buh
ja, das aufhören-thema hat mich nun auch ein ganzes Jahr beschäftigt und ebensolange hingezogen... hab mit 15 angefangen, also knapp 10 Jahre geraucht, die letzten 7 jahre davon wohl auch mit einer Schachtel am Tag...
im Oktober 2003 hab ich mir mit dem Willen das rauchen sein zu lassen das Buch "Endlich nichtraucher" zugelegt und damit auch einen sehr optimistischen Einstieg in das Nichtraucherleben geschafft (wirklich sehr zu empfehlen das buch). Hat dann auch recht gut funktioniert - bis ich dann irgendwann doch eine geraucht habe und meine "ich werde nie wieder eine rauchen-regel" mit "ich werde hin und wieder zu geselligen anlässen eine rauchen" gebrochen habe - denn auch wenn die erste kippe vllt ekelhaft schmeckt ist man doch noch anfällig dafür. Richtig aufgehört hab ich aber ehh nie durch tägliche Kiffereien, das wollte ich auch nicht sein lassen und wollte es halt irgendwie auch schon... wwi, man muss halt wissen was man will, entweder ganz oder garnicht (und dazu gehören dann auch JEDE Art von Tabak, egal wie sie veredelt ist...)
Naja, dann wieder nach der Silvesterlan (wie dieses jahr auch) aufgehört, wieder richtig angefangen, mir zur erneuten unterstützung das Buch nochmal durchgelesen + das Buch "der fröhliche Nichtraucher" zugelegt - bevor das Buch angekommen ist hatte ich dann schon wieder ne Woche nichtraucherdasein hinter mir und hab mir das nur noch so aus Spass durchgelesen in der gewissheit "nu hab ich es ehh geschafft, meine eigenen Lücken sind gestopft..."
bin dann als Nichtraucher über die Otserferien nach Leipzig gefahren und kam als Raucher wieder zurück... :/
danach hab ich dann meine freundin kennengelernt und lustig weitergeraucht, weil sie ehh nicht aufgehört hätte und mir es dann auch zu schwer gefallen wäre... als mit ihr dann schluss war wieder einen Zeitpunkt gesetzt zum aufhören und durchgezogen, nach leipzig als nichtraucher ausgewandert - mit dem f@s und seinen zigarren dann langsam wieder angefangen
Dann wieder zurück in den WW, aus den "geusszigarren" wurden dann schnell wieder "genuss-kippenschachteln", gekifft genauso wie früher auch (also täglich) und nach und nach wieder in den alten scheiss-trott zurückverfallen...
mittlerweile bin ich seit 2 Tagen wieder in LE und werde mit der kompletten-Lebensumstellung auch wieder ein Nichtraucher werden...
die grössten beobachteten Probleme in der Zeit:
- das hin und wieder eine kippe auch einfach toll und NICHT nur negativ ist, aber es geht ohne natürlich genauso gut/besser
- das man sich selber neue "freiräume" schafft um rauchen zu dürfen, und dann merkt das man die "freiräume" dann nur noch nutzt um halt rauchn zu können...
kleines beispiel: als ich als Nichtraucher nach LE gekommen bin hab ich mich oft einfach an den See gesetzt mit nem Bierchen und ein bischen nachgedacht. Irgendwann kam dann die "genuss-zigarren-regel" mit dabei und ich konnte die Zeit am See dann nur noch geniessen wenn ich auch eine zigarre dabei hatte...
- anschliessende auffälligkeit: man macht sich nur noch gedanken darum wann man die nächste raucht, und das besitzt einen ganz schön. Es ist viel einfacher GAR nicht zu rauchen als sich wenige kippen/sonstwas einzuteilen und immer nur abschnittsweise darauf zu verzichten
die besten Hilfen
- wie schonmal hier geschrieben die "was bringt es mir jetzt"-frage
- eine kippe ist eine zuviel, 1000 Kippen immernoch zu wenig
- aus keinen Fall jammern, sondern freuen! "ICH BIN FREI"
- daran denken das die eine einzige kippe die bisherige Zeit umsonst macht (auch schonmal erwähnt worden), man schnell wieder anfängt und einem das unter umständen 60.000 euro kosten wird...
- man stinkt, man schadet seinem aussehen, seiner austrahlung, seinem hirn, seiner lunge...
- WIRKLICH abschliessen damit und wirklich aufhören... und nicht im hinterkopf ein event im Auge behalten "jaa, da darf ich aber nochmal..."
- die raucher analysieren wie sie das rauchen auch nicht geniessen und eine Kippe absolut NICHTS besonderes ist und man sich von den 20 die man am Tag raucht vllt nur 1,2 wirklich "bewusst" raucht
...
eins meiner lieblingsthemen, normal könnt ich euch damit 10 stunden am stück zuschwafeln *g*. Fakt ist einfach: man KANN rauchen ohne Hexerei einfach sein lassen, der Körper vermisst das nicht, man hat keine körperlichen Schmerzen (erzählt mal einem heroin-abhängigem wie schwer es ist mim rauchen aufzuhören?!), das einzige was man hat ist eine kleine innere Stimme die sagt "du willst eine rauchen". Würde die Stimme sagen "ich will mir ein Bein abhacken" würde man sie ja auch getrosst ignorieren können? Mit der Zeit nimmt dann auch das Stimmchen ab...
Immer daran denken:
aufhören ist verdammt einfach - wieder anfangen allerdings noch einfacher!