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Bußgeld 2009

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Alt 11.10.2008, 23:58   #1
Standard Bußgeld 2009

Hallo PPler,

wie ihr sicherlich aus den Medien entnommen habt, sollen die Bußgelder im kommenden jahr über doppelt so hoch werden wie jetzt.

Zitat : Autobild
Es ist die schärfste Bußgeld-Erhöhung aller Zeiten: Mit bis zu doppelt so hohen Regelsätzen greift die Bundesregierung ab Januar 2009 gegen Raser und Gefährder im Straßenverkehr durch! Begründung: Trotz jährlich sinkender Unfallzahlen sind die noch immer rund 5000 Verkehrstoten deutlich zu viel! Außerdem soll mit der Anhebung sichergestellt werden, dass Bußgelder auch gegen EU-Ausländer vollstreckt werden können
Wie denkt ihr darüber?
meint ihr, dass eine Erhöhing der Bußgelder überhaupt was bringt, oder ist das eher eine Füllung der Staats/- bzw. Komunalkassen?

Ich persönlich denke das sowas wenig bringen wird und das dadurch nicht das angegeben Ziel (senkung der Verkehrsverstoße) erreicht wird. Letztendlich nur wieder ne Einnahmequelle zur Sicherung von Renten der Staatsbediensteten oder so
 
 
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Alt 12.10.2008, 00:01   #2
Standard

Ich kann mich bei deinem letzten Absatz dir nur anschließen, Jumpy. Es wird weiterhin so schlimme Verkehrsverstöße geben, denn den meisten ist es egal. Man wird ja sowieso nicht erwischt.

Geht es eigentlich nur um Raser, Drängler u. ä. oder werden auch die Preise bei der Radarkontrolle angehoben?
 
 
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MiKe
Alt 12.10.2008, 00:08   #3
Standard

Naja, die Autobild scheint da - verlagstypisch - zu übertreiben. Es geht hier nicht um Bußgelder generell sondern vor allem um härtere Verstöße, wie z.B. Fahrt unter Drogen und Alkohol, Rotlichtverstöße und hohe Geschwindigkeitsübertretungen. Damit kommen wir im internationalen Vergleich endlich mal ein wenig weg von den Portokassenstrafen, die viele Autofahrer laut ACE in Kauf nehmen. Wie viele Leute sagen denn "ach ja, 10km/h drüber kosten ja grad mal 15€, das kann ich mir leisten"? Mehr als genug, und das zählt nicht nur für die 10km/h. Wenn man bedenkt, dass die Bußgelder laut Medien seit 20 Jahren kaum geändert wurden, die durchschnittlichen Bruttolöhne hingegen aber deutlich stiegen, wundert das auch nicht sonderlich.

Mir selbst tut Geld auch um einiges mehr weh als so ein kleiner Punkt in Flensburg, insofern kann ich's schon nachvollziehn, dass das was bringen soll... Was ich hingegen nicht wirklich nachvolliehn kann, sind die >20€ Verwaltungsgebühr für Bußgeldbescheide.

Zitat von K-Stylez Beitrag anzeigen
Geht es eigentlich nur um Raser, Drängler u. ä. oder werden auch die Preise bei der Radarkontrolle angehoben?
Bei Radarkontrollen geht's doch um Raser.
 
 
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Alt 12.10.2008, 00:12   #4
Standard

Also denke ich mal, dass man jetzt schneller nen Punkt bekommt, als mit 21 km/h (- 3 km/h Toleranz) zu schnell, oder irre ich mich?
 
 
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MiKe
Alt 12.10.2008, 00:14   #5
Standard

Nein, die Punkte bleiben voraussichtlich da, wo sie sind. Die Toleranz sollte man übrigens nie standardmäßig abziehn - die wird nämlich genau deswegen abgezogen: Das Messgerät kann auch mal zu viel anzeigen.

