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Beste Freundin depressiv - und blockt nur noch ab!!! Hilfe!

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DarkViolin
Alt 17.10.2006, 00:16   #1
Standard Beste Freundin depressiv - und blockt nur noch ab!!! Hilfe!

Hallo zusammen!

Meine besten Freunde und ich haben im Moment ein echtes Problem und ich dachte, vielleicht haben ein paar von Euch Ahnung oder Erfahrung mit Depressionen / Suizidgedanken und so weiter..

Also, die Sache ist die: Eine sehr gute Freundin (18) von mir ist schon seit länger als 3 Jahren depressiv. Ich weiss nicht genau, wie lange, da wir sie erst in der jetztigen Gymiklasse kennengelernt haben. Ihr Selbstwertgefühl ist total am Boden; sie redet davon, dass sie eine Plage für alle sei, dass sie ihre Familie nur belaste, Geld ausgebe, das sie nicht verdient habe und so weiter.. Sie schaut nie in den Spiegel; vor einer Woche ist sie in einen Weinkrampf ausgebrochen, weil sie auf einer Toilette den vielen Spiegel nicht "entrinnen" konnte.
Sie war nun über ein Jahr in der Behandlung bei einer Psychologin, hat auch Medikamente bekommen. Sie ist vor einem Jahr bis diesen Sommer in eine eigene Wohnung gezogen, doch jetzt wegen Geldsorgen wieder zu Hause. Seither hat sich ihr Zustand, wie wir glauben, wieder verschlechtert. Sie hat die Behandlung abgebrochen, vegetiert dahin, ohne etwas gegen ihren Zustand zu machen.. und wir machen uns extrem Sorgen um sie!
Ich weiss nicht, wie ernst man das nehmen soll, wenn sie in ihrem MSN - Name zum Beispiel schreibt: "Was ist die sanfteste Methode zu sterben" - "Lungenentzündung verworfen - Tabletten und Alk in Sicht". Kürzlich sagte sie mir, wenn ihre Psychologin wisse, dass sie drei Packungen ???? Tabletten und daneben Alkohol zu Hause stehen hab (ich hab vergessen, was es für welche waren), würde sie sie sowieso gleich Zwangseinweisen. Deshalb wolle sie nicht mehr zu ihr gehen.
Ich weiss nicht, in wiefern sie einsieht, dass sie Hilfe braucht, dass sie "Krank" ist. Ihre Eltern wissen zwar von ihren Problemen, aber wie mir scheint, können sie überhaupt nicht damit umgehen und ignorieren es auf eine Art.

Wir wissen nicht mehr weiter, was wir machen sollen.. Was gibt es für Möglichkeiten für eine Therapie???? Wir sind mit unserem Wissen am Ende und mehr als Zuhören (was in letzter Zeit immer schwieriger wird - sie blockt nur noch ab) können wir auch nicht. Und wir sind auch nicht unendlich belastbar..

Hat hier irgendwer eine Ahnung, was man in einer solchen Situation machen kann???

Liebe Grüsse, Dark.
 
 
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like a babe
Alt 17.10.2006, 07:50   #2
Standard

mal zu dem problem.. hat sie vielelicht schwierigkeiten daheim? wie du schon ja gesagt hast, die eltern ignorieren das problem.. oder bekommt sie zuwenig aufmerksamkeit von zuhause? oder vllt. ist ja vor den ca. 3 jahren eine wichtige person für sie verloren gegangen. des wären jetzt vielleicht gründe.
was macht sie denn als, wenn ihr sie drauf anspricht? weil es hört sich so an, als ob sie ein großes problem mit sic rumträgt.
 
 
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RegularJohn
Alt 17.10.2006, 08:46   #3
Standard

möp, wenn ich sterben möchte, hänge ich es nicht an die große glocke!
 
 
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DarkViolin
Alt 17.10.2006, 09:58   #4
Standard

