Unmittelbare physiologische Wirkung
Alkohol bewirkt situativ eine Betäubung, eine Stimulation oder auch einen Stimmungswandel.
Er führt auch zu einer Erweiterung insbesondere der äußeren Blutgefäße. Daraus ergibt sich ein Wärmegefühl beim Konsum alkoholhaltiger Getränke. Dabei wird die natürliche Regulierung des Wärmehaushalts bei niedrigen Temperaturen außer Kraft gesetzt. Zugleich wirkt Alkohol betäubend, so dass bedrohliche Kälte nicht mehr wahrgenommen wird. Daher können Erfrierungen bis hin zum
Kältetod die Folge winterlichen Alkoholkonsums sein.
Problematisch ist auch die Kombination von Alkohol mit Medikamenten und anderen
Drogen. Hier gibt es vielfältige Wechselwirkungen, die zu einer vorzeitigen und intensiveren Beeinträchtigung als bei reinem Alkoholkonsum führen können. Das beim Alkoholabbau gebildete Cytochrom P450 2E1 kann die Wirksamkeit von Medikamenten durch deren Abbau beeinträchtigen.
Giftigkeit
Für den Menschen ist Ethanol
giftig. Eine übermäßige Einnahme (über etwa 1
Promille Alkoholkonzentration im Blut) führt zu typischen
Trunkenheitssymptomen wie
Schwindel,
Übelkeit, Orientierungsstörung, Redseligkeit und gesteigerter
Aggressivität. Die tödliche
Dosis liegt etwa bei 3,0 bis 4,0 Promille.
Die regelmäßige Einnahme kann zu einer
Abhängigkeit (
Alkoholkrankheit) führen. Dabei werden alle
Zellen des Körpers geschädigt. Insbesondere leiden das
Nervensystem und die Leber.
Epilepsie,
Psychosen, soziale Vereinsamung und der verfrühte
Tod können die Folge sein. In Deutschland sterben über 73.000 Menschen jährlich vorzeitig aufgrund ihres Alkohol
missbrauchs (Quelle:
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), Jahresbericht 2004).
Bei einer akuten Ethanolvergiftung hilft das Herbeiführen des Erbrechens. Dieses kann auch durch Auspumpen des Mageninhalts erfolgen. Danach sollte viel Wasser getrunken oder - falls nicht mehr möglich -
intravenös physiologische Kochsalzlösung
infundiert werden.
Wirkungen auf das Gehirn und andere Schäden
Bereits maßvoller Alkoholkonsum (0,2 Promille Blutalkohol, entsprechend ungefähr 0,3 Liter Bier, 100 ml Wein oder einem hochprozentigen Schnaps, je nach Körpergewicht und Konstitution) wirkt sich auf das
Nervensystem und speziell auf das
Gehirn aus: das Blickfeld wird verengt (
beginnender Tunnelblick), und die Reaktionszeiten verlangsamen sich. Forscher der
Universität Stockholm haben herausgefunden, dass 50 g Ethanol (etwa ein Liter Bier) täglich bleibende Schäden hinterlassen.
Menge alkoholhaltiger Getränke Blutalkohol Wirkungen 1 Glas Bier (0,33 l) oder 0,2 l Wein < 0,2 ‰ enthemmende Wirkung mit Steigerung der Redseligkeit 2-3 Glas Bier oder 0,5 l Wein 0,5 ‰ deutliches Nachlassen der Reaktionsfähigkeit, insbesondere auf rote Signale, deutliche Erhöhung der Risikobereitschaft 5-6 Glas Bier oder 1 l Wein 1,0 ‰ beginnender Verlust der Bewegungskoordination, des Gleichgewichts und der Reflexe, deutliche Angetrunkenheit 8-9 Glas Bier oder 1,5 l Wein 1,5 ‰ Plaudersucht, Selbstgespräch, Stottern und Schwanken, starke Betrunkenheit 11-12 Glas Bier oder 2 l Wein 2,0 ‰ Erbrechen, hilfloser Zustand, schwere Gleichgewichtsstörungen, schwerer Rausch
ab 2,5 ‰ Störung von Atmung und Blutkreislauf, die Bewegungsnerven versagen, das Bewusstsein setzt aus, Lebensgefahr
über 4 ‰ meist tödlich Hinweis: Diese Angaben sind Durchschnittswerte und können sehr stark variieren
Starker Alkoholkonsum führt zu einem als Trunkenheit bezeichneten Zustand. Dieser ist einerseits durch körperliche Veränderungen wie z. B. psychisch durch erhöhte Emotionalität, andererseits durch eine veränderte Bewusstseinwahrnehmung und verringerte geistige Leistungsfähigkeit gekennzeichnet. Meistens führt erheblicher Alkoholkonsum zu Übelkeit und Erbrechen. Dabei wird allerdings nur der Teil des Alkohols ausgeschieden, der noch nicht in die Blutbahn gelangt ist.
Alkohol hat auch Auswirkungen auf Sexualität und Fruchtbarkeit. So führt Alkoholkonsum vielfach zu einer Enthemmung, speziell bei Männern auch zu einer Steigerung der
Libido. Parallel dazu verringert sich allerdings die
Erektionsfähigkeit bis hin zur völligen
erektilen Dysfunktion. Darüber wirkt sich Alkohol schädigend auf Hoden und Spermien aus. Er führt ebenso zu einer Verminderung der Testosteronproduktion, was negative Auswirkungen auf eine Vielzahl von Körperfunktionen hat.
