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Warum dieses Versteckspiel ?

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Cobain
Alt 30.10.2006, 04:08   #1
Standard Warum dieses Versteckspiel ?

Ich will hier einmal meine liebsten Thesen über das immerwieder diskutierte Versteckspiel der möglichen Besucher aufzeigen, ich finde diese am logischsten und wenn wir unsere menschliche überheblichkeit ausschalten werden sie uns auch einleuchten.

Prof. Deardorff von der Staatsuniversität von Oregon schrieb einen Aufsatz über dieses Thema, der 1986 mit der Überschrift „Mögliche extraterrestrische Strategie für die Erde“ im Royal Astronomical Society Journal veröffentlicht wurde. Eine These fundiert auf der Annahme, die Erde könnte ein anthropologisches Forschungsobjekt sein. Die Anthropologie fordert, dass man eine zu studierende Kultur keineswegs beeinflussen darf, schon das Auftauchen einer höher entwickelten Zivilisation, kann große Veränderungen in der zu erforschenden Kultur bewirken, so dass man die Ergebnisse nicht nutzen könnte.
Eine weitere These geht davon aus, dass es bei den Außerirdischen eine Art „Nichteinmischungs-Codex“ oder etwas, wie das respektieren des freien Willens gibt, nach dem sich fremde Kulturen nicht in die inneren Angelegenheiten einer anderen einmischen dürfen. Dieser Codex erfordert eine Nichteinmischung in Kulturen, die auf niedrigeren Entwicklungsstufen stehen als man selbst. "Ein Zweck von vielen einer solchen Richtlinie kann es sein, zu verhindern, dass Zivilisationen ermutigt werden ihre Planeten verfrüht zu verlassen. Sie müssen erst ihre Reife im Umgang mit fremdartigen Wesen unter Beweis stellen, und es gibt keinen besseren Weg ihre Unreife unter Beweis stellen, als die Selbstzerstörung“.
Eine dritte These wäre die, dass sich die Aliens ganz behutsam, vorsichtig und schrittweise zu erkennen geben. Sie überlegen sich sehr gründlich, wie, wann und wo sie Ihre Existenz den Bewohnern anderer Welten präsentieren. Ein plötzliches Auftauchen hätte bei uns sicher einen Kulturschock zur Folge. Ein Teil der Menschen würde die Aliens für göttliche Wesen halten, weil sie deren Technologie nicht verstehen, ein anderer wiederum sähe eine Gefahr der Bedrohung der menschlichen Rasse und würde zu Fanatikern. Die Menschen würde quasi von heut auf morgen erkennen müssen, dass sie nicht die Krone der Schöpfung sind und nur eine Rasse unter vielen, die dazu auch noch in ihrem evolutionärem Entwicklungsstand auf einer der untersten Stufe steht. Wahrscheinlich würde die Existenz Gottes in Frage gestellt werden. Depressionen entstünden und das Selbstwertgefühl der Menschheit wäre vollständig geschädigt. Diese Menschen wären keine echten Partner mehr für die Außerirdischen. Das erscheint den Aliens auch nicht gerade eine vernünftige Idee zu sein. Wie könnte man also einen Kulturschock vermeiden? Prof. Deardorf: „Ein solches Szenario einer außerirdischen Strategie könnte die Kommunikation mit einer oder mehreren Kontaktpersonen in allen Teilen der Erde beinhalten. Der Rezipient würde über einen bestimmten Zeitraum hinweg eine umfassende Botschaft übermittelt bekommen, bis er sie vollständig verstanden hat, es würde ihm auch erlaubt sein, umfassendes Beweismaterial für die Realität dieser Begegnungen zu sammeln, um bis zu einem gewissen Maß den Botschaften öffentliche Beachtung und Akzeptanz zu vermitteln. Doch um die allgemeine Wissenschaft nicht zu alarmieren, wäre es nur ihm erlaubt, die Außerirdischen zu treffen und mit ihnen zu kommunizieren."
Immer mehr Menschen würden im laufe der Zeit zu Kontaktpersonen werden, aber ihre Aussagen wären teilweise widersprüchlich. Durch Häufung der Kontaktpersonen über mehrere Menschengenerationen hinweg würden die Menschen nach und nach die Möglichkeit akzeptieren, dass fremde Intelligenzen uns besuchen. Prof. Deardorff weiter: „Die Frage, wie die Öffentlichkeit, die mit der einschlägigen Literatur in Kontakt kommt, eine wahrscheinlich außerirdische Botschaft von all den Schwindlern und Sektierern unterscheidet, mag eher Teil der extraterrestrischen Lösung als des Problems zu sein; [...] Weil dabei das Risiko einer öffentlichen Panik oder religiöser Unruhen vermindert wird, da es den Einsatz der Logik und des gesunden Menschenverstandes bedarf, herauszufinden, welche Botschaft essentiell wahr sein könnte; das erfordert unabhängiges, kritisches Denken von so vielen Menschen wie möglichen. Eine weitere Vorbedingung wird wohl die sein, dass wir bis dahin so viel Verständnis entwickelt haben, um zu begreifen, dass wir sie nicht als Götter verehren dürfen, sondern respektvoll als Mitbewohner des Universums“.



[FONT=Arial]Quelle: Prof. David M. Jacobs: Bedrohung. Die geheime Invasion der Aliens[/FONT]

Geändert von Cobain (30.10.2006 um 04:35 Uhr).
 