Guten Morgen!
Soviel wir wissen war sie zu Hause immer der "Kummerkasten" für alle. Alle luden ihre Probleme auf sie ab und machten sie auch dafür verantwortlich. Aber sie sagte auch mal, sie sei so undankbar, weil sie so unglücklich ist und dabei so eine tolle Familie habe.
Wirklich reden kann man nicht mehr mit ihr; sie sagt dann immer, es gehe ihr gut und wechselt das Thema. Aber wenn ich sie im MSN frage, wie es ihr geht, sagt sie: geht so, ich bin müde. Und das die ganze Zeit. Dann kommen ein paar Sätze, wieso es ihr im Moment nicht gut gehe (sie sei hässlich, eine Plage für alle usw...) und plötzlich ist sie einfach Offline, ohne etwas gesagt zu haben
Ich blicke da nicht mehr durch.
Liebe Grüsse, Dark!
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 17.10.2006, 09:59   #5
Standard

möp, wenn ich sterben möchte, hänge ich es nicht an die große glocke!
Niemand will zu 100% einfach nur sterben. Auch die meisten Suizidfälle haben einen Überlebenswillen, etwas in sich was natürlich leben will. Aber es ist halt so viel Scheiß in ihrem Leben passiert daß sie keinen Ausweg sehen, alles trostlos.
Das kämpft dann gegeneinander und nach außen dringen vielleicht diese "Nachrichten" daß sie sich umbringen will wie Hilferufe, Hilfe kann sie halt auch nicht annehmen weil sie sich schon viel zu stark von allem distanziert und sich eingemauert hat.

Psychologische Behandlung wie DarkViolin angesprochen hat ist da schon die richtige Methode weil eben die Hilfe von Freunden ab einem gewissen Punkt nicht mehr durch diese Mauern durchkommt.

Es scheint eine vertrackte Situation zu sein daß sie sich nicht mehr zur Behandlung traut, weil eine Zwangseinweisung mit psychiatrischer Behandlung ist auch kein Spaß, die Psychologie ist in vielen Punkten schonender wenns denn noch möglich ist.

@Dark, du sagtest daß es ihr besser ging als sie nicht mehr zu Hause gewohnt hat?
 
 
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Felicitas
Alt 17.10.2006, 10:11   #6
Standard

sie ist auch 17 nehme ich an?

hm, soweit ich weiß darf ein psychologe gar keine medikamente verschreiben, also war sie wohl beim psychiater.

_ich_ sehe nur einen weg, der aber eine gewisse stärke von euch vorraussetz. geht zu diesem psychiater und sagt ihm was sie euch sagt, bzw. zeigt ihm ausgedruckt was sie euch schreibt.

da sie noch nicht volljährig ist gibt es dann verschiedene methoden sie "zwangseinweisen" zu lassen. wobei das nicht unbedingt das ziel sein sollte. wenns ein guter psychiater ist, wird er sich mit ihr oder/und ihren eltern in verbindung setzen.

wenn sie beim psychiater ist bekommt der hausarzt auch regelmäßig bericht, gerade wenn es um suizidgedanken geht. also könnt ihr auch ihn als anlaufpunkt nehmen.

alles in allem wird sie euch dann vllt ein paar jahre hassen, weil ihr ja etwas tut wogegen sie sich entschiedenen hat. aber manchmal muss man eben etwas tun was in ihren augen "falsch" erscheint, wenn es eben doch "richtig" ist.

und ich denke sie ist in einem alter und in einer psychischen verfassung in der man sich über ihr "recht selbst zu entscheiden" durchaus hinwegsetzen kann. der staat sagt ja manchmal auch nicht ohne grund, daß man u18 nicht alles selber entschieden kann.


also ab zu einem der ärzte. "es geht um eine patientin von ihnen"
 
 
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DarkViolin
Alt 17.10.2006, 10:32   #7
Standard

Hallo zusammen!
Danke vielmal für Eure Antworten!
@felicitas: Sie ist 18, wird bald 19. Das sollte aber kein Grund sein, warum sie ein Psychiater nicht einweisen kann, oder? Sie war aber allerdings bei einer Psychologin in Behandlung. Geht das auch, wenn wir mit ihr reden oder muss es ein Psychiater sein?

Ja, ich hatte schon das Gefühl, dass es ihr besser ging, als sie unter der Woche nicht mehr zu Hause wohnte. Aber sie sagt, sie könne dieses Zimmer nicht mehr bezahlen (weil sie kein unverdientes Geld von ihren Eltern nehmen will und keine Kraft hat, selbst zu arbeiten).

Ich finde es eine gute Idee, wenn wir mit ihrer Psychologin reden gehen. Nur.. sollten wir ihr nicht zu erst eine Chance geben, dass sie selber gehen kann? Also sie sozusagen vor die Entscheidung stellen; entweder Du gehst freiwillig oder wir gehen?

Liebe Grüsse, Dark!
 
 
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like a babe
Alt 17.10.2006, 10:37   #8
Standard

es hört sich meiner meinung danach an, dass es gerade was mit zu hause zu tun hat. jeder bei ihr daheim kommt zu ihr und sagt ihr die probleme, die si haben. da kommt sie viel zu kurz. sie redet dann nicht mehr über ihre probleme.
und wenn es ihr wirklich besser ging, als sie von daheim weg war... ...
 