Ach ja: Laut stern konnte die Zahl der Unfalltoten in Frankreich durch Erhöhung der Strafen und stärkeren Kontrollen zw. 2002 und 2005 um 25% gesenkt werden, wobei bei uns gerade der Kontroll-Punkt rückläufig und äußerst mangelhaft ist.
Aber von "Abzocke" zu reden, halte ich für überzogen - schließlich muss keiner mehr für etwas zahlen, was er tun MUSS.
 
 
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Alt 12.10.2008, 00:16   #6
Standard

Also denke ich mal, dass man jetzt schneller nen Punkt bekommt, als mit 21 km/h (- 3 km/h Toleranz) zu schnell, oder irre ich mich?
Meines Wissens nach ändern sich die Regeln nicht, sondern nur die Strafen bzw. Bußgeld und Punkte!
 
 
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Alt 12.10.2008, 00:27   #7
Standard

Ich meinte jetzt eigentlich, ob ich schon ab 10 - 15 km/h nen Punkt bekommen würde. Oder wir reden aneinander vorbei und versteh jetzt nicht was du meinst.
 
 
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MiKe
Alt 12.10.2008, 00:28   #8
Standard

Zitat von K-Stylez Beitrag anzeigen
Ich meinte jetzt eigentlich, ob ich schon ab 10 - 15 km/h nen Punkt bekommen würde.
Definitiv nein, das wäre wohl auch zu hart!
 
 
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PowerWapiti
Alt 12.10.2008, 00:42   #9
Standard

ich fahre eigentlich immer zu schnell, kann aus Gewohnheit gar nicht mehr anderst... Wurde jetzt nach knapp 1 Jahr wieder geblitzt. 1x 25 Eur gezahlt...
Man nimmt es ja schon fast in Kauf, genauso beim Falschparken.. 10x Parken ohne Parkschein und beim 11. mal zahlt man vielleicht 5 Euro.

Aber so wie ich das sehe werden ja nur die Strafen ab 21 km/h erhöht bzw. fast verdoppelt.


Neuer Bußgeldkatalog (2009) - So werden Sünder zur Kasse gebeten - Verkehrsrecht - autobild.de

- Parken auf der Autobahn. ^^
 
 
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Sidolin
Alt 12.10.2008, 00:44   #10
Standard

Es ist halt die Frage in wie weit das wirklich den gewünschten Effekt hat. Dass die 25% weniger Verkehrstoten in Frankreich nur durch die Bußgelderhöhungen kommen wage ich doch mal zu bezweifeln.

Ich finde es nicht sinnvoll wenn es bei 10km/h zuviel schon drakonische Strafen gäbe, das kann immer mal passieren. Es ist ja mehr so dass bis so ca. 15km/h zu schnell mehr oder weniger Puffer sind die eben nicht gleich hart bestraft werden müssen. Ich sehe nicht dass es dadurch weniger Verkehrstote geben sollte.
Und darüber sind die Strafen ja schon da, 75€ + Punkte hat dann doch keiner dauernd übrig.

Und so etwas wie Alkohol am Steuer wird auch schon hart bestraft, wer sich davon nicht abschrecken lässt wird das von noch etwas höheren Strafen auch nicht tun.
 
 
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Abe
Alt 12.10.2008, 01:12   #11
Standard

Also bei mir hätte es den gewünschen Effekt. Wenn ich jetzt ein bisschen zu schnell fahr, geblitzt werde und 15-20 € zahlen muss denk ich mir "Dumm gelaufen, aber ok, werde trotzdem nicht langsamer fahren." Sollte ich von nun an 30-40 € zahlen, werde ich mir das schon genauer überlegen.

Unverschämt finde ich es nicht vom Staat, wenn ich eine Straftat begehe (bewusst) muss ich mit den Konsequenzen leben können. Ich muss mich selber entscheiden ob ich das in Kauf nehme oder nicht.

Wenn jetzt jemand sagt: "Aber so ein Geschwindigkeitsbegrenzungsschild kann man ja mal übersehen, das hat der ja gar nicht gewollt gemacht." Da find ich, dass so ein Autofahrer genauso bestraft werden muss, schließlich gefährdet er durch seine Unachtsamkeit den Verkehr und das Bußgeld lehrt es ihm vielleicht, aufmerksamer zu sein.
 
