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Arch Linux "Overlord"

Veröffentlicht: 06.07.2008 um 22:05 von OrionX
Ich habs ja hier und da schonmal angemerkt, ich bin jetzt nach meiner längern Zeit auf Fedora, zu Arch Linux "übergelaufen".

Nun erstmal, warum hab ich das eigentlich getan? Eigentlich wegen eines Problems, nämlich das yum (der paketmanager von fedora) zum xten mal den kernel aus dem Update Repository nicht mehr installieren wollte. Da ich nicht auf kernel selberbauen und installieren stehe (ich habs mal gemacht, aber es dauert einfach) hab ich Fedora kurzerhand platt gemacht.

Nach einem kleinen ubuntu 8.04.1 Ausflug, der mir so garnicht zugesagt hat (sorry jungs, Ubuntu ist irgendwie Paketmäßig immer "alt") hab ich mich eines Blogeintrages über Arch und Sparkies Empfehlungen besinnt und nochmals einen anlauf gestartet Arch Linux zu installieren.

Nachdem ich den Beginners Guide ob den eigenheiten einer Arch Linux installation studiert habe (auch Linux-Veteranen sei dieser ans Herz gelegt) gings ans werk, mit der ftp installations-cd. Das Grundsystem war schnell aufgesetzt, Gnome hat wegen den Downloadgrößen ein bisschen gedauert. Wohlgemerkt es gibt keine grafischen installer bei arch, alles eben nach dem KISS Prinzip. Die Arch Installation ist wie das ganze System sehr transparent, und ich weiss ziemlich genau wie mein system hier tickt, das ist schonmal ein sehr wohliges gefühl.

Was Arch von anderen abhebt, ist wohl erstmal die paketverwaltung. Für die ist Pacman zuständig, der die Pakete - die einfache tarballs mit metadaten zur installation sind, ähnlich slackware - verwaltet. Repositorymäßig ists stellenweise so, das man die Pakete als Binaries oder from Source kompilieren kann (ähnlich Gentoo), ganz großartig ist da AUR als Arch User Repository. Dort finden sich unmengen Binary oder source Pakete und beinahe jede Software ist für arch verfügbar.

Pacman kann mit dem yaourt wrapper so aufgebohrt werden das es nicht nur die offiziellen repositories durchsucht, sondern auch AUR.

Arch Linux ist ein "rolling release", wird also quasi live weiter entwickelt und die änderungen fliessen immer mit ins system ein, sodass es nicht wirklich feste releases gibt, sondern die "releases" nur einen snapshot der entwicklung darstellen. Arch ist das was man allgemein "Bleeding Edge" nennt, also immer das neuste vom neuen.

Summa summarum finde ich, das es sich gelohnt hat arch zu installieren. Da bleib ich

Und fortgeschrittene Linuxer könnten sich Arch auch gerne mal zu gemüte führen. Es lohnt sich. Arch ist wesentlich simpler als gentoo oder debian, wenn man seine prinzipien vorher ein bisschen studiert hat. Und vor allem unglaublich schnell, mit iner Spannweite vom "Mini-Linux" bis zum großen Desktop. Zu erwähnen sei noch das Arch auf i686 optimiert ist

Projekturl:

Arch Linux Home
Kategorie: Linux, Distrowatch, /, It
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