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nicht essen "können"

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olivia
Alt 11.10.2007, 12:34   #1
Standard nicht essen "können"

ich habe seit etwa einem halben jahr nicht mehr so oft hunger,bzw das gefühl nicht mehr essen zu können und wenn ich etwas esse, dann bin ich meistens schon nach einer kleinigkeit satt. in dieser zeit hatte in viel stress und einige probleme, die wahrscheinlich die ursache für diese essensumstellung sind.
ich will essen und esse deswegen auch bei jedem essen (frühstück,mittagessen,abendessen) so viel bis ich einfach nicht mehr kann.
oft geht es einfach nicht, da kann ich einfach nicht mehr essen. mein körper verschliesst sich sozusagen dagegen, bzw meine psyche.
ich mache mir viele gedanken wegen dem essen, weil ich angst habe eine esstärung (magersucht) bekommen zu können. ich mache jedoch überhaupt keinen sport und achte ehr darauf, dass ich etwas esse, möglichst kalorienreich, damit ich zunehme. denn ich würde schon gerne 2kg mehr wiegen, wegen dem aussehen, wohlfühlen und damit ich mir nicht weiter diese ewigen gedanken mache.
trotzdem habe ich angst, dass das mal aus dem ruder laufen könnte und ich vielleicht sogar in eine klinik müsste. zwei freundinnen von mir hatten magersucht und sie waren beide je 6monate in einer klinink und ich denke mir, ich habe einfach angst, dass mir das selbst passieren könnte.
im moment liegt mein gewicht bei 56kg, bin 172cm groß, ist also alles im rahmen. ich hab jedoch immer diese angst abrutschen zu können. und aus dieser sorge herraus mache ich mir selbst druck etwas zu essen, was dann noch weniger geht. und bei stress ess ich auch weniger.
wenn es mir richtig gut geht, hab ich hunger. immer wenn ich mit freunden zusammen bin, hab ich hunger und sobald ich wieder zu hause bin ist der weg.

hatte jemand von euch schonmal so was? habt ihr ne idee oder einen rat?

danke
 
 
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Reh
Alt 11.10.2007, 12:59   #2
Standard

Zitat von olivia
trotzdem habe ich angst, dass das mal aus dem ruder laufen könnte und ich vielleicht sogar in eine klinik müsste. zwei freundinnen von mir hatten magersucht und sie waren beide je 6monate in einer klinink und ich denke mir, ich habe einfach angst, dass mir das selbst passieren könnte.
Angst vor Heilung? Ärzte und Kliniken sind dafür da, um Menschen zu heilen. Was für einen Grund gibt es, sie nicht aufzusuchen, wenn man ein Problem hat? Hier im Forum bekommst du auf jeden Fall keine so gute Hilfe.
 
 
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Felicitas
Alt 11.10.2007, 13:28   #3
Standard

na ich würd als allererstes die waage wegschmeißen. das setzt einen nur unter druck, egal ob man nun abnehmen oder zunehmen will. außerdem verliert man dadurch das gefühl dafür, wann man seine wohl-fühl-form erreicht hat. wenn man die erreicht hat, kann man ja gern mal auf eine waage steigen um in etwa ein gefühl zu bekommen bei wieviel kg das wohlfühlgewicht liegt.

wichtig ists wohl zu lernen, dass der körper ein ziemlich geiles ding ist. wir neigen oft dazu mit unserem verstand und unserer vernunft unseren körper beherrschen zu wollen, aber im prinzip ist das unnatürlich und von daher auch ungesund.

was du gerade machst ist schlichtweg zu viel nachdenken. das hast du aber selber schon bemerkt. du vertraust dir und deinem körper nicht mehr, was wohl vllt daran liegt dass du diese krankheiten bei deinen 2 bekannten gesehen hast.

genießt du das essen noch, oder denkst du viel mehr nach beim essen? kochst du selber? ich glaube, wer sich richtig und gesund ernähern will und wer es schafft auf seinen körper zu hören, fängt an essen zu zelebrieren. das fängt beim kochen an, geht über einen nett gedeckten tisch, bishin zum essen an sich.