Neuere Untersuchungen (Prof. E. Abel, USA) haben gezeigt, dass väterlicher Alkoholkonsum vor der Zeugung nicht nur das Risiko von Fehlgeburten erhöht, sondern sich auch schädigend auf die Kindesentwicklung auswirken kann.
Wesentlich verheerender ist allerdings Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft, da sich dadurch unter anderem das so genannte
fetale Alkoholsyndrom ausbilden kann. Dieses ist häufig durch eine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung des Kindes sowie körperliche Fehlbildungen (
z. B. Herzfehler) gekennzeichnet. Schädigungen bei Kindern alkoholabhängiger Mütter gehören zu den häufigsten pränatal bedingten Gesundheitsschäden. Generell ist bei Schwangerschaften jeglicher Alkoholkonsum zu vermeiden.
In noch größeren Mengen setzt eine akute Alkoholvergiftung ein, die bis zum
Koma oder dem direkten Tod führen kann. Besonders gefährlich ist der schnelle Konsum von hochprozentigen Spirituosen, da die Übelkeitsschwelle langsamer eintritt als ein lebensbedrohlicher Anstieg des Blutalkoholspiegels. Ferner kann eine zusätzliche Vergiftung drohen, wenn das Genussmittel mit größeren Mengen an Nebenprodukten verunreinigt ist wie
Fuselalkohole oder
Methanol, die bei der Spirituosen zugrundeliegenden
Destillation angereichert werden.
Auch wenn die angenehmen Wirkungen leichten Konsums im Fall positiver Anlässe zeitlich beschränkt erwünscht sein mögen, so ruft Trunkenheit in unangebrachten Situationen jährlich ein unübersehbares Maß an menschlichem Leid hervor (u.a. Verkehrsunfälle mit Todesfolge).
Ebenso kann auch dauerhafter Konsum alleine oder zusammen mit anderen Faktoren zu schweren gesundheitlichen Schädigungen führen: Herz-Kreislauferkrankungen, schwere Schädigungen der Leber, des gesamten Nervensystems, des Gehirns und körperlich-psychische Abhängigkeit mit heftigeren Entzugserscheinungen, als sie das viel berüchtigtere
Heroin hervorruft. 4,3 Millionen Menschen sind allein in Deutschland
alkoholkrank.
Hilfe bieten Ärzte oder
Selbsthilfegruppen wie die
Anonymen Alkoholiker oder die
Guttempler, ebenso Suchtberatungsstellen sowie verschiedene andere Selbsthilfegruppen.
Todesursache Alkohol
In Deutschland starben im Jahr 2000 circa 16.000 Menschen durch
Alkoholmissbrauch, was wiederum ca. zwei Prozent aller Sterbefälle entsprach, wobei Männer dreimal häufiger betroffen waren als Frauen. Die häufigste alkoholbedingte
Todesursache war die alkoholische
Leberzirrhose mit 9.550 Toten (Quelle:
Statistisches Bundesamt). Die Zahlen der WHO vom 29. Dezember 2004 belaufen sich für das Jahr 2004 auf 21.675 Tote, davon 8.381 Kinder im Alter zwischen 10-15 Jahren. Eine Krankheit, mit einer Mortalität (Todesrate) von über 50 Prozent, die insbesondere in Verbindung mit Alkohol und fettem Essen ausgelöst wird, ist die
Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung).
Die damalige
Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Staatssekretärin im
Bundesgesundheitsministerium,
Marion Caspers-Merk sprach für 2003 von 40.000 Todesfällen als Folge des Alkoholkonsums in Deutschland, wobei, im Vergleich, 1.477 Personen durch illegale Drogen verstorben sind und 110.000 als Folge des
Tabakrauchens.
(Quelle: Drogen- und Suchtbericht 2004)
Krebsrisiko
Übermäßiger Konsum von Alkohol kann neben starken bis unheilbaren Erkrankungen wie Leberzirrhose, Magenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Nervenerkrankungen und vielen anderen auch viele Krebsarten erzeugen. Der regelmäßige Konsum selbst kleiner Mengen alkoholischer Getränke erhöht vieler wissenschaftlicher Studien zufolge das Krebs- und auch das Brustkrebsrisiko.
wer noch mehr wissen will
http://de.wikipedia.org/wiki/Alkohol
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und nu zu mir....
ich habe noch vor ca. 4-5 mons ne flasche whisky pro tag (oder ersatzweise +-2l rotwein) getrunken
habe nach ner ORDENTLICHEN feier bei meinem cousin zusammen mit meiner freundin den entschluss gefasst das ich nichts mehr trinke......anfangs wars recht schwer....auch aus dem grund das noch volle flaschen in meiner whiskysammlung waren....(ich sammle die leeren flaschen^.^) but nach dem ein oder anderem kleinen rückfall hab ichs geschafft das ich meist nicht einmal mehr ein bier oder wein zum essen trinke...
also wenn ich nu was trinke dann nur mehr zu wirklich gegebenen anlässen und dann ist es meist nicht mehr als 1 bier oder n glas wein/sekt oder so
und ich merke es gewaltig um wie viel besser es mir geht seit ich nicht mehr trinke
but so long
greetz