein? erschrecken ist ein teil der wahrnehmung, der bei manchen menschen grundsätzlich, bei anderen temporär eben mal mehr mal weniger sensibel vorhanden ist.
auch gebe ich sivar recht, wenn er meint, dass die ursachen dafür nicht in der fernen vergangenheit liegen müssen. können, müssen aber nicht. das herauszufinden liegt an dir. allerdings widerspreche ich siv, wenn er meint das außenstehende kaum helfen können. letztendlich hängt das von deiner persönlichkeit ab wie zugänglich du für hilfe von außen bist. manch einem bringt es etwas, manch einem nicht. was ich aber glaube ist, dass dir niemand eine konkrete ursache benennen können wird, sondern dich auf der suche danach unterstützen kann.
ein psychiater würde bei auffälligem erschrecken von angststörung/en reden. nun keine angst, ich will dich nicht zum psychiater schicken, erschrecken ist wohl noch eine der harmlosesten symptome von angststörungen. das wort angststörung ist so selbsterklärend wie irreführend, ist es doch sehr schwammig. ein psychiater würde dir an der stelle einen psychologen empfehlen, der dir bei der suche nach den ursachen, bzw. auf dem weg dahin helfen würde.
aber anfangen kannst du damit eigentlich allein. ich will keinen zeitraum festsetzen, irgendwan spürt man in sich drin wann man nicht mehr weiter kommt. aber vermutlich wirst die ursachen selber finden.
anstatt jetzt aber wild loszuspekulieren, mach es wie in mathe. erinnerst dich so an die mittelstufe? da musste man bei textaufgaben immer aufschreiben was gegeben und was gesucht ist und mit welchen einheiten man arbeiten will. im prinzip funktioniert so jede suche. auch die suche nach psychischen ursachen. du schaust was gegeben ist. schreib vllt die situationen auf in denen du dich erschreckst und wovor. so eine art erschreck-tagebuch. vielleicht wirst du dich im laufe des prozesses an das erste mal erinnern. wann du dich das erste mal in situation x erschrocken hast. vllt siehst du dann bilder vor dir und auf einmal liegt die erklärung auf der hand.
menschen gehen unterschiedlich mit situationen um in denen sie sich erschreckt haben. da gibt es die, die sich daran zurückerinnern und denken "halt stop. in der situation warst du schon mal. du hast dich erschreckt und am ende ist eigentlich nichts passiert". andere wiederrum neigen dazu zu denken "erschrecken ist eine warnung. ein schutzmechanismus. wenn das letzte mal in der situation nichts passiert ist, kann vllt heute etwas passieren". vernünftiger und gesünder ist vermutlich der erste weg, der zweite lässt einen irgendwann hypersensibel werden, schließlich geht man ja an eine bestimmte situation von vornherein mit dem gedanken ran "ich werde mich erschrecken". manche menschen erschrecken sich wenn jmd vor ihnen steht der sagt "ich werde dich jetzt erschrecken" und dann "buh" macht. man mag schmunzel, aber sowas gibt es. erschrecken ist meiner meinung nach auf ängste zurückzuführen. deswegen wirds wohl von profis als angststörung bezeichnet

. letztendlich dient aber erschrecken auch dazu zu warnen. aber auch da reagieren menschen unterschiedlich. während die eine laut anfängt zu kreischen und was weiß ich, zum beispiel losrennt, bleibt der nächste wie versteinert stehen. ersteres liegt sicher darin begründet, dass dieser mensch instinktiv seine umwelt auf sich aufmerksam machen will, fliehen will, hilfe will.
nur vorweg, das ist nichts was ich in tollen zeitschriften oder büchern gelesen habe die ach so wissenschaftlich daherkommen. das ist mein halbwegs gesunder menschenverstand. und es ist ein ehrliches aufrichtiges interesse an menschen die mit diversen fachbegriffen versehen wurden.
wenn man anfangen wöllte, ernsthaft über eine psychische störung nachzudenken, ist es mit "angststörung" nicht getan. angststörungen kommen selten allein, oftmals steckt da viel mehr dahinter. und manches will man besser gar nicht wissen.
von daher, JETZT damit anfangen sich aktiv damit auseinander zu setzen. setz dich aber nicht unter druck. auf manche fragen bekommt man erst antwort wenn man sich längere zeit beobachtet. bei mancher textaufgabe bekommt man die lösung erst, wenn man teillösungen richtig zusammen setzt. kennst du das? du sitzt vor einer mathe oder phsyik hausaufgabe und kommst einfach nicht weiter. irgendwann donnerst du das buch in die ecke. und abends unter der dusche, wenn du gedanklich gar nicht mehr bei mathe bist, da kommt dir die eine idee wie du die aufgabe lösen kannst.
das ist auch wie ein puzzle. puzzelst du gern? du kennst das bild, weil es auf der verpackung abgedruckt ist. die einzelnen teile kennst du erst, wenn du sie dir angesehen hast und das bild bekommst du wieder wenn du sie zusammengefügt hast. solche analogien können helfen wenn man mal keinen nerv mehr hat, endlich antworten will. schaff dir analogien die dir liegen. vllt bist du ja kein mathe- oder puzzle fan

.
aber in allererster linie bist du mensch, mit all deinen ganz eigenen persönlichen erfahrungen und erlebnissen. egal welchen stempel (welche diagnose) dir ein facharzt aufdrücken würde. dieser stempel ist ein resultat. ursachen dafür sind tinte und irgendwas geschnitzes vllt. vllt aber auch etwas geätztes. kennst du radierungen? tampondruck? so unterschiedlich die druckverfahren (die ursachen, die individuen) sind, so ist das ergebnis ein druckbild.
hm, viel gefaselt. aber eigentlich will ich dir nur mut machen. mut zum einen dir selbst zu helfen, zum anderen aber auch, zu gegebener zeit und wie gesagt, das wirst du in dir spüren, hilfe von einem dritten anzunehmen.