Zu der Antibiotikathematik:
Bei einer normalen Grippe, wird eben üblicherweise nicht mit Antibiotika behandelt, weil es sich hier um Viren und nicht um Bakterien handelt.
Aber bei einer Grippe können durchaus auch weitere Schwierigkeiten auftreten wie beispielsweise Entzündungen und sonstige Bakterielle Infekte. Und da ist es dann wieder ziemlich angebracht Antibiotika zu verwenden.
Aber man kann ja durchaus anführen, dass in vielen Fällen mit bakteriellen Infekten und Entzündungen Antibiotika ausgesprochen gut wirken.
Wobei man natürlich dennoch, wenn es geht, nicht allzu oft Antibiotika schlucken sollte.
Wie auch immer..
Zitat von Reh Man kann Ärzte und Krankenversicherung nicht losgelöst voneinander betrachten. Das ist eine symbiotische Verbindung und die Krankenkassen sind lediglich Vermittler zwischen Patienten und Ärzten. Und sie zapfen mir auch ohne Leistung Geld ab und dieses Geld geht an die Ärzte, von der Kostendeckung der Vermittlerrolle abgesehen. Dieses System ist nicht schlecht, denn es ermöglicht eine medizinische Grundversorgung der Bevölkerung, die nicht allzu sehr vom prallen Geldbeutel abhängt. Diese Form der Organisation lässt sich mit Heilpraktikern überhaupt nicht vergleichen, denn beim Heiler bezahle ich nur, wenn ich wirklich behandelt werde.
Es ist nunmal das Prinzip einer Versicherung die Kosten im Bedarfsfall zu decken und nicht einmal 50 Euro vom Patienten zu nehmen, wenn der gerade eine Behandlung braucht, die 500 Euro kostet.
Es ist einfach nicht korrekt zu behaupten, dass Geld ohne Leistung an die Ärzte fließen würde, nur weil man jeden Monat einen Versicherungsbeitrag bezahlt. Bevor ein Arzt nicht eine Leistung an einem Patienten erbringt bekommt der überhaupt nichts von dem Geld, das die Krankenkassen einnehmen.
Natürlich lassen sich Dinge, die sich nicht auf gleicher Ebene gegenüberstehen, nicht immer besonders gut vergleichen..
Aber wenn man jetzt feststellt, dass man Beschwerden hat und wohl eine Behandlung gebrauchen könnte, steht man nunmal vor der Entscheidung, was man nun tut und wohin man gegebenenfalls geht.
Und da kannst du in diesem Fall niemandem erzählen, er könne die für ihn entstehenden Kosten nicht miteinander vergleichen und das dann in seine Entscheidungsfindung miteinbeziehen.
Wenn du das Preisleistungsverhältnis tatsächlich vergleichen willst, dann musst du die Kosten einer Behandlung durch Heilpraktiker mit den Kosten vergleichen, die für die Krankenkasse entstehen, wenn ein Patient von Ärzten eine Behandlung bekommt, die genau das gleiche bewirkt wie die Behandlung des Heilpraktikers.
Nein das muss ich nicht. Wenn du das, auch noch unter Einbeziehung angeblich gleicher Wirkung, tun willst, bitte nur zu.
Du kannst das ganze ja von mir aus gerne so vergleichen und gerne auch nach fundierten repräsentativen Statisitiken beider Seiten recherchieren und was weiß ich alles noch. Vielleicht würde das ja ganz interessant werden.
Aber ich gehe hier von betroffener Person X und ihren Kosten aus und das interessiert mich auch wesentlich mehr. Und dass es für einen potentiellen Patienten völlig legitim ist, wie auch oben beschrieben, solche Überlegungen anzustellen, kann man wohl kaum bestreiten.
Aus diesem polemischen Vergleich schließe ich, dass du von Heilpraktikern keine Ahnung hast. Hast du dich darüber informiert, welche Ausbildung oder welches Studium sie genossen haben? Kennst du die Behandlungzimmer von innen?
Ich bin doch nicht so abgedreht mich bei von Heilpraktiker behandeln zu lassen, also kenne ich auch kein Behandlungszimmer von innen. Was ich kenne sind genug Berichte von Personen, die schon verschiedene Heilpraktiker besucht haben und dem ganzen seltsamerweise sogar positiv gegenüberstehen und die hätten sicherlich kein Interesse daran gehabt, irgendwas schlecht darzustellen.
Aber da du ja ein Fachmann zu sein scheinst...Klär doch mal auf über die Behandlungzimmer und ihre (nutzbare) Ausstattung und über "Ausbildung" oder gar ""Studium"" des Heilpraktikertums.
Und wie man Schamane wird wär sicher auch noch ne erheiternde Frage.
Und was für eine Rolle spielen all die Geräte in der Ärztepraxis, wenn ein Heiler ohne diese Geräte auch heilt? Das wäre ein Argument gegen die Schulmedizin, die unnötig Geld in teure Apparatur hineinstopft.
Ja wenn man der irrigen Annahme verfallen ist, durch Glauben und Placebo-Effekte die Schulmedizin überflüssig zu machen. Dann ist es auch klar, dass medizinische Technik sowieso nutzlos und dementsprechend rausgeschmissenes Geld ist, das man für das Handauflegen und Regentänze nicht ausgeben müsste.
Ich kenne Leute, denen Augenärzte jedes halbe Jahr stärkere Brillen verschrieben haben, weil die Augen sich permanent verschlechtert haben. Ist die Verschreibung einer Brille eine Behandlung?
Ja.
Heilpraktiker haben bei diesen Leuten der Verfall der Sehschärfe stoppen können.
Ja? Haben sie das? Interessante Behauptung. Aber wie auch immer, es soll ja durchaus auch schon Leute gegeben haben, die Nadeln in Heuhaufen gefunden haben.
Ich will die Medizin nicht schlechtreden, aber sie ist in ihren Möglichkeiten beschränkt und die Spitzenbehandlung in modernen Kliniken, die gern im Fernsehen dokumentiert wird, bleibt sehr wenigen vorbehalten. Die meisten müssen sich mit dem Hausarzt zufrieden geben, der oft nichts ausrichten kann.
Du redest die Schulmedizin schlecht in dem du sie auf die gleiche Stufe mit allem möglichen stellst.
Natürlich sind auch ihre Möglichkeiten begrenzt. Aber in einer völlig anderen Dimension als die von "Heilern".
Und wer nicht den Arzt wechselt, wenn das mit dem irgendwie nix wird is auch selbst Schuld. Zumal man von jedem Hausarzt Überweisungen zu irgendwelchen Fachärzten bekommen kann, wenn der Hausarzt auf einem Gebiet eben nicht qualifiziert genug ist und irgendwo nichtmehr weiter weiß.
Und während du Heilpraktiker als Alternative bei leichten Beschwerden vorschlägst, sind sie in der Realität die Anlaufstelle bei schweren Beschwerden, bei denen die Schulmedizin versagt hat.
Joa mei, die Verzweiflung war schon immer im Stande Menschen zu allem möglichen zu treiben.