 
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MiKe
Alt 12.10.2008, 02:30   #12
Standard

Da schließe ich mich Abe voll und ganz an. Und selbst wenn es nicht 25% weniger Tote sind sondern nur ein einziger Mensch - das ist's meiner Meinung nach dann schon wert!

Zum Thema Alkohol find ich die Relation ganz interessant: Deutschland (bisher) 250€, ab 2009 evtl. 500€, England knapp 7.500€

Aber immerhin wird auch die Strafe für ständiges Linksfahren verdoppelt!
 
 
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Alt 12.10.2008, 12:29   #13
Standard

Aber immerhin wird auch die Strafe für ständiges Linksfahren verdoppelt!
so ziemlich das einzig Sinvolle
 
 
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MiKe
Alt 12.10.2008, 12:56   #14
Standard

Also dass Fahrt unter Alk/Drogen ebenfalls verdoppelt wird, halte ich mindestens für genauso sinnvoll. Und wer mit dem Argument kommt "wer bei 250€ betrunken fährt, fährt auch bei 500€", der kann das genauso beim Linksfahren sagen.
 
 
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Sidolin
Alt 12.10.2008, 13:31   #15
Standard

Da wäre jetzt halt die Frage ob die Unfallzahlen in England so extrem viel besser sind als sie es hier sind, wie sie es ja sein müssten wenn die höheren Bußgelder die gewünschte Wirkung haben.
 
 
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Alt 12.10.2008, 14:14   #16
Standard

Ich befürworte diese Entscheidung vollkommen. Ein Auto stellt nunmal ein extremes Gefahrenpotenzial sowohl für den Fahrer als auch für die Umwelt dar. Und ich kenne leider viele Leute, die sich cool dabei fühlen im Wohngebiet, wo 30 erlaubt ist, 50 und mehr zu fahren oder auf der Autobahn mit 200 Sachen zu drängeln und den Verkehr zu gefährden. Die Bußgelder könnten ruhig noch mehr steigen, denn ganz sicher ist Druck auf dem Geldbeutel die bestmöglichste Prävention.
Auch was Alkohol am Steuer angeht, kann Staat nicht hart bgenug durchgreifen, auch 0 Promille bei Erwachsenen halte ich für sinnvoll, da jeder Tropfen zuviel ist und man leider immer Unschuldige in Gefahr bringt. Jeder der in ein Auto steigt sollte sich der Verantwortung bewusst sein, die das mit sich bringt und sich dementsprechend bitte auch verantwortungsvoll verhalten. Es bleibt nur zu hoffen, dass Geld und Verantwortungsbewusstsein direkt proportional sind...

Wo wir schon beim Thema sind, würde ich mich auch gerne für ein generelles Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen (120 km/h) stark machen, aber das gehört wohl nicht hier her...
 
 
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Alt 12.10.2008, 15:42   #17
Standard

ich finds völlig in ordnung. mir ists auch egal obs ins staatssäckel wandert, hauptsache die unzähligen idioten auf deutschen straßen bekommen richtig eins reingewürgt. außerdem sollen die mehr kontrollieren und die bürger mehr zum petzen animieren. auf jeder fahrt von ~300km habe ich mind. 3 idioten (sicherheitsabstand, drängeln, rechts überholen usw. bei 200 sachen in der 130er zone), eigentlich müsste ich jedes mal die bullen rufen wenn ich so einen sehe.
 