hälst du dein gewicht atm? also hast du im letzten halben jahr abgenommen? es ist oft normal dass man in den sommermonaten weniger hunger oder appetit hat.

was die sache mit dem stress angeht - da wäre ich wieder beim zelebrieren. wenn man sich die zeit nimmt selbst zu kochen (also kein fertigtüten zeug oder tiefkühlnahrung) und sich dann zeit nimmt sich ein gemütliches umfeld zu schaffen (an einem tisch, vllt mit frischen blumen wenn du das magst) und dann genießt was man da selbst geschaffen hat, dann kann das sehr stresslösend sein. kochen entspannt!

und noch eine idee: du sagst wenn du mit freunden zusammen bist, bist du glücklich und entspannt. dann macht doch sowas wie kochabende, oder zusammen essen gehen. führt euch rituale ein, einmal in der woche bei einer anderen reiheum abends kochen. ihr könnt auch themenabende machen. einmal ein italienischer abend mit mozarella-tomaten-salat als vorspeise, dann pasta und danach vllt tiramisu.

und dann: hör auf deinen körper und vertrau ihm. er sagt dir wann er hunger hat, er sagt dir wann er satt ist, er sagt dir auch worauf du appetit hast. Versuch nicht deinen Körper durch deinen Kopf beherrschen zu wollen. Das ist es denke ich, was viele menschen in eine essstörung treibt. sie spüren die macht die sie mit ihrem kopf über etwas anderes erlangen können, in dem fall ihren körper. wenn im umfeld nichts mehr klappt, dann können sie wenigstens noch ihren körper bezwingen. und das ist ziemlich unfair diesem grandiosen system "körper" gegenüber, oder?

vllt sind diese 56kg ja das, was dein körper als wohlfühlgewicht empfindet, nur dein kopf empfindet das halt nicht so. und ich persönlich glaube, das alles was der kopf versucht zu lenken, was von natur aus zumeist verdammt toll über zig millionen jahre funktioniert, kann nur nach hinten losgehen.

iss was du willst, solange bis dein bauch sagt "nu is genug". iss wenn du das gefühl hast dass du jetzt etwas brauchst, dein körper sagt dir schon wann er nahrung braucht und richte dich nicht so sehr nach "aber 3mal täglich das und jenes und mind. so viel". der körper funktioniert so einfach nicht. der körper ist etwas sehr individuelles, mit seinen eigenen regeln. diese ganze geschichte mit 3mal täglich und mind. 3 farben auf dem teller und max. einmal warm ist doch etwas, dass die menschen sich erschaffen haben weil sie es verlernt haben auf ihren körper zu hören. aber es ist nichts natürliches.
 
 
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olivia
Alt 11.10.2007, 19:28   #4
Standard

ja danke felicitas für die ratschläge. und irgendwie beruhigt mich das auch mit dem "wohlfühlgewicht des körpers". ich seh das ähnlich, nur um einen herum sind so viele leute, die einem etwas anderes versuchen einzureden.
ich habe im letzten halben jahr einmal 2kg abgenommen, das dann aber auch wieder seit vier monaten drauf. jetzt ist mein gewicht relativ konstant.
aber du hast recht, ich sollte wieder anfangen meinem körper richtig zu vertrauen.

das mit den freunden und dem essengehen ist eine gute idee. heute war ich schon mit einer freundin eisessen und wenn man einmal anfängt "über den hunger" zu essen, dann kann man auch weiter essen.

ich hoffe ich bekomm das hin, dass ich nicht mehr so oft darüber nachdenken muss, vorallem da das ganze auch sehr auf mein allgemeines wohlbefinden schlägt und ich oft bauchschmerzen habe, die psychische ursachen haben.
 
