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Bluttransfusionen - wie gefährlich?

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Loisi
Alt 02.04.2008, 07:45   #1
Standard Bluttransfusionen - wie gefährlich?

Hallo, PP-ler,

ich kenne eine Zeugin Jehovas. Diese lehnen ja Bluttransfusionen so stark ab. Sie hat sogar behauptet, dass viel mehr Menschen wegen einer Bluttransfusionen sterben als wegen Blutverlust, weil sie keine Transfusion bekommen.
Jetzt hätte mich einfach mal interessiert, ob ihr da irgendwas wisst. (Also das soll jetzt keine Diskussion über Zeugen Jehovas werden, sondern es soll bitte nur darum gehen, wie viele Menschen wegen Bluttransfusionen bzw. wegen abgelehnter Bluttransfusion sterben.)

In Google habe ich zu dem Thema fast nur Foren von Zeugen Jehovas gefunden, die meist nicht objektiv Stellung dazu nehmen, sondern gegen Bluttransfusionen wettern und Behauptungen aufstellen, die im "Wachturm" oder so begründet werden.

Danke für eure Beiträge!
Loisi
 
 
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MiKe
Alt 02.04.2008, 09:08   #2
Standard

Vor 20 Jahren wurden tatsächlich recht viele Menschen durch Bluttransfusionen mit HIV oder Hep. infiziert. Da Aber schon seit den frühen 90er Jahren diverse Antikörper-Tests duchgeführt werden, ist die Gefahr, sich eine Krankheit darüber zu holen, sehr gering. Zudem hat man oft einfach keine andere Möglichkeit als Bluttransfusion; diese werden ja auch nicht einfach nach Lust und Laune verteilt, man hat das Blut ja nicht gerade im Überfluss!
 
 
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Loisi
Alt 02.04.2008, 13:42   #3
Standard

Zitat von MiKe
Zudem hat man oft einfach keine andere Möglichkeit als Bluttransfusion; diese werden ja auch nicht einfach nach Lust und Laune verteilt, man hat das Blut ja nicht gerade im Überfluss!
Hier mal eine Seite: http://de.answers.yahoo.com/question...4122450AAhNZa6

Wenn man danach geht, was Mel v schreibt, ist es sogar viel gesünder, ohne Bluttransfusion auszukommen.

Was auch oft von Bluttransfusions-Gegnern argumentiert wird, ist, dass der Körper das fremde Blut ablehnt. Okay, bei einer Spender-Leber oder so leuchtet mir die Argumentation ein, aber bei Blut?
 
 
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Maxwell
Alt 02.04.2008, 14:19   #4
Standard

Das Problem ist ja, dass die Menschen, die eine Bluttransfusion benötigen, oft garkeine Wahl haben. Sie würden ohne Bluttransfusion sterben. Dann würde ich (als ohnehin Todgeweihter) lieber das Risiko eingehen an der Bluttransfusion zu sterben, was auch sehr unwahrscheinlich ist.
 
 
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Loisi
Alt 02.04.2008, 14:38   #5
Standard

Zitat von max2511
Dann würde ich (als ohnehin Todgeweihter) lieber das Risiko eingehen an der Bluttransfusion zu sterben, was auch sehr unwahrscheinlich ist.
Ja, würde ich auch so machen.

Und die Behauptung, dass genauso viele Menschen an Bluttransfusionen sterben wie an Verbluten, weil sie die Transfusion abgelehnt haben, ist ja in der heutigen Zeit ziemlich unwahrscheinlich.
Ich wollte das halt mal wissen, weil diese Zeugin Jehovas, die ich kenne, sehr entschlossen auf der Theorie ihres Glaubens beharrt. Und ich hatte keine wirklichen Gegenargumente, weil ich einfach nicht richtig bescheid gewusst habe. Diese Zeugen J. lassen sich aber auch einfach nicht umstimmen ... naja, ich genauso wenig .
 
 
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fantamaus
Alt 02.04.2008, 15:29   #6
Standard

Zitat von Loisi
Ich wollte das halt mal wissen, weil diese Zeugin Jehovas, die ich kenne, sehr entschlossen auf der Theorie ihres Glaubens beharrt
Das tun sie alle. Ausnahmslos. Ist so eine typische Eigenschaft von solch absolutistischen Sekten.