 
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Sivar
Alt 30.10.2006, 04:57   #2
Standard

Also ich finde die ersten beiden Theorien nicht stichhaltig. Setzen wir einmal voraus, dass wir definitiv von Aliens besucht werden... Für eine Nichteinmischung wegen eines Experiments gibt es einfach zuviele UFO-Sichtungen, zuviele Spuren (Tierexperimente, Narben bei Menschen), zuviele direkte Kontakte. Eine Nichteinmischung ist auch wenig glaubwürdig, wenn man sich alte Hochkulturen anschaut und sowohl deren Wissen als auch deren Religion genauer betrachtet.

Bleibt also noch die Vorbereitung auf einen vollständigen Kontakt und Infiltration. Eine Infiltration, wie sie vom Herrn Prof. dargestellt wird, ist doch viel zu mühselig. Man könnte ebensogut ein für Menschen tödliches Virus kreieren, und dann den Planeten selbst kolonisieren. Auf unsere Technologie oder Infrastruktur, die in den nächsten Jahrzehnten entwickelt wird, lohnt es sich aus deren Sicht nicht wirklich zu warten. Somit macht die Theorie einfach keinen Sinn.

Die langsame Kontaktaufnahme ist die einzige Alternative, mit der man wirklich was anfangen kann. Menschen werden v.a. durch Filme/Medien an Aliens herangeführt, und die teilweise sehr kritische Betrachtung von Aliens kommt entweder dadurch zustande, dass zB die USA einen offiziellen Kontakt gerne verhindern wollen, oder dass sie eine Art Prüfung darstellen soll, wie die Menschen mit fiktivem Wissen über Aliens allgemein umgehen. Letzteres hofft wahrscheinlich auf Diskussionen wie diese hier.

Im Übrigen stimmt ich zu, dass die Menschheit wirklich nicht "reif" für einen offiziellen Kontakt mit Aliens ist. Der Prof. hat da ein paar gute und meiner Meinung nach realistische Beispiele, was passieren könnte. In dem Zusammenhang macht es auch Sinn, sowohl mit Regierungen als auch mit einzelnen ausgewählten Personen des Volkes in Kontakt zu treten. Und immerhin... wer sich über ein Phänomen lustig macht, beschäftigt sich wenigstens gedanklich damit. Vor Unbekanntem haben Menschen normalerweise Angst, aber zumindest jeder Star-Trek-Fan wird Aliens gegenüber tendenziell freundlich und aufgeschlossen gegenüber stehen. Wenn es also mehr Star Trek und weniger Independence Day gäbe, geht das ganze schon in die absolut richtige Richtung.

Wer weiss, ob wir einen ersten Kontakt noch miterleben werden. Ich glaube es zwar nicht, aber ich hoffe es wirklich. Und ich kann mir dabei einfach nicht vorstellen, dass Aliens und feindlich gesonnen sind (die meisten, nicht unbedingt alle), sonst wären wir wahrscheinlich längst erobert worden. Und dass die Erde reich an Rohstoffen ist, an denen fremden Spezies was liegen könnte, kann ich mir auch nicht grade vorstellen. Es gibt dagegen wahrscheinlich zig Planeten, die ebenso gut für eine Kolonisierung geeignet wären, so dass es nicht zwangsläufig die Erde sein muss.
 
 
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Cobain
Alt 02.11.2006, 01:03   #3
Standard

Ich kann dir nach dem Lesen deines Beitrages nur zustimmen.Ich denke auch dass es für eine nicht Einmischung schon zu weit ging, aber vielleicht wurden auch nur einige neugierig ? Ich meine was wissen wir schon ? Wir können im Grunde nur wünschen und mit unseren gegebenen Möglichkeiten versuchen die logischsten Schlussvolgerungen zu treffen.Ich habe letztens auch etwas sehr interessantes gelesen, ich denke im Grunde so wie Du, nämlich dass eine Spezies die uns so weit vorraus ist wohl nicht mehr ein so primitives Kriegsdenken hat, aber schützt Intelligenz wirklich vor Aggression ? Und dass ihnen der Platz ausgehen könnte ist ja auch nicht so abwegig, die letzte Prognose wurde schon für die Erde auf 200 Jahre veranschlagt.In 200 Jahren schon soll unser Planet überfüllt sein, wieviele Planeten muss diese Spezies die vielleicht schon 1000 Jahre länger existiert schon kolonialisiert haben ? Und wenn es wahr ist dass sie Menschen entführen und schmerzvolle Experimente mit ihnen machen, ist dass dann nicht etwas feindlich ? Ich hoffe natürlich auch dass sie friedlich gesonnen sind, aber es gibt zuviel das wir nicht verstehen könnten, also ihr Verhalten könnte genauso feindlich sein.Aber beim Schluss stimme ich dir wieder voll zu, es wäre mein Lebenstraum zu erleben wie eine fremde Spezies ganz offensichtlich "Hallo" sagt und wie würden mich die unfassbaren Blicke und Verhaltensweisen der Ignoranten und so sehr beschränkten Menschen amüsieren....die immernoch ganz stolz und voller Ignoranz sagen können: Wir sind die einzigen in den unendlichen weiten des Universums.....

Cobain
 
 
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