 
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DarkViolin
Alt 17.10.2006, 11:09   #9
Standard

Hallo!!
Ja, klar.. Es wäre am besten, wenn sie wieder ausziehen will. Aber das will sie ja nicht. Und dass es ihr besser ging heisst nicht, dass es ihr gut ging. Ihr Zustand war schon immer schlecht, aber seit dem sie wieder zu Hause ist, ist er noch schlechter.
Es kann sie ja niemand zwingen, auszuziehen, wenn sie nicht will.
Liebe Grüsse, Dark!
 
 
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like a babe
Alt 17.10.2006, 11:14   #10
Standard

und dass sie für n paar tage oder wochen zu einem voneuch zieht??
 
 
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Felicitas
Alt 17.10.2006, 11:17   #11
Standard

Zitat von DarkViolin
Hallo zusammen!
Danke vielmal für Eure Antworten!
@felicitas: Sie ist 18, wird bald 19. Das sollte aber kein Grund sein, warum sie ein Psychiater nicht einweisen kann, oder? Sie war aber allerdings bei einer Psychologin in Behandlung. Geht das auch, wenn wir mit ihr reden oder muss es ein Psychiater sein?
halt ihr arzt. mich wunderts nur das psychologen medikamente verschreiben sollen...

wenn sie über 18 ,muss schon ein suizidversuch vorliegen um jmd einzuweisen. bzw. ein arzt muss zu einem suizidversuch hinzukommen.
zwingen kann sie ab 18 so erst mal keiner mehr.

als beispiel: sie versucht sich mit tabletten und alk umzubringen. du bekommst es irgendwie mit und eilst ihr zu hilfe. du rufst den notarzt.

1. sie ist nicht ansprechbar > krankenhaus und dann psychiatrie (zumindest für ein paar tage/ wochen)
2. sie ist ansprechbar
2.1. sie wiederholt ihren suizidwunsch vor dem arzt - dann siehe 1.
2.2. sie zeigt deutlich, daß es ein fehler war, blablubb - dann nur krankenhaus zum magen auspumpen und dann wieder heim

um jemanden OHNE suizidversuch einweisen zu lassen, der über 18 ist, wirds aweng komplizierter. dann musst du erst zum hausarzt, der muss dann zum behandelnden psychiater, der dann meines wissens zur polizei und wenn die alle der meinung sind sie muss eingewiesen werden, dann kanns auch schon losgehen.


Ich finde es eine gute Idee, wenn wir mit ihrer Psychologin reden gehen. Nur.. sollten wir ihr nicht zu erst eine Chance geben, dass sie selber gehen kann? Also sie sozusagen vor die Entscheidung stellen; entweder Du gehst freiwillig oder wir gehen?
ich würde ohne ihres wissens zum arzt gehen. es kann ja auch sein das sie in panik gerät und dann irgendwas _wirklich dummes_ macht. es kann auch sein das sie sich so stark dagegen wehrt, daß ihr total eingeschüchtert seid und dann doch nicht mehr zum arzt geht. es kann auch sein, daß sie euch die wildesten versprechungen macht und sich eh nicht daran hält. ich würd gleich zu ihrer psychologin/ psychiater/hausarzt gehen. alles andere ist nur umständlich und verursacht unnötigen stress. außerdem setzt ihr sie mit dieser wahl unter druck und glaub mir, druck ist das letzte was suizidgefährdete brauchen um zu überleben... also zumindest nicht solchen druck. bla. das würde jetzt zu weit führen.

Geändert von Felicitas (17.10.2006 um 11:32 Uhr).
 
 
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Lupus Silvanus
Alt 17.10.2006, 12:28   #12
Standard

das sehe ich auch so.
Wenn ihr merkt daß ihr ihr nicht zureden könnt daß sie freiwillig hingeht dann sprecht die Psychologin einfach so an.

Es kann gut sein daß sie sich nur unter Druck gesetzt fühlt wenn ihr sie vor eine Entscheidung stellt steht weil sie in ihrem Zustand einfach keine klare Entscheidung fällen kann.
 
 
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DarkViolin
Alt 18.10.2006, 20:19   #13
Standard

Hallo!!
Danke vielmal für Eure Antworten! Ich werde mit den zwei anderen besten Freunden von ihr sprechen und dann abmachen, wer zur Psychologin geht und was genau wir sagen wollen. Hoffentlich bringt das was..
Liebe Grüsse, Dark!
 
 
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