 
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Felicitas
Alt 11.10.2007, 20:58   #5
Standard

das packst du schon

2kg über den sommer abnehmen klingt für mich völlig iO. ich mein, man ist viel draußen, geht schwimmen, hat bei der wärme aber nicht so einen appetit - irgendwo muss sich das ja niederschlagen

das kommt im winter dann alles wieder *g*
 
 
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olivia
Alt 21.10.2007, 21:07   #6
Standard

@felicitas: ich wollt mich mal bedanken für das, was du geschrieben hast! du bist die einzige die mir gesagt hat, dass es nicht unbeingt "annormal/krankhaft" ist keinen hunger zu haben, bzw abzunehmen. du hast mir mut gemacht, indem du mir die vorschläge gemacht hast und nicht wie die anderen "iss mehr, ist doch nicht schwer! was ist den los! bla.. bla.bla" gesagt hast.
ich hab in der letzten woche jeden tag etwas mit meinen freunden unternommen und ich hatte wirklich viel mehr hunger und habe auch normal gegessen. gewogen habe ich mich nicht mehr, das bringt mich eh nur aus der ruhe.
so wie du meintest, also nur danke.
du hast zwar nichts besonderes gesagt, aber mir einfach mut anstatt angst gemacht wie die leute in meinem umfeld.
wollte ich nur gesagt haben
 
 
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Felicitas
Alt 22.10.2007, 13:12   #7
Standard

gut gut

viel glück (und vorallem spaß!) weiterhin
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 26.10.2007, 16:48   #8
Standard

Ich hatte mal ne Freundin, bei ihr war das auch; wenn sie depressiv war konnte sie fast nichts mehr essen. Scheint also normal mit der Psyche zusammen zuhängen.
Menschen, die wegen Magersucht in der Klinik sind, haben meist das Problem, daß sie nicht essen wollen, weil sie sich zu dick finden. Das ist bei dir doch anders, also keine Angst.
 
 
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olivia
Alt 17.11.2007, 17:12   #9
Standard

Zitat von ShakeTheDisease
Ich hatte mal ne Freundin, bei ihr war das auch; wenn sie depressiv war konnte sie fast nichts mehr essen. Scheint also normal mit der Psyche zusammen zuhängen.
Menschen, die wegen Magersucht in der Klinik sind, haben meist das Problem, daß sie nicht essen wollen, weil sie sich zu dick finden. Das ist bei dir doch anders, also keine Angst.
das hat mich erstmal aufgebaut, dass es auch anderen leuten so geht.
wie hat es deine freundin denn dann geschafft wieder normal zu essen?

in den letzten tagen/wochen hat es mit dem essen schon VIEL besser geklappt. ich habe wieder hunger und esse auch recht normal. manchmal bekomme ich essattacken, aber das finde ich nicht schlimm.
nur wenn ich an einem tag mal keinen hunger habe/ wenig esse, habe ich sofort wieder angst, ich könnte magersüchtig werden,bzw. das ganze problem mit dem nicht-essen-könnten könnte wieder anfangen.
 
 
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HB83
Alt 19.11.2007, 18:29   #10
Standard -

@ olivia

da ich auch schon oft darueber nachgedacht habe (nicht wirklich magersucht - aber zuwenig wiegen) , bin ich zu dem entschluss gekommen ...wenn ich in stresssituation nicht zu dem essen finde, sollte das essen schon da sein .
habe also angefangen mir kleine depots anzulegen ...also auf meinem schreibtisch steht jetz ne obstschale und im vorzimmer auch ...so werd ich oefters mit essen konfrontiert und muss auch nicht wirklich dran denken ...nur mal schnell handeln und mir was raus nehmen : )
glaube aber das kann auch verdammt schiefgehn wenn man sich so naschsachen zurecht legt - zahnschmerzen . schlechtes cholesterin etc sind dann sicher auch wenn man kein uebergewicht hat von dauer .
 
 
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ShakeTheDisease
Alt 19.11.2007, 23:22   #11
Standard

Zitat von olivia
wie hat es deine freundin denn dann geschafft wieder normal zu essen?
Na ja, wenns ihr wieder besser ging, dann kam auch der Appetit wieder. Es war nur kurzzeitig, das sie nichts essen konnte. Wenns ihr schlecht ging, hat sie einfach nichts runter gekriegt.
 
 
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