Jo, die Frage habe ich mir auch schon oft gestellt...
Süchtig ist man (meiner Meinung nach) wenn man etwas aus Gewohnheit macht... Selbst Atmen ist eine Art Sucht. Du machst es halt einfach ohne es bewusst abstellen zu wollen. Willst Du es dann abstellen aber schaffst es nicht, siehst Du Dich auch als Süchtig.
So kann man auch süchtig nach Autofahren sein, nach Vergnügen oder eben halt nach Drogen.
Der Spruch "Ich kann jederzeit aufhören" ist so ne Sache, denn man macht es dann eben doch nie (somit haben wir (in meinen Augen) eine Sucht).... wegen der Gewohnheit eben.
Der größte Suchtfaktor (Meiner Meinung nach) ist das "davon wegkommen" bzw. das Gefühl "Is ja nix passiert, ich lebe noch also verkrafte ich es, süchtig bin ich doch deshalb noch lange nicht auch wenn ich es wieder tue"....
Beispiel Alkohol... Mal nen üblen Suff gehabt und trotzdem noch am Leben... Aufhören wird man (meist) deswegen nie, auch wenn man sich nicht sonderlich gut fühlte, alles vollgebrochen hat, ... etc. Doch schon der nächste Griff zu diesem 'Stoff' (auch Monate später) ist eine Art Sucht, vor allem wenn man weiß das es nicht schädigend ist. Schädigend ist es aber trotzdem, man merkt es nur nicht bewusst. Die Rechnung kommt dann meist im fortgeschrittenen Alter.
Sucht ist daher (meiner Meinung nach) eine Art Selbstbeweiß. Ein Spiel mit der Einstellung zu einer ganz bestimmten Sache. Jeden Tag ein Bier ist 100% eine Sucht, für den Betroffenen meist nur eine zusätzliche Lebensauffassung, die als harmlos abgegolten wird (Man kann ja jederzeit aufhören, manche haben es sogar schon geschafft mal 2 Tage ohne zu leben.
Die vielen Klammern rühren nun daher das ich hier nichts behaupten möchte... Hat jemand eine andere Auffassung der Sucht ?