Hab mich mal so bißchen im Drogen-Dings hier umgesehen und möchte jetz mal einen pro-Kiffen Thread starten, jawoll.
Bin schon 3 Tage älter und fast alle alten Kollegen die mit mir angefangen haben, haben mittlerweile ganz aufgehört zu kiffen. Teilweise wegen Kinderkriegen, was ich ja noch verstehen kann. Teilweise wegen Studium o.ä., das kann ich auch nachvollziehen, is nich so einfach mit geschwächtem Kurzzeitgedächtnis Vorlesungen auf die Reihe zu kriegen. Aber einige haben jetzt aufgehört, weil während der WM Nachschub-Mangel war und die den Affen gekriegt haben:
"Ich kann net mehr pennen", oder: "ich denk nur noch drüber nach, wo ich wat zu rauchen auftreib, deshalb hör ich jetz auf und tu nur noch saufen und ziehen", klasse!
Also, ich hör nich auf zu kiffen nur weil mal ne Woche oder zwei nix geht. Früher hab ich mir auch immer so nen Kopf gemacht, oft stundenlang im Auto gesessen un Ecken gesucht. Bis mir vor etlichen Jahren mal aufgefallen is, dat ich ganz schlimm THC-süchtig bin. Bei genauerem Betrachten der Sachlage stellte sich (bei zwei, drei Bongs *g*) allerdings raus, das der Gewohnheitseffekt das größte Problem is.
Wie bei den Pawlovschen Hunden (oda wie der Kerl jetz wieda hieß), die nachher schon gesabbert haben, wenn die Glocke gebimmelt hat, gings bei mir nicht mehr um Bedürfnisbefriedigung (Rausch), sondern nur noch um den auslösenden Trigger (Kopf rauchen, Haschisch haben wollen, lechz).
Mit der Erkenntnis liess sich dat schmachten nach was rauchbarem ziemlich wirkungsvoll im Zaum halten. War in der ersten selbstverordneten Woche Pause nach zehn Jahren Dauerkiffen (und ich meine Dauerkiffen) zwar ziemlich übel, aber seitdem mache ich alle 1-2 Monate mal 2 Wochen Pause und beschäftige mich mit was anderem und rauche auch wenn ich keine Pause hab, meistens in vernünftigerem Mass (1-2 Feierabend-Köpfe, 3 über den Abend verteilt und einen vorm Schlafengehen)
Ich höre nicht auf zu kiffen, weil ich eine sehr Suchtgefährdete Persönlichkeit habe. Das liegt bei mir quasi in der Familie glaub ich. Wenn ich mir jetzt die Alternativen zum kiffen anschaue, die ich habe um mein Rauschbedürfnis zu stillen wären da:
Alkohol --> wenn ich schon soviel gesoffen hätte, wie ich gekifft habe, wäre ich jetzt entweder in der Hölle oder ein komplettes Wrack, kenne solche Leute, nee danke.
Chemie --> viel zu heftig für den "Alltagskick" und man wird von den meisten chemischen Sachen noch schneller noch blöder, wie von Alk. Auch nix.
Sport --> paar Leute schwören drauf als Ersatzbefriedigung, habs probiert, echt. Bin aber zu faul, mich macht das nur fertig.
Spielsucht/Kaufsucht sind was für Spiesser
bleiben nur noch
--> Weed, Gras, Haschisch, Shit, Dope, Marie Jane, Ecken, Kanten, Marihuana, Khif, Knaster, um mich zu entspannen und trotzdem am nächsten Tag in dieser Gesellschaft zu funktionieren. Das man vom kiffen langweilig und doof wird, wie in manchen Threads hier gemeint wird, sehe ich anders. Man hat halt durch Dauerkonsum einerseits nich immer Bock auf jeden Mist jetz noch seinen Senf dazuzugeben und wirkt deshalb je nach Gesprächsthema viell. etwas einsilbig. Und das Kurzzeitgedächtnis- und Gleichgültigkeits-Problem kennt jeder Kiffer (wat wollte ich jetz wieda machen? ehhm... is ja auch egal

) aber andererseits gibt es soweit ich weiss keine Droge, die bei ähnlicher Wirkung ähnlich verträglich ist wie THC.
Alkohol, das ich mal als einzige "echte" Alternative zum kiffen durchgehen lassen will (im Sinne von ähnlichen Rauschzuständen. - Bis zu einem gewissen Punkt), ist viel schädlicher als kiffen, weil Alkohol Hirnzellen im Vollrausch einfach wegschießt, während THC an vorhandenen Rezeptoren andockt und die Hirnzellen beeinflusst anstatt sie zu killen.
So. und darum höre ich nicht auf zu kiffen.
Meinungen?