Zitat von Loisi
Und ich hatte keine wirklichen Gegenargumente, weil ich einfach nicht richtig bescheid gewusst habe.
Gegenargumente bringen bei Mitgliedern solcher Glaubensgemeinschaften überhaupt nichts. Ich würde mich auf solche Diskussionen gar nicht erst einlassen.
 
 
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Loisi
Alt 02.04.2008, 15:46   #7
Standard

Zitat von fantamaus
Ich würde mich auf solche Diskussionen gar nicht erst einlassen.
Naja, wenn da jemand lauter aus der Luft gegriffene Behauptungen aufstellt, dann find ich es schon schwer, nichts zu sagen. Ich werds aber versuchen
 
 
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David
Alt 02.04.2008, 17:07   #8
Standard

Also ich hab zwar selber nicht in der Transfusionsmedizin gearbeitet, aber meines Wissenstandes nach ist das mittlerweile sehr sicher. Ist ja alles gesetzlich geregelt, sogar so Sachen wie maximale Entnahmedauer oder die genauen Pufferzusammensetzungen stehen im Gesetz...

Bereits bei der Spende wird auf die gängigsten Krankheiten getestet und ein Blutbild erstellt. Sachen wie Infektionen des Spenders fallen dann sofort auf, auch aktuelle Infekte (Grippe z.b)

Natürlich kann man nie ausschließen (wenn du Plasma bekommst und nicht nur ne EK) dass jetzt z.b. ein heftiger Allergiker spendet obwohl er es nicht sollte und die transfundierten Antikörper und T-Zellen dann eine Reaktion auslösen , wie auch immer die aussieht. Aber das ist auch echt unwahrscheinlich.

Es werden ja mittlerweile Spenden auch erst freigegeben nachdem man in 3 Monaten nochmal da wa um evntl. Neuinfektionen zu erkennen.

Alles in allem ist das mittlerweile (nicht so vor 20 Jahren, klar) - sehr sicher


Ach und um nochmal auf diesen Artikel einzugehen:

„Wenn man sich in der Situation befindet, ohne die Möglichkeit einer Transfusion operieren zu müssen, wird man dazu neigen, bessere Arbeit zu leisten. Man ist dann mehr darauf bedacht, jedes blutende Gefäß abzuklemmen.“
Das ist echt lachhaft. Obwohl Chirurgen schon oft ziemliche Pfosten sind wird sich keiner Denken "ach wir haben ja genug EKs, lass ich den mal etwas Bluten und leg ne andere CD ein, die Arterie kann ich ja nachher abklemmen".
Blutende Gefäße sind immer #1 Priorität, da wird nicht sauberer oder sorgfältiger gearbeitet nur weil keine EKs zur Verfügung stehen.

Oftmals kann eine einfache Kochsalzlösung, die Laktat-Ringer-Lösung oder Dextran als Plasmavolumenexpander verwendet werden, und diese stehen in fast allen modernen Krankenhäusern zur Verfügung.
Sicher, erzähl dass mal jemand der in der 3. oder 4. Rezidiv-OP liegt und bereits nen HB (Eisen) von 7-8 (stark erniedrigt) hat. Könnte man genausogut sagen "trinken sie mal ordentlich". Die Ringer hält lediglich den Blutdruck stabil.

die zitierten Quellen sind ja sowieso extrem Asbach Uralt, wie gesagt - heute geht die Kosten/Nutzenrechnung eindeutig hin zur "Spende", wobei die meisten OPs heute auch vorher Eigenblut abnehmen und aufbereiten für den "Fall"

Geändert von David (02.04.2008 um 17:21 Uhr). Grund: edit
 
 
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dead angel
Alt 02.04.2008, 18:01   #9
Standard

 
 
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OrionX
Alt 02.04.2008, 21:19   #10
Standard

Zitat von Loisi
Naja, wenn da jemand lauter aus der Luft gegriffene Behauptungen aufstellt, dann find ich es schon schwer, nichts zu sagen. Ich werds aber versuchen
im endeffekt läufts drauf raus das du beim armegeddon die augen von krähen ausgehackt bekommst. ich würds auch lassen, bluttransfusionen sind wohl ziemlich sicher und vor allem auch unabdingbar.
 
 
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