 
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Moonchild
Alt 12.10.2008, 19:54   #18
Standard

@ Mike:
Und selbst wenn es nicht 25% weniger Tote sind sondern nur ein einziger Mensch - das ist's meiner Meinung nach dann schon wert!
Mich würde mal interessieren, wie viele Menschen eben gerade deshalb gestorben sind, WEIL der Staat hart gegen jeden durchgreift, der gegen die Gesetze verstößt.
Wie viele haben sich umgebracht, weil sie ihren Führerschein verloren haben, in Folge dessen dann ihren Job, und am Ende Frau und Kinder?
Natürlich kann man sagen: "Die sind ja selbst schuld, wenn sie gegen die Gesetze verstoßen".
Dann kann ich aber auch gleich sagen: "Das Kind, das auf den Zebrastreifen gelaufen ist, ohne nach links und rechts zu sehen, ist ja selbst schuld, wenn es überfahren wird, weil es die Gesetze der Natur und der Schwerkraft nicht berücksichtigt hat."
Ich denke, man kann Leid nicht dadurch bekämpfen, dass man neues Leid schafft.
Man sollte vielmehr versuchen, das Übel verstärkt an der Wurzel zu bekämpfen.
Man sollte sich fragen:
Warum rasen Menschen? Warum verhalten sie sich im Straßenverkehr asozial?
Liegt es nicht oft daran, dass man ihnen eben von klein auf beibringt, egoistisch, asozial und triebgesteuert zu sein?
Liegt es nicht auch an der Arbeitswelt, die die Menschen immer mehr unter Zeitdruck setzt und Aggressionen schürt?
Das sind die wahren Wurzeln, meines Erachtens... und da sollte man für eine wirkliche Lösung ansetzen. Alles andere ist Populismus.

@ Felicitas:
außerdem sollen die mehr kontrollieren und die bürger mehr zum petzen animieren.
Denunziation ist seit jeher eines der beliebtesten Hobbys der Deutschen. Da braucht man nicht mehr viel zu animieren, fürchte ich...
Ich meine, klar gibt es viele Idioten da draußen, die mal dringend aus dem Verkehr gezogen werden müssten.
Aber treffen Bußgelderhöhungen wirklich immer die richtigen?
Bußgelder werden meines Erachtens stets ungerecht sein, so lange sie allein nach der Schwere des Vergehens gestaffelt sind, und nicht auch in dem selben Maße nach den Vermögensverhältnissen des Übeltäters.
Ein Hartz4-Empfänger oder Niedrigverdiener, der sich im Straßenverkehr asozial verhält, wird durch ein mehrere hundert Euro betragendes Bußgeld schnell ganz tief in die Schuldenfalle rutschen...
Ein reicher Porschefahrer zahlt das Bußgeld hingegen aus der Portokasse. Gerechterweise müsste man den reichen Schnöseln dann mindestens das Haus und ihre gesamten Ersparnisse wegnehmen, damit sie ähnlich unter der Strafe zu leiden haben wie der arme Niedrigverdiener.
So lange das nicht geschieht, sind vor dem Gesetz eben nicht alle gleich... und so lange werde ich unseren "Rechtsstaat" und dessen Methoden auch nicht gutheißen können.
 
 
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Registrierter PPler
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Alt 12.10.2008, 20:21   #19
Standard

Wie viele haben sich umgebracht, weil sie ihren Führerschein verloren haben, in Folge dessen dann ihren Job, und am Ende Frau und Kinder?
Natürlich kann man sagen: "Die sind ja selbst schuld, wenn sie gegen die Gesetze verstoßen".
Dann kann ich aber auch gleich sagen: "Das Kind, das auf den Zebrastreifen gelaufen ist, ohne nach links und rechts zu sehen, ist ja selbst schuld, wenn es überfahren wird, weil es die Gesetze der Natur und der Schwerkraft nicht berücksichtigt hat."
du vergisst: wer im straßenverkehr rast oder sonstwas gefährdet das leben anderer genauso wie sein eigenes, aus vollkommen eigennützigen und egoistischen gründen. und wenn der arbeitgeber drängt rechtfertigt das natürlich vollkommen das leben anderer zu riskieren? der vergleich ist sehr weit hergeholt.

Es ist scheissegal was jemand "danach" hat. wer das leben anderer aus diese dummen eigennützigkeit gefährdet, in vollem wissen was er da tut, der muss dafür gefälligst grade stehen. Das gilt für alle, jenseits des gesellschaftlichen standpunkts.
 
 
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